Max macht Abitur

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Tarantinos „Inglorious Basterds“

12. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Wenn Quentin Tarantino einen neuen Film dreht, dann ist der Hype groß. Wenn man erste Bilder davon sieht, quadriert sich der Hype schlagartig. Ach ja, seit heute ist der Trailer zum neuen Tarantino-Film „Inglorious Basterds“ draußen.

Thema? Brad Pitt stellt ein Team von Soldaten zusammen, die im 2. Weltkrieg hinter den deutschen Linien abgesetzt werden und so viele Nazis wie möglich töten sollen. Ziel: Terror und Schrecken unter den Deutschen verbreiten.

Wenn der Film nicht von Tarantino kommen würde, dann wäre er purer Trash, so ist er Trash-Kultur. Die ersten bewegten Bilder aus dem Film sind ganz nett, aber ich hoffe für Tarantino und den Film, dass er noch einiges in petto hat.


DirektBasterds, via 5 Filmfreunde

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Facharbeit und Helmut Schmidt

23. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

So, der Rohentwurf des zweiten Blocks der Facharbeit ist jetzt fertig; es fehlen noch die genauen Einzelnachweise bei einigen Zitaten, das werde ich wahrscheinlich und hoffentlich morgen noch erledigen können. Es ist schon jetzt absehbar, dass mein Textentwurf zu lang wird, meine ersten beiden Blöcke sind im Moment zusammen 20 Seiten lang, also die eigentlich veranschlagte Maximallänge. Wenn das so weitergeht, werde ich die Arbeit am Ende um etwa ein Drittel kürzen müssen, vermutlich wird es etwas weniger. In die ersten beiden Blöcke hatte ich mich detailliert eingearbeitet, beim dritten Block ist schon absehbar, dass ich sowieso nicht so ausführlich werden kann, ich werde also mehr Überblicksdarstellungen liefern müssen.
Ist aber auch ganz angenehm. Wie schwer das Kürzen mir noch fallen wird, werden wir sehen. Ich rechne inzwischen damit, vielleicht noch die letzten Ferientage dafür verwenden zu können, wenn alles gut läuft. Im Moment bin ich recht zuversichtlich und ich denke, der große Druck ist erst einmal weg, wenn der dritte Block auch noch steht.

Ich habe vorhin – nachdem meine Facharbeits-“Pflicht“ erfüllt war und ich zur „Kür“ ;-) noch etwas an den Zitaten geschraubt habe – ein ZDF-Porträt über Helmut Schmidt gesehen, der heute 90 wird (gibt es eigentlich Medien, die das nicht erwähnen?!). Es lief gestern nacht im Fernsehen und ist in der ZDF-Mediathek abrufbar (dauert 57 Minuten und ist wirklich sehenswert, viele Stimmen, u.a. von Kissinger, Giscard d’Estaing, Antje Vollmer und auch Helmut Schmidt selbst): Helmut Schmidt – Der deutsche Kanzler
Besonders beeindruckt hat mich der letzte Satz, den Schmidt in der Sendung sagt: „Salus publica suprema lex.“ Das Wohl des Volkes ist oberstes Gesetz. Das macht für mich einen wichtigen Teil der Persönlichkeit Helmut Schmidt aus, dass er einerseits ein harter Hund ist, der kaltblütig Entscheidungen treffen kann, andererseits aber auch erkennt, dass er gewisse Grenzen nicht überschreiten kann und darf.

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Helmut Schmidt wird 90

23. Dezember 2008 · Kommentar schreiben

Alles Gute, Helmut Schmidt!

Eine der faszinierendsten Persönlichkeiten unseres Landes wir heute 90 Jahre alt. Als Hamburger Innensenator, Bundesminister und Kanzler kultivierte er Disziplin, kämpfte gegen den RAF-Terror und steuerte die Bundesrepublik – zum Guten, wie viele meinen.

Sandra Maischberger begleitete Helmut Schmidt «außer Dienst» ein Jahr lang für den NDR. Es entstand ein Porträt von einem deutschen Bundeskanzler a.D., der weit über seine Amtszeit hinaus die Menschen in diesem Land beeinflusst hat.


