Max macht Abitur

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Konstanz calling!

8. März 2009 · Kommentar schreiben

Wie schon im letzten Beitrag angedeutet, war ich vergangene Woche in Konstanz. Ich wollte mir die Uni ansehen und erkunden, ob es ein geeigneter Studienort für mich wäre. Im Moment bin ich nicht schlauer als vorher, aber vielleicht braucht es auch etwas Zeit, bis sich das Erlebte setzt und man klarer und rationaler nachdenken kann.

Am Dienstag ging es direkt nach der Mathe-Klausur los. Ein Zwischenstopp bei Burger King, ein FastFood-Mittagessen, dann ab auf die Autobahn und auf nach Konstanz. 4 Stunden später kletterte ich aus meinem Gefährt und stand am Bodensee.
Ich hatte mir ein Zimmer in einer Jugendherberge gemietet, das ich mit drei weiteren Leuten teilte. Den ersten Mitbewohner, dessen Namen ich vergessen habe, lernte ich unmittelbar nach meiner Ankunft kennen. Er ist Franzose, hat zwei Jahre lang in Irland gearbeitet und reist im Moment als Backpacker durch Europa. Seit Anfang Januar ist er in Deutschland und will hier noch etwa bis Ende März bleiben, dann geht’s weiter nach Osteuropa. Irgendwann muss er mal wieder für ein halbes Jahr arbeiten, damit er wieder Kohle fürs Reisen hat, denn ihn zieht’s praktisch immer auf Tour. Ein ziemlich schräger Vogel…

Ich hab nur kurz meine Sachen in den Schrank geschmissen und bin dann mit dem Bus in die Altstadt gefahren. Erste Ernüchterung: Auch hier sind die Busfahrer gerne mal ziemlich arschig drauf. Naja… Im Bus dann auch die erste Bemerkung zur Uni: Irgendwer telefonierte mit einem Studenten, der im Moment Prüfungen hatte, und erzählte von Dauerlutschern als motivierendes Geschenk.
Im Prinzip sieht die Innenstadt von Konstanz so aus wie Erlangen, nur mit mehr Geld in der Hinterhand. Die Nähe zur Schweiz merkt man aber auch bei den Lebensmittelpreisen, die billigsten Döner kosten 3,50€ und in einem Restaurant kosten in der Regel alle Hauptgerichte zweistellige Summen. Ich hab mich nach längerem Herumlaufen bei einsetzender Dunkelheit für ein griechisches Restaurant entschieden und saß zufällig neben einer Gruppe von Professoren, die sich über eine zu besetzende Professorenstelle für Angewandte Analysis, die Bewerber hierfür und die Vorteile des Bachelor-Systems unterhalten haben (Uni-Eindruck Nummer Zwei nach dem Telefonat im Bus). Ziemlich seltsam, sobald ich in der Stadt war, haben sich alle um mich herum über die Uni unterhalten.
(By the way, der Grieche war klasse! Ich hatte einfach nur Gyros bestellt, als Vorspeise wurde mir auf Kosten des Hauses ein Bauernsalat hingestellt und bei den Gyros gab’s als Beilage frittierte Kartoffelscheiben, die so ähnlich wie Pommes schmeckten – aber viel besser.)

Danach ging’s mit dem Bus wieder zurück in Richtung Jugendherberge, ganz nebenbei hatte man auf dem Weg einen fantastischen Blick über den Bodensee und all die angestrahlten Gebäude am Ufer. Ich musste so ein kleines bisschen an Venedig denken… :-D
In der Jugendherberge war dann das Zimmer komplett versammelt: Neben dem bereits erwähnten Franzosen und mir waren da auch noch Andrei/j/y – gut gebräunt und mit Hamburger Akzent – und Christoph – Zivi aus dem Allgäu und auch wegen den Studientagen der Uni in Konstanz. Vor allem mit Christoph hab ich mich noch länger unterhalten, er will auch Politik- und Verwaltungswissenschaft studieren und hatte sich das an diesem Tag schon angeschaut. Wir beschlossen, am nächsten Tag gemeinsam zur Uni zu gehen, am Vormittag sollte es eine große Eingangsveranstaltung geben.
Wir sicherten uns frühzeitig Plätze im Audimax, der mich ziemlich beeindruckt hat. Ich kannte schon den aus Erlangen, aber in Konstanz war es kleiner, neuer und man hatte einen richtig fetten Beamer in die Wand integriert. Wie gesagt, als wir uns Plätze suchten (auf etwas seltsamen Drehstühlen, nicht die gewohnten herunterklappbaren Sitze) war noch sehr viel frei, das änderte sich mit der Zeit. Vor allem zwei Minuten vor Veranstaltungsbeginn schwappte noch einmal eine gewaltige Schülermenge in den Saal und verteilte sich auf die Treppen und auf die Empore – der Rest war bereits belegt.

