Max macht Abitur

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Wie weitermachen?

2. Juli 2008 · Keine Kommentare

Dieser Blog hat definitiv schon Zeiten mit mehr Aktivität erlebt als zuletzt, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich mir in den vergangenen Wochen einige Gedanken gemacht habe, wie es hier weitergehen soll. Im Internet zu schreiben hat den Reiz, dass jeder es lesen kann - doch dieser Reiz geht für mich verloren, wenn es zur Überwachung wird. Bespitzelung ist ein hartes Wort, aber es kommt mir manchmal so vor… So erzählte mir vor kurzem einer meiner Lehrer, dass er ab und an seinen eigenen Namen bei Google eingeben und immer wieder auf meiner Seite landen würde. Auch andere Artikel, die hier erschienen, scheinen der Lehrerschaft bekannt zu sein, ich wurde bereits einmal konkret darauf angesprochen, etwas zu ändern.

Das war der Zeitpunkt, ab dem ich mir Gedanken gemacht habe, wie es hier weitergehen soll. Die Schere im Kopf war bei mir immer da, mir war bewusst, dass irgendwann Personen aus meinem Umfeld auf die Seite stoßen würden und habe deswegen Vieles einfach nicht geschrieben. Aber die Schere im Kopf wird immer größer und wird mit der Zeit zur Guillotine. Es ist kein Problem, wenn mir Mitschüler auf Parties erzählen, dass sie mitlesen. Aber wenn jemand an mich herantritt und mir mehr oder weniger unmissverständlich klar macht, dass ich dies und das besser ändere, weil es die beste Lösung für alle Seiten ist, dann beginne ich den Spaß an der Sache zu verlieren. Dieser Blog ist nicht der Quell der Wahrheit, sondern meine subjektive Sicht der Dinge auf dem Weg zu einem Ziel, dem Abitur.

Ich habe mehrfach mit dem Gedanken gespielt, dieses Blog aufzugeben; habe mir die Frage gestellt, welchen Sinn diese Seite noch hat. Ich hatte nie ein Problem, meine Noten hier zu veröffentlichen, das kann jeder wissen (wobei ich es in letzter Zeit auch nicht getan habe, nicht aus Scham oder Angst, sondern einfach aus fehlender Motivation, hier überhaupt ein paar Zeilen zu schreiben). Aber ist es wirklich so klug, dass jeder von meinen Beziehungen und Nicht-Beziehungen weiß? (Mal ganz abgesehen davon, dass wahrscheinlich kein einziger Leser weiß, um wen es konkret ging…) Andererseits: Wenn ich nicht persönlich schreibe, dann wird das zur bloßen Aneinanderreihung von Noten.
Der Beziehungs-Beitrag entstand in einer Phase der inneren Aufgewühltheit, auf der Suche nach einem Ventil. Im Nachhinein betrachtet war es wohl das falsche Ventil, wenn auch das befreiendste. Selbst im Nachhinein betrachtet erachte ich den Beitrag für gut, mir gefällt meine eigene Schreibweise. Aber: Wen geht das was an? Die Antwort im Zweifelsfall: Dich nichts! Die Möglichkeit, den Beitrag nachträglich zu löschen, habe ich schnell verworfen, ich hielt es für unehrlich.

Wie gesagt, ich habe wegen dieser Umstände mehrere Male darüber nachgedacht, diesen Blog einfach ruhen zu lassen. Doch andererseits: Wie doof ist ein Blog über das Abitur, der auf dem halben Weg abbricht? Also: Weitermachen! Nur wie? Ich will persönlich sein, ich will subjektiv sein. Ich will unbekümmert alles aufschreiben können, was mich beschäftigt, ohne darüber nachdenken zu müssen, wer es falsch verstehen könnte. Kann ich das in dieser Form noch tun? Den Gedanken, allen beteiligten Personen Kunstnamen zu verpassen (würde mich in gewisser Weise davor schützen, von Lehrern gefunden zu werden, die sich selbst bei Google suchen), habe ich nach kurzer Überlegung verworfen, mir war es zu verklausuliert. Ich denke, dieses Projekt hat bis jetzt vor allem davon gelebt, dass ich einfach direkt alles aufgeschrieben habe, ohne irgendeine Kunstform zu suchen.

Ich lese gerade Botho Strauß’ Trilogie des Wiedersehens, wo eine der Figuren, der am Tag vor seinem dreißigsten Geburtstag von seiner Partnerin verlassene Schauspieler Answald, sagt:

Jetzt werde ich morgens lange aus dem Fenster starren und mittags im Schutz der fremden Leute durch die Straßen gehen und so ein bißchen weiterleben, ohne es zu merken.