Direkt – Teil 1


Direkt – Teil 2


Direkt – Teil 3


Direkt – Teil 4


Direkt – Teil 5


Direkt – Teil 6


Direkt – Teil 7


Direkt – Teil 8


Direkt – Teil 9

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Mogadischu in der ARD

1. Dezember 2008 · 1 Kommentar

Gestern abend war RAF-Zeit in der ARD. „Mogadischu“ behandelt die Entführung des Lufthansa-Flugzeugs „Landshut“, das nach mehreren Zwischenstationen schließlich in Somalia landet. Die GSG 9 befreit das Flugzeug, alle Geiseln (mit Ausnahme des bereits zuvor von den Entführern erschossenen Piloten Jürgen Schumann) überleben, die Bundesrepublik Deutschland setzt im Deutschen Herbst 1977 ein erstes wirkungsvolles Zeichen.

„Mogadischu“, so konnte man in vereinzelt hören, soll der bessere „Baader-Meinhof-Komplex“ sein, ein herausragender Fernsehfilm, ausgezeichnet besetzt und vom Regisseur Roland Suso Richter authentisch inszeniert. Nadja Uhl, die eine der Hauptfiguren des Films, eine Stewardess, spielt, erzählte in einem Interview, dass Richter seine Darsteller immer wieder in ungeplante Szenen warf, um ein Gefühl für die Beklemmung und den physischen wie mentalen Terror zu transportieren.

„Mogadischu“ ist ein guter Fernsehfilm, der auch auf DVD funktionieren wird. Er bietet Nähe – mal gewollt, wie bei Bundeskanzler Schmidt, mal erzwungen, wie an Bord der Landshut -, er zeichnet Charaktere, er liefert ein Bild der Zeitumstände aus der Perspektive der Opfer. Aber: Mehr ist er nicht. Die klaustrophobische Situation im Inneren der Landshut wurde selten ausgenutzt. Die Entführer tragen Che-Guevara-Shirts, auf denen kein Schweißfleck zu sehen ist. Den Passagieren rinnt hin und wieder der Schweiß über die Stirn, aber eine Vorstellung, wie es in dem Flugzeug wohl riechen mag, wenn knapp hundert Menschen fünf Tage in katastrophalen hygienischen Bedingungen (und teilweise mit der Leiche des Kapitäns) zusammen leben müssen, lässt sich nicht vermitteln. Der Terror kann nur angedeutet werden.

Der Film ist nicht so sehr Hollywood-Kino wie „Der Baader-Meinhof-Komplex“, er bietet keinen Grobabriss der Geschichte, sondern geht in die Details. Er deckt die Verbindung zwischen den palästinensischen Entführern, der PFLP und dem sowjetischen KGB auf. Er zeigt Helmut Schmidt als aufrechten Entscheider, etwas zurückgezogen und sehr sachfixiert. Er zeigt GSG-9-Chef Wegener, der mit seinen Männern um jeden Preis das Ruder herumreißen und weiteren Terrorismus im Keim ersticken will, aber die politischen Feinheiten und Umstände in den afrikanischen Ländern nicht verstehen kann. Er zeigt Hans-Jürgen Wischnewski, den Gesandten der Bundesregierung, als verständnisvollen Verhandler, der mit seiner sanften Diplomatie überhaupt erst den Einsatz für die GSG 9 bereitet hat.

In dieser Wertung ist „Mogadischu“ ein sehenswerter Film, und, vor allem wenn man die bisherigen Produktionen des Regisseurs heranzieht, die eher Sat1-Sonntagabendkino sind, außerordentlich gut. Aber: Er versucht die Opfer zu inszenieren, ohne den Zuschauer selbst zu einem zu machen. Immer wieder hat man Gelegenheit, der Enge des Flugzeugs zu entfliehen und ins ferne Deutschland, in den Tower des jeweiligen Flughafens oder in die Umgebung zu blicken. Wie wäre es gewesen, wenn der Film den Zuschauer nicht zu einem Beobachter, sondern zu einem Beteiligten gemacht hätte, an seinen festen Sitz gekettet und abhängig von den Launen der Entführer?