Der ganze Bohei fand im Prinzip nur für eine Begrüßung durch das Rektorat, die Studienberater und eine Studentin statt. Es gab keine Infos, die man nicht irgendwie anderweitig hätte recherchieren können. Neben Christoph und mir saßen ein paar Schüler aus der Region, die an ihrer „Ich bin heute hier, weil ich keinen Bock auf Schule hab“-Pose feilten. Nach einer knappen Stunde war’s dann rum und ich konnte endlich aufs Klo ;-)

Ganz im Ernst: Die Uni ist ein Irrgarten! Ich hatte einen übersichtlichen Gebäudeplan ausgedruckt, außerdem war für die Schüler der Weg zu den einzelnen Veranstaltungen ausgeschildert – und trotzdem war ich mir selten sicher, ob ich gerade auf dem richtigen Weg war… Die Uni hat ihre Gebäude tatsächlich von A bis Z benannt, außerdem gibt’s verschiedene Ebenen, also Stockwerke. Weil das ganze Gebäude aber am Hang steht, ist die Ebene auf Höhe des Audimax aber nicht 1, sondern 5 oder 6. Ich musste in D 434 und hab darauf gehofft, den anderen Schülern hinterherlaufen zu können. Hat nicht geklappt, ich musste selber suchen, hab’s dann aber doch irgendwie gefunden. Ich glaube, als Student sind die ersten Wochen und die Wege von Raum zu Raum der pure Horror…

Die Veranstaltung selbst war dann ziemlich informativ, der Studiengang wurde detailliert vorgestellt und natürlich auch beworben. Danach hat noch ein Student, der im Sommer seine Bachelor-Arbeit schreiben wird, seine eigene Einschätzung geliefert und Fragen beantwortet.
Anschließend bin ich mit Christoph in die Mensa (mit atemberaubendem Blick über den Bodensee), in die sich unzählige Schüler drängelten. Mittagessen, nett unterhalten, voneinander verabschieden und hoffentlich im Herbst wiedersehen. :-D Tankstopp in der Schweiz, dann Heimweg und übers Navi ärgern, schließlich doch ankommen. Erschöpft, aber ein ganz gutes Gefühl. Erst mal Abstand gewinnen, dann noch einmal über Vor- und Nachteile nachdenken.

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Nur die Harten kommen in den Garten

7. März 2009 · 1 Kommentar

Mann mann mann, was war denn das für eine Woche?! Dass es kein Zuckerschlecken würde, war bereits im Vorfeld klar. Mittendrin war’s auch okay. Aber wenn man danach auf die Woche zurückblickt, dann war das schon durchaus mit einem Haufen Arbeit verbunden.

  • Montag: Mathe lernen, meine Sachen für Konstanz packen, Sport, Sachen packen, ins Bett gehen
  • Dienstag: Mathe schreiben, direkt danach nach Konstanz fahren (4 Stunden). Essen gehen, Leute kennenlernen, Reli lernen, schlafen.
  • Mittwoch: Sachen packen für die Heimfahrt, Uni anschauen, Mittagessen, nach einem Schlenker über die Schweiz (für 43€ vollgetankt!) heimfahren, Reli lernen, Abi-Zeitungs-Sachen vorplanen
  • Donnerstag: Reli schreiben, Abi-Zeitungs-Sachen organisieren und koordinieren, Sachen für Theater vorbereiten, Angebot für Peter-Fox-Karte (für den nächsten Tag, also Freitag) ausgeschlagen, weil eh schon müde und zu viel zu tun und zu kurzfristig.
  • Freitag: In Englisch unproduktiv gewesen, in Deutsch produktiv gewesen, in Bio mittelproduktiv gewesen. Müdigkeit macht sich bemerkbar. Sachen für Theater vorbereiten, mich durch die liegengebliebenen Dinge wühlen.
  • Samstag: Um 7 Uhr aufstehen, Wasserwacht. Anstrengende Kombination von Kindern in meiner Gruppen, viel Diskussion um Grundsätzliches, wenig Disziplin. Aber: Strafbahnen zeigen Wirkung. Danach Theater. Bis 16:30. Immer noch liegengebliebene Sachen aufarbeiten.
  • Ausblick auf Sonntag: Theater. Immer noch Sachen aufarbeiten, hoffentlich endlich damit fertig werden. Volleyball-Skript lesen.