Den Satz finde ich großartig! Ich mag allgemein Strauß’ Schreibstil, dieses lakonische und doch tragische, die Nach-außen-Kehrung des Innenlebens der Charaktere - irgendwie finde ich mich darin wieder, auch wenn Strauß von einer völlig anderen Thematik schreibt. Aber diese Antriebslosigkeit, die kann ich im Moment sehr gut nachfühlen. Seit einigen Wochen schiebe ich Sachen auf, die eigentlich in maximal einer halben Stunde erledigt wären. Dieser ganze Papierkram nervt mich zur Zeit unendlich, ich kann ihn nicht ertragen. Immer wieder zwinge ich mich, ihn doch zu erledigen, doch selbst danach stellt sich keine Befriedigung ein. In meinem Kopf spuken viele Dinge herum; Dinge, die ich noch erledigen muss, Dinge, die ich noch dringend erledigen muss, Dinge, die ich noch erledigen will, Dinge, die ich nicht erledigen will, aber doch erledigen muss. Und ich kann mich nicht dazu aufraffen, einen Nachmittag zu investieren und diese Liste einfach Punkt für Punkt abzuarbeiten. Ich komme heim und sehe all das, was mir nicht gefällt, was ich ändern will, doch irgendwie fehlt mir der letzte Funken Motivation, es jetzt zu tun und nicht einfach auf morgen zu verschieben, weil man gerade nicht den Nerv dafür hat. So geht das seit einigen Wochen, die Liste der unerledigten Dinge wird länger und länger und ich unzufriedener und genervter. Es fehlt der große Befreiungsschlag, der diese Liste in meinem Kopf in viele winzige Schnipsel zerreißt.
Es steht einiges an, ich habe neben einigen privaten Dingen auch daran gedacht, den Blog umzugestalten und mit einem veränderten Konzept zu versehen. Aber dazu müsste man eben einmal wirklich Zeit investieren und irgendwie habe ich im Moment nicht die Laune dazu. So wie es im Moment ist kann es nicht weitergehen (dies gilt jetzt vor allem für das Private) - ich warte darauf, dass der Knoten endlich platzt.

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Die Rotarier und Clip-Trix

14. April 2008 · Keine Kommentare

Heute war ich nicht in der Schule, sondern - Befreiung sei Dank! - im Rahmen des Berufsinformationsprojekts der Rotarier unterwegs. Zunächst einmal nicht so weit, denn am Vormittag stand der Höchstadter Multmedia-Dienstleister ClipTrix auf dem Programm.
Die haben sich vor allem auf Videoproduktion verlegt, in erster Linie Imagevideos für Unternehmen oder Messepräsentationen. Das dritte Standbein sind die Multmedia-Ausstattung von Museen. ClipTrix sind zunächst einmal zwei Personen, zu denen je nach Bedarf freie Mitarbeiter hinzukommen.
Schon kurz nach der Begrüßung dann der erste Versuch, uns sieben Interessierte (eigentlich waren wir acht, aber einer kam nicht, warum auch immer…) zu schocken: 40-Stunden-Wochen sind entspannt, 50-bis-60-Stunden-Wochen sind der Regelfall, früher waren auch 70-oder-80-Stunden-Wochen verbreitet. Es fiel aber niemand vor Überraschung aus dem Sessel… Danach Einblicke in die Arbeit selbst. Wer sind die Kunden? (Neben Martin Bauer beispielsweise auch der Marktführer für Schokoladenverpackungen weltweit, im Imagevideo sind u.a. Produkte von Lindt und das halbe Aldi-Sortiment zu sehen) Wie viel kostet so ein Filmchen? (Wir sahen einen Film, der etwa zehn Minuten dauerte und circa 20.000€) Wie lange dauert die Produktion eines solchen Films? (Reine Arbeitszeit etwa ein Monat, real aber um die zwei Jahre, da bis zu 15 Projekte parallel laufen). Es stellte sich schon relativ früh heraus, dass man in dieser Branche auch vor allem durch Kontakte lebt. Einerseits vergeben die Kunden eher Aufträge in längeren Zyklen (der Vorgänger des 20.000€-Films war beispielsweise zehn Jahre alt) und deswegen ist eine große Zahl an Auftraggebern notwendig, andererseits wird für viele Produktionen Hilfe von außen benötigt, vom Sprecher bis zum Spezialisten für dreidimensionale Modelle.
Besonders interessant war ein geschildertes Projekt, das sich um die Multimedia-Möglichkeiten eines Barbarossa-Museums drehte. Die Verantwortliche von Museumsseite hatte einmal auf einer Ausstellung in Italien gesehen, wie eine Skulptur zu den Besuchern sprach, und wollte dies auch in ihrem eigenen Museum haben, natürlich mit Barbarossa als Sprecher. Bilder oder Videos gab es nicht, die Ausstellung auch nicht mehr und die Erinnerung war obendrein auch noch schwach. Außerdem gibt es keine echten Bilder von Barbarossa, die auf dessen Aussehen schließen lassen. Die Lösung entstand nach längerem Überlegen: Ein Maskenbildner (übrigens ein Höchstadter, der auch für Filme wie Neues vom Wixxer die Maske gemacht hat) wurde engagiert und machte aus einem Schauspieler “Barbarossa”. Dieser sprach den Text für das Museum und wurde dabei von beiden Seiten gefilmt. Zusätzlich fertigte ein Bildhauer eine Büste an, die den Schauspieler als Barbarossa zeigte. Im Museum wurden die Filmaufnahmen von zwei Seiten auf die Büste projiziert, sodass diese “zum Leben erwachte”. Unglaublich aufwändig und kompliziert - aber clever!
Danach sahen wir noch den bereits oben erwähnten 20.000€-Film und einen Wettbewerbsbeitrag zum Thema Augenlinsen, der bei drei Wettbewerben den ersten Platz abräumte (u.a. San Francisco). Interessante Geschichten, aber mit Videos hatte ich selbst noch nie zu tun und es ist auch nicht unbedingt mein Lieblingsgebiet.