Nachtrag
Im Anschluss an die Sendung war bei Anne Will unter anderem Jürgen Vietor zu Gast, der Co-Pilot der entführten „Landshut“. Halb von selbst, halb von Will gelenkt kam die Runde schließlich auf das Thema Christian Klar. Peter Scholl-Latour erklärte, Klar und seine Entlassung seien ihm völlig egal – von ihm aus könne man, wenn die Todesstrafe im Gesetz verankert wäre, Klar auch hinrichten, das wäre ihm gleich. Mit dieser etwas kruden These konnte der Rest spontan nichts anfangen und verstand sie als Plädoyer für die Todesstrafe, was Jürgen Vietor dazu brachte, die Menschen in zwei Gruppen einzuteilen: Die einen, die für Gnade und Vergebung seien, und die anderen, denen „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ geläufiger sei. Er selbst zählte sich zur letztgenannten Gruppe.
Die Diskussion war ab diesem Punkt gescheitert, alles drehte sich nur noch um die Todesstrafe und man widersprach sich gerne selbst. Es war von da an nicht mehr zuzuordnen, wer jetzt genau für was war, aber eines war am Ende klar: Alle beanspruchten für sich, den Rechtsstaat zu vertreten, – und alle forderten härtere Strafen. Von einer Diskussion um die zu kurz kommenden Opfer der RAF schwenkte man schnell um auf die Täter, die unwidersprochen als Gewaltkriminelle bezeichnet wurden. Das Argument des ehemaligen FDP-Innenminister Gerhart Baum, dass ihnen dann eben auch eine gewöhnliche Behandlung zustehen würde, was die Möglichkeit des Freikommens bedeutet, blieb ungehört.
TV… und so schreibt:

Der Protest und die kruden Todesstrafe-Diskussionen, die die irgendwie vom RAF-Terror Betroffenen medienwirksam immer wieder inszenieren stellt rechtsstaatliche Grundsätze und dem auf Schutz der Bevölkerung und Resozialisierung ausgerichteten Strafvollzugs gefährlich in Frage. Wenn sich das Opfer bzw. deren Angehörige eine Strafe so auch den Tod für den Täter wünscht, mag das absolut nachvollziehbar sein. Dafür kann man viel Verständnis haben. Sobald sie in der Öffentlichkeit stehen und an politischen Diskussionen teilnehmen, (…) ist es gefährlich, dumm und populistisch, seine eigenen Rachegelüste nicht im Griff zu haben.

Malte (dessen Texte ich oft nicht mag, diesmal aber schon) meint bei Spreeblick:

Selbst Christian Klar und selbst ein sadistisch motivierter Kindermörder fallen nicht aus dem Geltungsbereich des Grundgesetzes heraus. Gerade weil wir von Natur aus grausamer, hinterhältiger und rachsüchtiger sind als jedes andere Tier, schützen wir uns selber vor unseren niedersten Trieben, indem wir jeden Menschen unter diesen besonderen Schutz stellen: Seine Würde ist unantastbar. Sogar wenn er alles dafür getan hat, eine Schande für seine Art zu sein.
Strafrecht und seine Vollstreckung genügen nicht dem Bauchgefühl und sind mit Sicherheit nicht dazu geeignet, dem Opfer eines Verbrechens den Schmerz zu nehmen. Die Justiz hat eine lange Entwicklung hinter sich bringen müssen, um zu erkennen, dass auch Mörder Menschen sind. Dass auch Mörder Menschen sind, ist ein Satz, der sich wahnsinnig leicht hinschreiben lässt, und den man ungeheuer schwer einem Opfer ins Gesicht sagen kann. Trotzdem hätte ich mir gewünscht, dass Anne Will sich getraut hätte, zu erklären, warum wir Mörder nicht töten.

Zu Jürgen Vietors These, Todesstrafe sei human, fällt mir nur eines ein: Angriff ist Verteidigung, Krieg ist Frieden.

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Der Baader-Meinhof-Komplex

19. September 2008 · Kommentar schreiben

Ich hab ihn nicht gesehen, aber Cem, Pepe und bosch waren bereits auf Pressevorführungen. Interessante Berichte, klingt alles sehr gut. Ich werde ihn wohl erst in der Woche nach der Premiere sehen können, in der kommenden Woche sind die Russen in Deutschland und das Programm dicht gepackt. Da mal eben zweieinhalb Stunden für einen Kino-Besuch rauszusäbeln ist ein Ding der Unmöglichkeit. (Ich denke mal, wir werden vom Sozialkunde/Geschichte-LK her ohnehin „freiwillig verpflichtet“ werden, in den Film zu gehen…)

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