Max macht Abitur

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Wie weitermachen?

2. Juli 2008 · Keine Kommentare

Dieser Blog hat definitiv schon Zeiten mit mehr Aktivität erlebt als zuletzt, was nicht zuletzt daran liegt, dass ich mir in den vergangenen Wochen einige Gedanken gemacht habe, wie es hier weitergehen soll. Im Internet zu schreiben hat den Reiz, dass jeder es lesen kann - doch dieser Reiz geht für mich verloren, wenn es zur Überwachung wird. Bespitzelung ist ein hartes Wort, aber es kommt mir manchmal so vor… So erzählte mir vor kurzem einer meiner Lehrer, dass er ab und an seinen eigenen Namen bei Google eingeben und immer wieder auf meiner Seite landen würde. Auch andere Artikel, die hier erschienen, scheinen der Lehrerschaft bekannt zu sein, ich wurde bereits einmal konkret darauf angesprochen, etwas zu ändern.

Das war der Zeitpunkt, ab dem ich mir Gedanken gemacht habe, wie es hier weitergehen soll. Die Schere im Kopf war bei mir immer da, mir war bewusst, dass irgendwann Personen aus meinem Umfeld auf die Seite stoßen würden und habe deswegen Vieles einfach nicht geschrieben. Aber die Schere im Kopf wird immer größer und wird mit der Zeit zur Guillotine. Es ist kein Problem, wenn mir Mitschüler auf Parties erzählen, dass sie mitlesen. Aber wenn jemand an mich herantritt und mir mehr oder weniger unmissverständlich klar macht, dass ich dies und das besser ändere, weil es die beste Lösung für alle Seiten ist, dann beginne ich den Spaß an der Sache zu verlieren. Dieser Blog ist nicht der Quell der Wahrheit, sondern meine subjektive Sicht der Dinge auf dem Weg zu einem Ziel, dem Abitur.

Ich habe mehrfach mit dem Gedanken gespielt, dieses Blog aufzugeben; habe mir die Frage gestellt, welchen Sinn diese Seite noch hat. Ich hatte nie ein Problem, meine Noten hier zu veröffentlichen, das kann jeder wissen (wobei ich es in letzter Zeit auch nicht getan habe, nicht aus Scham oder Angst, sondern einfach aus fehlender Motivation, hier überhaupt ein paar Zeilen zu schreiben). Aber ist es wirklich so klug, dass jeder von meinen Beziehungen und Nicht-Beziehungen weiß? (Mal ganz abgesehen davon, dass wahrscheinlich kein einziger Leser weiß, um wen es konkret ging…) Andererseits: Wenn ich nicht persönlich schreibe, dann wird das zur bloßen Aneinanderreihung von Noten.
Der Beziehungs-Beitrag entstand in einer Phase der inneren Aufgewühltheit, auf der Suche nach einem Ventil. Im Nachhinein betrachtet war es wohl das falsche Ventil, wenn auch das befreiendste. Selbst im Nachhinein betrachtet erachte ich den Beitrag für gut, mir gefällt meine eigene Schreibweise. Aber: Wen geht das was an? Die Antwort im Zweifelsfall: Dich nichts! Die Möglichkeit, den Beitrag nachträglich zu löschen, habe ich schnell verworfen, ich hielt es für unehrlich.

Wie gesagt, ich habe wegen dieser Umstände mehrere Male darüber nachgedacht, diesen Blog einfach ruhen zu lassen. Doch andererseits: Wie doof ist ein Blog über das Abitur, der auf dem halben Weg abbricht? Also: Weitermachen! Nur wie? Ich will persönlich sein, ich will subjektiv sein. Ich will unbekümmert alles aufschreiben können, was mich beschäftigt, ohne darüber nachdenken zu müssen, wer es falsch verstehen könnte. Kann ich das in dieser Form noch tun? Den Gedanken, allen beteiligten Personen Kunstnamen zu verpassen (würde mich in gewisser Weise davor schützen, von Lehrern gefunden zu werden, die sich selbst bei Google suchen), habe ich nach kurzer Überlegung verworfen, mir war es zu verklausuliert. Ich denke, dieses Projekt hat bis jetzt vor allem davon gelebt, dass ich einfach direkt alles aufgeschrieben habe, ohne irgendeine Kunstform zu suchen.

Ich lese gerade Botho Strauß’ Trilogie des Wiedersehens, wo eine der Figuren, der am Tag vor seinem dreißigsten Geburtstag von seiner Partnerin verlassene Schauspieler Answald, sagt:

Jetzt werde ich morgens lange aus dem Fenster starren und mittags im Schutz der fremden Leute durch die Straßen gehen und so ein bißchen weiterleben, ohne es zu merken.