Danach fuhren wir nach Nürnberg (die beiden ClipTrixer kamen nach, packten nur noch ihr Equipment für einen Dreh am Abend ein) - beziehungsweise ich fuhr mit Sabi und Stefanie nach Nürnberg, Britta fuhr heim, weil’s ihr nicht gut ging und die drei Neustadter Mädels (ich weiß nur noch Eva, weil die mich an eine andere Eva erinnert hat) wollten auch nach Nürnberg, kamen aber mit etwas Verspätung an, da sie eigentlich unserem Auto folgen wollten (wir hatten Navi!), uns aber irgendwann bei Tempo 160-180 verloren (Mädels, ich bin sogar noch mal ne Zeit lang extra langsamer gefahren, aber ihr wart einfach weg!). Schließlich waren dann doch alle da (eleganterweise hatte ich einen Parkplatz direkt vor der Eingangstür) und wir gingen gemeinsam ins Funkhaus Nürnberg, genauer gesagt zu Hitradio N 1, wo wir noch den Ton-Bereich abdecken wollten. Eine der Moderatorinnen führte uns durchs Haus, wo anscheinend permanent alle gut gelaunt sind… :-D Wir standen sogar im Studio, als gerade eine Sendung lief. Ist schon etwas seltsam, wenn die Moderatorin mitten im Studio locker mit einem quatscht, dann meint, wir müssten jetzt alle kurz ruhig sein, sie müsste was sagen, sich die Kopfhörer aufsetzt und auf einmal wild gestikulierend und sehr emotional vom abgebrochenen Nürnberg-Spiel berichtet. Ansonsten halt die übliche Hausführung mit den verschiedenen Redaktionen, den Produzenten, dem IT- und Webseitenteam. Schon nicht schlecht, so was mal von innen zu sehen - und noch viel besser, auf dem Rückweg auf dem Autoradio diesen Sender zu hören und auf einmal plötzlich den Sendeplan vor sich zu sehen, wo die ganzen Beiträge auch schon vermerkt haben. (Und auch ansonsten ein guter Radiosender, würde ich wohl zu meinem Standard im Auto machen, wenn er hier empfangen werden könnte. Grmpf…)

Irgendwann wird es noch einmal einen Abend von den Rotarieren geben, an dem alle Projekte vorgestellt werden, aber wann das genau ist, wusste niemand.

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Weitergelesen im ZEIT Studienführer

12. Januar 2008 · 1 Kommentar

Bis ich das Ding durchhabe, ist wahrscheinlich schon die nächste Ausgabe draußen… Es ist total seltsam: Der Studienführer ist überhaupt nicht kompliziert geschrieben, aber trotzdem schaffe ich immer nur wenige Seiten zu lesen. Laune gemacht hat auf jeden Fall die Bilderstrecke zu ungewöhnlichen Studienorten (Schlösser etc.)…

Von dem Artikel, der das Bachelor-System mit seinen Credit Points usw. erklären will, hatte ich mir irgendwie mehr erhofft. Da fehlt irgendwie die Struktur und der Tiefgang… Ich hätte da lieber einen 10-seitigen Bericht gelesen, der wirklich von Anfang bis Ende - am besten an einem praktischen Beispiel - darstellt, wie so etwas abläuft. Aber nach drei Seiten (tatsächlich sind es etwas mehr, aber wenn man die Werbung und die Bilder rausrechnet, werden es wohl netto drei Seiten sein), die sich eher nach eineinhalb anfühlen, ist der Artikel auf einmal zu Ende und die Ratlosigkeit bleibt. Hmmm, irgendwie hatte ich mir so etwas wie die Anfangs-Reportage, die verschiedene Studienanfänger vorstellt, erwartet…

Viel besser fand ich da schon die “Irgendwas mit…”-Seiten, auf denen ganz einfach und in aller Kürze Studiengänge vorgestellt wurden. Es gab immer einen Überbegriff (z.B. “Irgendwas mit Menschen”) und dann eine ganze Reihe an möglichen Studiengängen, die damit zu tun haben (hier z.B. “Touristik”). Mir selbst geht es auch so, dass ich mich eher auf einen generellen Überbegriff als auf einen konkreten Studiengang einigen kann; die sechs Seiten waren also für mich sehr hilfreich. Und um noch eins draufzusetzen: Es gab “Irgendwas mit Medien”, was exakt meinem Wunsch entspricht. Die Vorschläge dazu habe ich natürlich besonders intensiv gelesen. Ich hab mir gedacht, ich stell sie hier einfach mal vor.