Das war die Woche im Kurzüberblick, ich war an verschiedenen Stationen gut ausgelastet, hab – außer in der Schule Volleyball – kein einziges Mal Sport gemacht und bin irgendwie müde. Außerdem wurde mir heute vor Augen gehalten, dass wir in acht Wochen Abitur haben…

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Ferien? Eher nicht.

20. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Offiziell sind in Bayern jetzt erst einmal eine Woche Faschingsferien, die Realität sieht für mich etwas anders aus. (Die letzten Tage war ich nicht in Schreiblaune, deswegen ein kleiner Nachklapp.)

Ich überlege gerade, wie man es angenehm zweideutig formuliert, dass man jetzt auch die Mädelsdusche vom Hallenbad von innen kennt. Meine ganzen (Formulierungs-)Versuche waren aber Murks und deswegen bleibt das jetzt so stehen und jeder kann sich seine eigene kleine Geschichte dazu ausdenken. :-D Eigentlich könnte ich die Spekulationen noch etwas anheizen, indem ich hinzufüge, dass sich gleich zwei junge und gutaussehende Damen meine Anwesenheit wünschten… :-D

Donnerstag hatten wir die beste Sozialkunde-Stunde seit langem. Großes Thema war natürlich die Schaeffler-Demo vom Vortag, die meiner Meinung nach ganz gelungen eingeordnet und in den Unterricht eingebunden wurde. (Könnte aber auch daran liegen, dass ich als Interviewer ziemlich unter Strom stand und keine Sekunde Zeit hatte, um mich zu langweilen, was vielleicht auf den Bänken passierte – aber da weiß ich nix, da konnte ich nicht darauf achten.) Und dass wir dann sogar noch den Bogen zum tatsächlichen Stoffgebiet gekriegt haben, war schon ziemlich gut. So macht das Spaß! :-D

Spitzenmäßig war heute auch mein Schultag: von 6 Stunden sind 4 ausgefallen, ich musste nur für Deutsch erscheinen (aber der Herr Tichi ist sowieso nie krank, das grenzt schon an ein Wunder). Englisch (mündliche Prüfung der 10. Klassen), Bio (soweit ich weiß eine Sitzung) und Mathe (irgendwas, stand aber auch schon vorher fest) fanden nicht statt, weswegen ich länger schlafen und früher heimgehen durfte.

Die vierte frohe Botschaft kam vorhin per E-Mail. Nur so viel:

Hallo Herr Alletsee,
sie haben Glück. Sie werden voraussichtlich als einzige Ferienkraft eingestellt.

Der Rest von der Nachricht war dann nur noch so mittelwichtig, die paar Zeilen haben mir aber auf jeden Fall den Tag heute versüßt.

Daneben gibt’s aber auch Bad News, konkreter: Die Mathe-Klausur nach den Ferien. Ich hab vorhin angefangen, den Stoff zusammenzufassen. Und: Das ist ganz schön viel, sehr viele Spezialfälle etc. Lustig wird das mit Sicherheit nicht. Erschwerend kam noch hinzu, dass mein Bruder sich immer dann mit seinem neuen Autorennspiel beschäftigte (und den Bass aufdrehte), als ich Mathe machen wollte. Hrmpf. Dann halt morgen weiter. Hoffentlich.

Um jetzt (gegen Ende des Beitrags) mal auf die Überschrift zurückzukommen: Ferien wird man aus meiner Sicht die nächste Woche wohl nicht nennen können. Wir haben drei bis vier Theaterprobentage geplant, dazu muss mein Auto in die Werkstatt und zum TÜV (habe mit Schrecken festgestellt, dass das nur noch für den Februar TÜV hat – argh!), zwei Klausuren (Mathe hab ich ja schon erwähnt, dazu Reli) wollen vorbereitet werden, ich hatte mir vorgenommen, meine Berichte über Kollegiaten für die Abi-Zeitung zu schreiben (und evtl. einen von zwei LK-Berichten), daneben muss auch noch einiger Abi-Zeitungs-Orga-Kram erledigt werden und außerdem fahr ich in der Woche nach den Ferien einen Tag nach Konstanz, wo noch einiges organisiert und geordnet werden muss. „Ferien“ sehen anders aus, es sind eher Nicht-Schul-Tage, die anderweitig mit Arbeit befüllt sind.