Den Satz finde ich großartig! Ich mag allgemein Strauß’ Schreibstil, dieses lakonische und doch tragische, die Nach-außen-Kehrung des Innenlebens der Charaktere - irgendwie finde ich mich darin wieder, auch wenn Strauß von einer völlig anderen Thematik schreibt. Aber diese Antriebslosigkeit, die kann ich im Moment sehr gut nachfühlen. Seit einigen Wochen schiebe ich Sachen auf, die eigentlich in maximal einer halben Stunde erledigt wären. Dieser ganze Papierkram nervt mich zur Zeit unendlich, ich kann ihn nicht ertragen. Immer wieder zwinge ich mich, ihn doch zu erledigen, doch selbst danach stellt sich keine Befriedigung ein. In meinem Kopf spuken viele Dinge herum; Dinge, die ich noch erledigen muss, Dinge, die ich noch dringend erledigen muss, Dinge, die ich noch erledigen will, Dinge, die ich nicht erledigen will, aber doch erledigen muss. Und ich kann mich nicht dazu aufraffen, einen Nachmittag zu investieren und diese Liste einfach Punkt für Punkt abzuarbeiten. Ich komme heim und sehe all das, was mir nicht gefällt, was ich ändern will, doch irgendwie fehlt mir der letzte Funken Motivation, es jetzt zu tun und nicht einfach auf morgen zu verschieben, weil man gerade nicht den Nerv dafür hat. So geht das seit einigen Wochen, die Liste der unerledigten Dinge wird länger und länger und ich unzufriedener und genervter. Es fehlt der große Befreiungsschlag, der diese Liste in meinem Kopf in viele winzige Schnipsel zerreißt.
Es steht einiges an, ich habe neben einigen privaten Dingen auch daran gedacht, den Blog umzugestalten und mit einem veränderten Konzept zu versehen. Aber dazu müsste man eben einmal wirklich Zeit investieren und irgendwie habe ich im Moment nicht die Laune dazu. So wie es im Moment ist kann es nicht weitergehen (dies gilt jetzt vor allem für das Private) - ich warte darauf, dass der Knoten endlich platzt.

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Zwei Fundstücke

22. Juni 2008 · Keine Kommentare

10 Minuten im Internet gewesen und zwei bemerkenswerte Geschichten im Web gefunden.

Zum einen: Party bei IKEA. Eigentlich logisch: Es gibt fertig eingerichtete Zimmer, es gibt Platz - was spricht dagegen? Sehr lustige Idee…

Zum anderen: Dancing Matt. Matt reist durch die Weltgeschichte - und hält überall auf Video fest, wie er tanzt. Das Resultat ist ein wunderbarer Film über die Kulturen dieser Erde, die Menschen und darüber, dass wir letztendlich doch alle gleich sind (o Gott, wie kitschig und idealistisch klingt das denn…). Ich hab in den viereinhalb Minuten viel gestaunt.

DirektMatt, via Nerdcore.

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Zwei Verliebte

3. Juni 2008 · Keine Kommentare

Das Video erschien schon vor längerer Zeit bei Spreeblick, aber ich hatte erst jetzt die Zeit, mir das mal auszutauschen. Johnny hat in seinen Begleitsätzen schon darauf hingewiesen, unbedingt darauf zu achten, welche Blicke Kate Nash und Billy Bragg austauschen. Vor allem bei Nash war es überaus auffällig und einfach sehr süß zu sehen, wie sie ihren Billy ansingt.

Kate Nash & Billy Bragg - The Foundation / New England. (Zwei Songs, den ersten sollte man sich wegen Mademoiselle Nash unbedingt anhören, der zweite ist eher nicht so toll.)


DirektKate+Billy

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Ein Monat im Blog!

31. Mai 2008 · Keine Kommentare

Schon kurze Zeit nach der Eröffnung des Blogs hatte ich ein kleines, ganz persönliches Ziel: Einen Monat lang jeden Tag einen Beitrag veröffentlichen. Ich dachte, es würde eher leicht werden, war es aber nicht. Manchmal will man nichts schreiben, manchmal gibt es nichts zu schreiben, manchmal ist man einfach nicht da, manchmal hat man auch keine Zeit. In mehreren Monaten scheiterte es meistens an einem einzigen Tag.

Dass ich es im Mai schaffen würde, habe ich nicht gedacht. Ich war in Russland - und wie sollte ich von da aus schreiben? Geschweige denn die Zeit finden, etwas zu schreiben? Die Lösung kam mir kurz vor Abflug: vordatierte Beiträge mit dem Programm der Woche, die jeden Tag automatisch veröffentlicht werden würden.

Für die nächsten Wochen und Monate werde ich es wieder ruhiger angehen lassen, mich nicht mehr jeden Tag zwingen, etwas zu schreiben. Hab ich ja jetzt schon geschafft, einen ganzen Monat lang.

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Vote for Max now!

28. Mai 2008 · Keine Kommentare

Ich hab hier ja schon vor ein paar Wochen erwähnt, dass ich bei MC Winkels Strandblogger-Contest mitgemacht habe. Inzwischen gibt es eine Umfrage, wer denn nun der Strandblogger 2008 ist. Und wer ist das? Klar, der Max. Also fast. Also wenn ihr euch anstrengt. Und so.

Auf dieser Seite findet ihr die Abstimmung, meinen Namen kennt ihr - ihr wisst also, wo ihr klicken müsst. :-D

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