IRGENDWAS MIT MEDIEN

Bibliotheks- und Infomanagement Das Studium bringt Experten hervor, die Verwaltung und Präsentation kompletter Medienbestände wie Bibliotheken und Internetdatenbanken im Griff haben.

Finde ich jetzt eher nicht unbedingt interessant. Wahrscheinlich eher hoher Verwaltungs-Teil, der mir nicht so recht gefällt. Könnte ich mir nur mit einer sehr präzisen Spezifizierung vorstellen (z.B. das Verwalten des Gesamtwerks eines bestimmten Schriftstellers, der mich auch privat fasziniert).

Buchhandel und Verlagswirtschaft Mit juristischem und wirtschaftlichem Know-how sorgen die Absolventen dafür, dass ein Buch zum Bestseller wird. Sie wissen, wie man einen Verlag organisiert, aber auch, wie man einen Laden gestaltet.

Das wäre halt so die konventionelle Schiene. Klingt jetzt nicht unbedingt uninteressant, aber ich würde andere Sachen irgendwie lieber machen.

Dokumentar- und Fernsehpublizistik Professionelle Wahrheitssuche mit der Kamera, die in kleine Beiträge und große Reportagen mündet. Die Absolventen arbeiten als Regisseure, Redakteure und Autoren.

Ich mag politische Magazine im Fernsehen irgendwie nicht, sie wiederholen sich sehr oft in ihren Themen. Ich möchte nicht wissen, wie oft Frontal 21 und Konsorten “die Autobahnpolizei begleiten”, die “Opfer von Hartz IV” besuchen oder die “skandalösen Zustände in Altenheimen” aufdecken. Das politische Fernsehmagazin, für das ich gerne arbeiten würde, fehlt aber irgendwie auf dem Markt. Ich würde gern über Hintergründe berichten, mich auf wenige Themen konzentrieren, aber diese von allen Seiten detailliert ausleuchten. Irgendwas zwischen heute-journal und “Hart aber fair”…

Druck- und Medientechnik Druck- und Medientechniker bereiten Informationen mit verschiedenen Technologien für Print- und digitale Medien auf. Sie planen, organisieren, steuern und überwachen den Arbeitsprozess vom Testdruck bis zur Massenproduktion.

Finde ich auch interessant, allerdings mit dem Schwerpunkt eher auf Medien- als auf Drucktechnik. Mich interessiert “das hinter den Medien” wirklich - aber den Rest des Lebens an Druckmaschinen verbringen, das muss irgendwie nicht sein.

Informationsdesign Licht in den Faktendschungel bringen Informationsdesigner, indem sie Informationen für jedermann optisch verständlich aufbereiten. Sie gestalten Broschüren ebenso wie Displays von Fahrkartenautomaten.

Eine der Aufgaben, die ich am allerliebsten einmal ausprobieren würde. Insgesamt finde ich es spannend, aber eher wie einen Kampf gegen Windmühlen.

Kommunikationsdesign Von der Marmelade bis zum Gartenstuhl versuchen Experten, mit ausgefallenen selbst getexteten Slogans, Illustrationen und Bildern in Kampagnen, Broschüren und Printmedien alles zu einem Verkaufsschlager zu machen.

Ich glaub, hier ist Krativität alles und ich bin irgendwann mit meinem Latein am Ende…

Mediapublishing Damit Literatur kein Buch mit sieben Siegeln mehr ist, werden Studenten zu Verlagsspezialisten ausgebildet, die sich mit Herstellung, Vertrieb, Marketing, PR, Redaktion, Lektorat, Rechnungswesen und Werbung auskennen.

Halte ich für einen sehr interessanten Bereich, würde ich aber erst mal lieber ausprobieren, bevor ich mich da dauerhaft entscheide.

Media Management Selbst die tollste Filmidee wird nicht für den Oscar nominiert, wenn ihre Umsetzung schon an der Finanzierung scheitert. Darum haben Medienmanager nicht nur Ahnung von Gestaltung und Technik, sondern vor allem von Betriebswirtschaft.

BWL - nicht wirklich mein absolutes Lieblingsthema, vor allem in Kombination mit Betteln, wie hier.

Media Production Studenten werden zu Experten ausgebildet, die Magazinbeiträge fürs Fernsehen, Trailer, Dokumentationen, Animationen, Spiele und Soundtracks konzipieren, drehen, schneiden und vertonen. Ein absolutes Muss: Kreativität und Verständnis für technische Abläufe.

Auch wenn ich manchmal daran zweifle, ob meine Kreativität reicht: Das finde ich interessant und würde ich mir auch zutrauen.

Medieninformatik Gestalterisches Geschick plus Fachwissen in der Informatik und das Verständnis dafür, wie Medien ticken, garantieren Jobs in der Medientechnik, der Medienproduktion und der Entwicklung multimedialer Anwendungen.