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Schleppend, sehr schleppend

17. Dezember 2008 · 3 Kommentare

Heute sollte es mit der Facharbeit weitergehen, der zweite Block sollte als Text im Rechner landen. Sollte. Tat er nämlich nicht.

In den letzten Tagen war ich mit vorbereitenden Arbeiten für den zweiten Akt Block beschäftigt. Ich hab verschiedene Texte im Hinblick auf einen Aspekt geschrieben und brav exzerpiert – ein Zettel pro Aufsatz. Der Gedanke dahinter: Am Ende musste ich nur noch aus den Exzerpten einen homogenen Text zusammenbauen und alles wäre super. Dazu braucht man allerdings eine ziemlich gute Konzentration, die ich heute einfach nicht hatte. Irgendwas war immer. Ich saß da, hab mich mit meinen verschiedenen Zetteln abgequält, verglichen, angestrichen, zusammengesetzt, geschrieben, wieder gelöscht, gesucht, gefunden, eingefügt. Richtig produktiv war’s nicht. Eine Seite innerhalb von zwei Stunden. Geht nicht.

Irgendwann hab ich’s abgebrochen, morgen werde ich den Plan wahrscheinlich ändern: Ich werde mir die Zitatblöcke für jeden Punkt vorbereiten und dann daraus einen Abschnitt schnitzen. Hoffentlich klappt das besser…

Nachtrag:
Bin soeben vom Weihnachtskonzert des Gymnasiums zurückgekommen. Sehr schön! Letztes Jahr kamen wir 35-40 Minuten vor Beginn, mussten uns in eine Ecke quetschen, haben weder Orchester noch Chor gesehen, sehr gefroren un es eher so mittelmäßig gefunden. Dieses Jahr waren wir eine Stunde vorher da, hatten einen guten Platz, haben alles gesehen und gehört und es sehr genossen. Hat sich gelohnt!

Ein ganz besonderer Höhepunkt war Alexander Krisch, der Flöte und Klavier spielte. Hört sich jetzt relativ profan an, war aber wirklich sehr berührend. Der wird mal ein Großer!
Man muss dazusagen: Der Junge geht in die 6. Klasse; ich kenne ihn, weil er letztes Jahr am Vorlesewettbewerb teilnahm, in dessen Jury ich saß (ich meine mich an zwei Sachen zu erinnern, jedes Mal ohne Garantie, aber ich bin mir ziemlich sicher: er hat den Wettbewerb damals gewonnen, seine Mutter ist professionelle Opern-Sängerin).
Der kleine Alexander spielte sehr routiniert, sehr sicher, sehr schön. Ich hab bei seinem Flöten-Auftritt wirklich mit den Tränen gekämpft.

Abgesehen von Alexander war auch der Rest des Konzerts wirklich gut, vor allem das Kammerorchester zu Beginn des Konzerts hatte sich ein sehr schönes Stück ausgewählt.
Schön ist auch immer wieder, auf dem Weihnachtskonzert Leute zu treffen, die man lange nicht gesehen hat. Beim Rausgehen bin ich zufällig der Alex über den Weg gelaufen, meiner ehemaligen Wasserwacht-Trainerin, die vor drei Jahren nach Innsbruck gezogen ist – und heute haben wir uns ganz zufällig wieder gesehen. :-D Ich finde, es hat etwas ungemein Beruhigendes, wenn man weiß, dass man im kommenden Sommer diese Schule verlassen wird, aber dann doch zu solchen Anlässen wiederkehrt und noch einmal mitbekommt, wie sich alles entwickelt. Es hört sich vielleicht pathetisch an, aber ich liebe diese Schule für die Kultur, die sie zelebriert; mich beeindruckt es ungemein, dass junge Menschen mit einem gemeinsamen Ziel und einer ungeheuren Kraft solche Erlebnisse bescheren. Bildung meint nicht Ausbildung, sondern Gebildetheit – und dass meine Schule dies fördert und transportiert und erlebbar macht, dafür bin ich ihr von tiefstem Herzen dankbar.

Dementsprechend glücklich habe ich am Ausgang auch meinen bescheidenen Teil dazu getan, die Fachschaft Musik zu fördern – und kam in all dem Gedränge gar nicht mehr dazu, dem kleinen Alexander, der den Spendenkorb bereithielt, zu sagen, wie sehr er mich beeindruckt hat (ich habe mir fest vorgenommen, es ihm zu sagen, wenn er mir zufällig über den Weg läuft).