Wieder einer der in meinen Augen interessantesten Bereiche. Nicht unbedingt an vorderster Front, sondern eher die unverzichtbare Unterstützung. Entspricht auch ziemlich meinen Interessen…

Technikjournalismus Technisches Grundwissen, verbunden mit journalistischem Handwerkszeug. Technikjournalisten können komplexe Sachverhalte verständlich erklären. Sie finden sich in Fernseh- und Radiostudios ebenso zurecht wie in Zeitungsredaktionen.

Halte ich für eine solide Ausbildung und - ganz wichtig! - traue ich mir auch zu. Am liebsten für irgendeine Zeitung über Technisches schreiben, bzw. Technik und ihre Verknüpfung mit unserer Kultur.

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Selbsteinschätzungstests - Auswertung Allianz

8. Januar 2008 · Keine Kommentare

Eigentlich sollte dieser Beitrag schon seit einigen Tagen online stehen, aber ich hab’s irgendwie nicht geschafft, mich früher dranzusetzen. Schon komisch, es sind Ferien und ich hab keine Zeit…

Zunächst einmal der Überblick: Insgesamt ist die Auswertung 27 Seiten schwer, also durchaus eine anständige Länge. Nach einem kleinen Grußwort erklärt das Inhaltsverzeichnis, was noch folgen wird: Die Auswertung der Bereiche, wie ich mit Problemen und mit meinen Mitmenschen umgehe. Danach Vorschläge, welchen Beruf ich später einmal ergreifen könnte, anhand von vier praktischen Beispielen. Sehr schön! Abschließend noch ein paar Tipps, wo ich an weitere Infos kommen könne.

Die Allianz erklärt stets ausführlich, was die folgenden Testergebnisse bedeuten… Wieder einmal Striptease von mir, im Folgenden meine Testergebnisse. Meine Leistungsbereitschaft ist genau auf der Grenze zwischen den Bereichen “Mittel” und “Hoch”. Es heißt dazu:

Die mittlere Ausprägung im Bereich “Leistungsbereitschaft” deutet darauf hin, dass Sie meist gute Leistungen erbringen. Ihrer Selbstbeschreibung zufolge stoßen Sie zuweilen aber auch an Ihre Grenzen. Im Bereich “Leistungsbereitschaft” sind Sie demnach ähnlich motiviert wie ein Großteil Ihrer Vergleichsgruppe.

Beim Effektiven Umgang mit Schwierigkeiten liege ich bei so ca. 70%. Die Allianz meint:

Der mittlere Wert im “Effektiven Umgang mit Schwierigkeiten” ist ein Hinweis darauf, dass Sie nicht sofort aufgeben, wenn Sie auf Probleme stoßen. Ihrer Selbstbeschreibung nach fühlen Sie sich nicht gleich ratlos oder überfordert, wenn Schwierigkeiten auftauchen, sondern bleiben in der Lage nach einer Lösung zu suchen.

Bei Systematik des Lernverhaltens lande ich mit 50% im absoluten Durschnitt - irgendwie überraschend für mich…

Ein mittlerer Wert in der “Systematik des Lernverhaltens” spricht dafür, dass Sie bemüht sind, sich auch größere und schwierigere Lerninhalte selbst anzueignen, indem Sie möglichst geordnet und systematisch vorgehen. Ihrer Selbstbeschreibung nach stoßen Sie dabei aber manchmal an Ihre Grenzen. Besonders bei unübersicht-
lichen Aufgaben scheint Ihnen die Gliederung in einzelne kleine Arbeitsschritte nicht immer zu gelingen, da Sie einige Informationen übersehen. Damit geht es Ihnen genauso wie den meisten Ihrer Vergleichsgruppe.

Zum Abschluss dieses Kapitels erhalte ich noch Tipps, wo ich weiter an mir arbeiten könnte und wie dies konkret aussehen könnte - eine schöne Sache, allerdings denke ich nicht, dass meine Lernfähigkeiten so schlecht sind, wie es der Test vorgibt.

Meine Konflikt- und Kompromissfähigkeit erhält etwa 65% (handgeschätzt). Die Allianz meint:

Der mittlere Skalenwert im Bereich “Konflikt- und Kompromissfähigkeit” spricht dafür, dass Sie Probleme mit anderen ansprechen. Bei Konflikten streben Sie erst mal eine ruhige und sachliche Auseinandersetzung an. Ihren Angaben zufolge gelingt Ihnen das aber nicht immer.

Bei der Durschsetzungsfähigkeit rutsche ich gnadenlos ab, lande bei nur 10%.

Ein niedriger Wert im Bereich “Durchsetzungsfähigkeit” deutet darauf hin, dass es Ihnen oft schwer fällt, den eigenen Standpunkt ge-
genüber anderen Menschen zu vertreten. Gemessen an Ihrer Vergleichsgruppe setzen Sie Ihre Interessen seltener gegenüber anderen Personen durch. Vielleicht ist Ihnen schon einmal aufgefallen, dass Sie häufiger auf die Vorschläge anderer eingehen als umgekehrt.

Insgesamt finde ich die Art der Auswertung bei der Allianz sehr gut, aber meine Testergebnisse etwas schwach. Kann sein, dass ich die Fragen nach dem ultra-harten UNICUM-Test nicht mehr wirklich ernst genommen habe und sie nicht mit der Sorgfalt bearbeitet habe, die sie verdient gehabt hätten… Dennoch bin ich so arrogant und behaupte, dass ich in einigen Bereichen schlechter bewertet wurde als ich tatsächlich bin. So! ;-)

Beim Situationsgerechten Auftreten erreiche ich knapp 40 Punkte.

Der mittlere Skalenwert im “Situationsgerechten Auftreten” deutet darauf hin, dass Sie sich Ihrer Wirkung auf Menschen durchaus bewusst sind und sowohl die Umgangsformen als auch angemessene Höflichkeitsformen beherrschen. Trotzdem wollen Sie, dem Testwert nach zu urteilen, anderen nicht um jeden Preis gefallen. Es kann sein, dass Sie in manchen Situationen, die Ihnen selbst nicht wichtig vorkommen, keine Notwendigkeit sehen, sich allen äußeren Umständen anzupassen.

Also den Text finde ich hier zutreffend, aber trotzdem hätte ich mir 60-70 Punkte gegeben. Typische Gymnasiasten-Arroganz halt… ;-)

Die Kundenorientierung wird mit etwa 30 Punkten bewertet. Wieder finde ich den Bewertungstext zutreffend, aber die Punktzahl zu niedrig…

Eine durchschnittlich ausgeprägte “Kundenorientierung” weist darauf hin, dass Sie im Grunde ein Mensch sind, dem es nicht schwer fällt, die Dinge auch mal aus der Sicht anderer Personen zu betrachten. Nach Ihrer Selbstbeschreibung zu urteilen sind Sie in der Lage, die Wünsche und Bedürfnisse Ihrer Mitmenschen zu erkennen. Vielleicht liegen Sie bei der Wahl von Geschenken nicht immer richtig, größtenteils gelingt es Ihnen aber schon.

Meine Verantwortungsbereitschaft erhält knapp 60 Punkte, es heißt:

Ihr mittlerer Wert bei der “Verantwortungsbereitschaft” ist ein Hinweis darauf, dass Sie zumeist halten, was Sie anderen versprechen. Ihr Ergebnis deutet aber auch darauf hin, dass Sie nicht immer bereit sind, für alles die Verantwortung zu übernehmen. Sie sind anscheinend auch in der Lage, Verantwortung an andere Personen abzugeben.

Bei der Teamfähigkeit stehe ich knapp unter der 80.

Ihrem durchschnittlichen Wert im Bereich “Teamfähigkeit” zufolge scheinen Sie, so wie die meisten Personen aus Ihrer Vergleichsgruppe, recht gut im Team arbeiten zu können. Ihren Selbstbeschreibungen zufolge geht Ihnen Teamarbeit aber nicht über alles und Sie können auch gut allein arbeiten.

Bei Zurückhaltung im Umgang mit Anderen lande ich eng unterhalb der 20-Punkte-Marke.

Ihrem niedrigen Wert im Bereich “Zurückhaltung im Umgang mit anderen” zufolge sind Sie alles andere als schüchtern. Anscheinend haben Sie immer etwas zu sagen und scheuen sich nicht, Ihre Ansichten vor anderen Personen zu vertreten. Darüber, wie Ihre Meinung bei anderen ankommt, machen Sie sich scheinbar weniger Gedanken.

So, das waren jetzt alle Auswertungsergebnisse; es folgen die Berufsvorschläge. Gleichzeitig erklärt die Allianz, dass man die Antwort, dass ich ein Studium anstrebe, bei den Vorschlägen berücksichtigt hat und mir deswegen nur einen Ausbildungsberuf und gleich zwei Studiengänge präsentiert. Toll!
Der Ausbildungs-Vorschlag bezieht sich auf das Hotel- und Gaststättengewerbe. In der entsprechenden Erklärung wird auch genannt, welche Punkte der Auswertung meiner Testergebnisse dafür wichtig sind, sodass ich selbst vergleichen kann, ob ich in diesen Bereichen auch einigermaßen gut bin. Gefällt mir, die Methode!
Ein Studienvorschlag sind Gesellschafts- und Sozialwissenschaften. Klingt sehr interessant, vor allem die konkreten Berufsvorschläge, die sich irgendwo zwischen Psychotherapie und Leitung eines Meinungsforschungsinstituts bewegen - also eine ziemlich große Bandbreite. Zusätzlich wird bei jedem Beruf genannt, welcher konkrete Studiengang am geeignetsten dafür ist.
Die zweite vorgeschlagene Studienrichtung sind Sprach- und Kulturwissenschaften. Nach einer allgemeinen Beschreibung wird klar: Man studiert nicht auf einen bestimmten Beruf hin, sondern hat am Ende eine Palette von Möglichkeiten zur Verfügung. Dementsprechend breit gefächert sind auch die vorgestellten Berufe: so ziemlich alles zwischen Kunsthändler und Fernseh-Regisseur.