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Zu viel Arbeit, zu wenig Zeit

23. November 2008 · 2 Kommentare

Ich verbringe im Moment möglichst viel Zeit stehend. Hab’s gestern abend geschafft, auf dem ersten Eis des Jahres auszurutschen und richtig schön auf den Hintern zu fallen. Schöner blauer Fleck, zum Glück nur eine Seite (man kann schön verlagern)… :-D

Wir schreiben kommende Woche Mathe- (Dienstag) und Religion-Klausuren (Donnerstag), am Wochenende ist Theater und ein Theaterbesuch in Nürnberg (Orestie) angesagt, in der Woche darauf steht meine vorerst letzte Klausur an: Sozi/Geschichte.
Heute dann auch noch wichtiger Termin: Der Freundeskreis Höchstadt-Krasnogorsk hat das 5-jährige Bestehen gefeiert, ich sollte zusammen mit Silvie den Schüleraustausch dieses Jahres präsentieren. In den Herbstferien haben wir unsere Bilder zusammengestellt und waren eigentlich ganz zufrieden. Letzte Woche gab’s dann noch einen Spezialauftrag: bestimmte Bilder sollten eher nicht erscheinen (Inneneinrichtung von russischen Wohnungen – hatten wir eh nicht drin), bestimmte Bilder sollten unbedingt erscheinen (der russische Landrat, weil er auch zu Gast sein würde). Also noch einmal durchgesucht, Bilder rausgeschmissen, andere reingenommen, Seiten umstrukturiert und alles auf Hochglanz poliert.
Heute abend war’s dann so weit, nachdem sich der Rest des Programms etwas verzögert hatte, waren wir nach etwa zwei Stunden an der Reihe. Ich hatte mir ein paar Moderationskärtchen vorbereitet, aber musste gleichzeitig auch noch ein Mikrofon halten – etwas zu viel für Leute, die nicht unbedingt geborene Multi-Tasker sind. Ich hab dann größtenteils freestyle gehalten und hatte einige meiner vorbereiteten Sätzchen im Kopf. Es ging ziemlich flott durch, obwohl ich angeblich nicht mal so extrem schnell geredet habe (yeah!). Ich hab nicht auf die Uhr geschaut, aber Silvie und ich haben wohl so 6-7 Minuten gebraucht.

Danach haben wir Getränke ausgeschenkt (eigentlich Ivos Job, aber der war nicht da und hat auch auf meine SMS nicht reagiert – irgendwie scheiße [Anmerkung: Ivo sieht das anders und hat das in den Kommentaren auch so zum Ausdruck gebracht]) und noch dicke Lob abgestaubt. Eine ganze Reihe Leute hat uns gesagt, dass sie die Präsentation gut fand, so kurz, knackig, lebendig, so ein Kontrast zu gelegentlich langatmigeren Politikerreden. Geht natürlich runter wie Öl.
A propos „runter wie Öl“: Um den Russland-Klischees Rechnung zu tragen, gab es natürlich auch Wodka. Insgesamt waren zwei Flaschen da, weil man damit gerechnet hatte, dass viele keinen trinken würden. Naja, Silvie und ich haben einen Shot nach dem anderen gefüllt. Wasser, Apfelschorle und O-Saft gingen alle schleppend weg, aber mit dem Wodka kamen wir gar nicht nach. (Manche haben gleich vier Gläschen mitgenommen – ich denk mal, nicht nur für sich selber…) :-D Ich hab keinen Überblick, wer da wie viel getrunken hatte, aber irgendwann war der Wodka alle und ich denke nicht, dass da der Bedarf schon gedeckt war. ;-) (Also nicht dass da der Eindruck entsteht, alle hätten gesoffen wie die Löcher, es hat einfach niemand damit gerechnet, dass da jeder im Schnitt einen bis zwei Wodka trinken würde. Dass uns dann so die Bude eingerannt wurde, war dann irgendwie lustig.)

(Kurzer Nachtrag: Herr Hagen forderte Erwähnung im Blog – „du schreibst doch so Tagebuch“ -, die soll er bekommen. Zum Beispiel könnte ich hier schreiben, dass er O-Saft forderte, während seine Frau Wasser trank. Oder dass er sehr diskret das letzte Teil vom Büffet mitnahm – sieht so aus, als würde er das öfter machen, sehr elegant ;-) )

- Currently listening: Tomte – Du bringst die Stories (Ich bring den Wein). „Lass es ruh’n, lass es sein, du bringst die Stories, ich bring den Wein.“ Gutes Ding!

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