Jetzt kommt der Teil, auf den ich am meisten gespannt war. In fiktiven Interviews werden exemplarisch fünf Berufe vorgestellt. Mir werden die Jobs Erlebnis-Gastronom, Dramaturg, Kulturmanager in einem Museum, Politologe im Sozialministerium und Psychotherapeut vorgestellt. Die Interviews sind gut geschrieben, man hört nur an wenigen Stellen durch, dass da kein echter Mensch berichtet.

Auf den letzten beiden Seiten folgt noch einmal eine Linkliste mit Verknüpfungen zu verschiedenen Berufsübersichten, aber auch zu einer BaFög-Erklärung usw.

Fazit
Insgesamt fand ich den Test der Allianz etwas besser. Man bekam verschiedene Berufe vorgestellt, was ich sehr wichtig finde. Die fiktiven Interviews hätten leicht ins Lächerliche abrutschen können, sind es aber nicht. Allgemein kommt mir hier die Auswertung etwas liebevoller vor, auch wenn man sich hier genauso bewusst sein muss, dass es sich größtenteils um Standardtexte handelt. Aber bei der Allianz fällt es eben nicht so auf… Den Test von der Allianz würde ich wirklich weiterempfehlen, da hat mir sowohl der Test selbst als auch die Auswertung Spaß gemacht…

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Selbsteinschätzungstests - Auswertung UNICUM

30. Dezember 2007 · Keine Kommentare

So, die Auswertung von UNICUM ist da.

Nachdem ich mir die allgemeinen Aussagen, die schließlich im Hinweis gipfelten, dass man natürlich nur aus Gründen der Lesbarkeit und nicht, weil man Frauen nicht möge, das generische Maskulinum verwendet, zu Gemüte geführt hatte, kommt endlich der interessante Teil: Die Grafiken. Man wird bewertet auf einer Skala von 0 bis 100, wobei man jeweils die Aussagen treffen kann (als Beispiel nehme ich jetzt einfach mal 75): “Ich bin besser als 75% der Bevölkerung.” Aber eben auch: “25% sind besser als ich!” Außerdem wird noch mal abgestuft: Bei Werten unter 20 ist man in dem jeweiligen Bereich kaum begabt, bei Werten höher als 80 gilt man als sehr begabt. Dazwischen ist halt so das breite Mittelfeld…

Jetzt aber zu meinen konkreten Ergebnissen: Beim Punkt Problemlösefähigkeit habe ich so ca. 70 Punkte (leicht darüber, man kann es auf den Grafiken nicht so toll erkennen), beim Thema Selbstmanagement kriege ich glatte 85 Punkte und bei Stressresistenz lande ich bei satten 95 Punkten. So, und jetzt Schluss mit Angeben!

So, dann nochmal in Textform:

Ihren Testwerten nach sind Sie im Bereich der abstrakten Problemlösefähigkeit nicht unbedingt ein Überflieger. Prüfen Sie allerdings zunächst, ob Ihre Ergebnisse in diesem Bereich auch auf Ihr Fachgebiet zutreffen: Liegt Ihnen die Bearbeitung von geistig sehr anspruchsvollen Aufgabenstellungen in Ihrem Metier nicht besonders? Wenn dies zutrifft, sollten Sie eventuell keine Stelle anstreben, die Sie intellektuell extrem fordert. Setzen Sie lieber auf Ihre Stärken in der Selbstorganisation und Ihre Fähigkeit, mit starkem Arbeitsdruck gut umgehen zu können. Bedenken Sie, dass die Konkurrenz weiter oben zunimmt, also machen Sie etwas aus Ihrem guten Potenzial und bauen Sie Ihre Stärken weiter aus!

Hmmm, nix intellektuell Forderndes, aber lieber viel Stress… Ich glaub, ich werd Busfahrer! (Wenn sich das mit dem Intellekt auf die Puzzle-Aufgaben bezieht: Ich hasse solche Logik-Sachen, das ist das absolut schrecklichste an so IQ-Tests!)

Beim Thema Leistungsorientierung gibt man mir so um die 37 Punkte, bei Zuverlässigkeit stehe ich knapp über 90. Ich glaub, das mit der Leistungsorientierung geht darauf zurück, dass ich irgendwann mal geantwortet habe, dass ich auch eine schlechter bezahlte Stelle bzw. eine Nicht-Führungsposition annehmen würde, wenn ich dafür mehr Zeit für meine Familie hätte. In Textform heißt es dann wieder:

Achten Sie bei der Stellensuche darauf, dass die angestrebte Position Ihren hohen Ansprüchen gerecht wird und Sie nicht unterfordert werden. Kriterien wie hohes Engagement und Leistungswille sollten Sie aufhorchen lassen. Eine Unternehmenskultur, die Einsatz fordert - und belohnt - müsste nämlich bestens zu Ihrem Profil passen. Wenn Ihnen also eine leistungsgerechte Vergütung und außerdem Karrieremöglichkeiten offeriert werden, sollten Sie nicht zögern und dem Unternehmen Ihre Mitarbeit anbieten!

Jetzt bin ich endgültig verwirrt: Nix geistig Anspruchsvolles (siehe vorher), aber hohe Ansprüche darf ich schon haben. Bitte was?!

Aber weiter, noch ist ja kein Wort dazu gefallen, wie ich mir bei dem “Ich denk mir aus, wie man den Laptop nennen könnte und hab nur 90sec Zeit”-Spielchen abgeschnitten habe. 95 Punkte stehen dort am Ende (der Bereich heißt Freie Kreativität), wobei ich die meisten meiner Vorschläge gehasst habe. Einen Namen für einen Laptop? Hallo?! Bei Gewissenhaftigkeit lande ich so um die 78 herum. Beim Vermeiden von Fehlschlägen lande ich unterhalb der Fünf-Punkte-Marke (genau kann man’s wieder nicht sehen, ich tippe mal auf die 4,5). Angeblich mache ich mir keine Gedanken darüber, ob ich die Aufgaben, die man an mich heranträgt, auch tatsächlich packe. Mögliche Misserfolge und Konsequenzen würde ich angeblich nicht bedenken. Mhm, okay, oder so… Im Text springt dann (trotz der mickrigen Punktzahl bei den Fehlschlägen) ein fettes Lob raus - anscheinend kann man da alles eingeben…

Auffallend ist Ihre ausgeprägte Kreativität - bauen Sie auf dieser Stärke auf und überlegen Sie sich immer wieder etwas Neues! Da Sie außerdem gewissenhaft an die Erledigung Ihrer beruflichen Aufgaben herangehen, scheinen Sie nicht zum Typ des chaotischen Ideenproduzenten zu gehören, sondern sind vermutlich in der Lage, Ihren Einfällen eine gut strukturierte Grundlage zu verschaffen. Weil Sie auch vor der Gefahr eventueller Fehlschläge nicht gerade zurückweichen, bringen Sie sehr gute Grundlagen für die Durchsetzung von Innovationen mit. Machen Sie etwas aus Ihrem vielversprechenden Potenzial - passen Sie aber auf, dass Sie andere nicht mit Ihren Einfällen überrollen und dann zu wenig von Ihren Vorstellungen umgesetzt wird.

In Punkto Gelassenheit lande ich so bei ungefähr 36 Punkten, beim Vermeiden von Zurückweisungen stehe ich genau auf der 35. Kundenorientierung wird mit knappen 70 Punkten bewertet. Auffällig ist hier, dass mir schon zum zweiten Mal ein Job als Sachbearbeiter empfohlen wird. Als ob ich sonst nix vorhätte…

Bei der Konsensorientierung erhalte ich ca. 36 Punkte, meine Einstellung zu Konflikten wird bei knapp über 10 angesiedelt. Beim Durchsetzungsvermögen bin ich dann angeblich wieder top und sacke 80 Punkte ein. Es heißt, ich könne auch in schwierigen sozialen Situationen erfolgreich mit Konflikten umgehen. Jetzt steht’s fest, ich werd Busfahrer für die Linie an der Rütli-Schule…

Mein Kontaktstreben erhält 85 Punkte, meine Teamfähigkeit so ca. 78. Das bedeutet, so der Test, dass besonders Berufe, wo ich mit vielen Leuten zu tun habe, für mich in Frage kommen. Ich sag’s doch, Busfahrer!

Außerdem sollte ich ja noch bewerten, was mir an meinem Beruf wichtig ist. Dort landet Spaß an der Arbeit mit weitem Abstand vor Ethik, danach kommt so Krams wie Image, Hobby, Familie, Macht, Geld, Freunde (in der Reihenfolge). Zum Schluss erhalte ich noch den Tipp, nicht in die Waffenindustrie zu gehen, weil ich ja so ein ethisches Gewissen hätte… Und dann wird erstmal aufgezählt, wer alles mit der Waffenindustrie zu tun hat und deswegen auch böse ist: Maschinenbau, Stahlindustrie, Elektroindustrie, IT-Firmen und die bösen, bösen Finanzdienstleister. Aja.

Der Test (das steht darunter) kommt von einem gewissen Prof. Heinrich Wottawa und reagiert - so kommt es zumindest mir vor - ziemlich schwammig. Er sagt nicht: “Werd Bauarbeiter, du Depp!”, sondern sucht sich immer zu einzelnen Themenpunkten was raus. Ein großes Gesamtfazit fehlt, es sagt mir keiner: “Busfahrer, ne?” Insgesamt merkt man doch, dass es eine Aneinanderreihung von Standardsätzchen ist, die irgendein Rechner gekonnt aneinandergebastelt hat.
Mal schauen, ob’s die Allianz besser macht.

Die Auswertung von der Allianz ist jetzt übrigens auch schon fertig, aber die präsentier ich euch wann anders…

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