Max macht Abitur

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Abi-Halbzeit.

11. Mai 2009 · 1 Kommentar

So, seit heute ist die Hälfte meiner Abitur-Prüfungen gelaufen. Sozialkunde/Geschichte stand auf dem Plan. Uns würde angekündigt, wir würden alle von halb neun bis eins durchschreiben und schwitzen. Stimmte eher nicht – ich hab zwar lang und konzentriert gearbeitet, war aber trotzdem vorher fertig.

Die Aufgaben selbst bestanden aus Licht und Schatten.
Sozialkunde war eher Licht: Es ging um die UNO und um Entwicklungspolitik. Dazu zwei Quellen. Dauerte lange, war aber nicht schwer. Die Erörterung zum Thema „globale Entwicklungszusammenarbeit“ war das klassische „Ich hab keine Ahnung, aber wenigstens gute Ideen“-Thema. Insofern: Passt schon. Zweistellig. (Auch die erste Sozi-Aufgabe soll machbar gewesen sein, es ging ganz klassisch um Parteien und die absoluten Standard-Themen: Wie bekommt man die Bevölkerung dazu, sich politisch mehr zu engagieren? Dazu ein Text von Franz Walter, den man ja öfter mal bei SpiegelOnline liest, diesmal ein Text aus der Süddeutschen Zeitung.)
Geschichte war eher Schatten: Die Geschichte der BRD wurde weitgehend ausgeklammert, es ging um die politischen Ereignisse in der DDR 1989 bis zum Mauerfall. Dazu zwei Quellen, ein Text und eine Karikatur. Die Zusammenfassung des Textes ist bei mir eineinhalb Seiten lang – und ich hab nicht mal alle Details erwähnt. Dazu noch ein seltsames Erörterungshema: Die Rolle von Wirtschafts- und Währungspolitik in den Beziehungen der beiden deutschen Staaten bis zum Milliardenkredit 1983 – dafür gab’s 20 Punkte! Mir ist zwar einigermaßen was an Fakten eingefallen, aber die verschiedenen Rollenausprägungen hab ich mehr so angedeutet. Mal schauen, wie das ausgeht. Insgesamt war Geschichte seltsam, man hatte viel mehr zu schreiben als in Sozialkunde und viel komischere Fragenstellungen. Die Abi-Aufgaben aus den vergangenen Jahren schienen mir allesamt leichter. Und: Nur die wenigsten hatten damit gerechnet, dass die DDR so ausführlich drankam, nachdem es schon im letzten Jahr eine 20-Punkte-Aufgabe zur Reformfähigkeit der DDR gab.

Morgen kommt dann noch Deutsch-Abi, auf das man sich sowieso nicht so intensiv vorbereiten kann wie etwa auf Sozi/Geschichte. Bin eigentlich nach wie vor ganz zuversichtlich.

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Vor Sozi/Geschichte

10. Mai 2009 · 1 Kommentar

KategorienMorgen geht’s in die zweite Runde des Abiturs, die Leistungskurs-Prüfungen beginnen morgen. Bei mir: Sozialkunde/Geschichte.

Natürlich ist das Stoffgebiet schier unüberschaubar groß, aber glücklicherweise gehen die meisten Fragen nicht großartig ins Detail, sondern fordern vor allem einen guten Überblick. Und den hab ich hoffentlich.

Seit Tagen lese ich die Texte in den Büchern zum wiederholten Mal und versuche, möglichst viel davon im Kopf zu behalten. Daneben gibt es immer noch eine Aufgabe zur Arbeit an einem Text und Diskussions- und Erörterungsaufgaben.
Diese sind das größte „Problem“, weil man innerhalb kürzester Zeit möglichst viele Aspekte zu einem Thema braucht und diese einordnen können muss.

Zu diesem Zwecke habe ich vor einiger Zeit angefangen, mich detaillierter als vom Lehrplan vorgesehen mit verschiedenen möglichen Themen zu beschäftigen, um einfach noch Fakten in der Hinterhand zu haben. In den letzten Wochen habe ich das intensiviert (sehr empfehlenswert ist die Sendung Hintergrund Politik im Deutschlandfunk, die auch als Podcast abonnierbar und als Transkript im Internet nachzulesen ist) und damit begonnen, mir ein „Factsheet“ zu erstellen: Interessante Fakten zu allen möglichen Themen, eine wilde Mischung von globaler Sicherheitspolitik bis zu den inneren Problemen des Iran, vom MfS bis hin zur letzten Änderung der Bundeswehrstratgie in Afghanistan. Meine Hoffnung: Ich habe viele dieser Fakten im Hinterkopf und kann sie ziemlich universell auf Themenstellungen anwenden. Und natürlich ist klar, dass solche präzisen Argumente besser sind als Geschwafel ohne Hintergrundwissen.
Außerdem habe ich begonnen, Themen in Kategorien zu sehen. Was bedeutet es international, was bedeutet es aus moralischer, territorialer, religiöser, umweltpolitischer Sicht? Damit verbunden ist natürlich das Ziel, in der Abi-Prüfung auch diese Kategorien auf die Fragestellung anzuwenden und dadurch Argumente zu sammeln. (Das Bild oben zeigt meine Kategoriensammlung – supported by Melly -, die ich als Post-It-Zettel an die Wand neben/über meinem Schreibtisch geklebt habe. Immer wieder schau ich mal drauf und versuche, mir ein paar davon zu merken. (Die Kategorien sind übrigens thematisch geordnet!)

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x – 2

6. Mai 2009 · 2 Kommentare

Dieser Artikel sollte eigentlich „x – 3″ heißen und gestern erscheinen, aber der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten der Tag hat nur 24 Stunden und man muss Prioritäten setzen.

Seit einigen Tagen kränkele ich etwas herum, leichte bis mittlere Erkältung, die bis zum Grundkurs-Abi am Freitag natürlich weg sein soll. Was bedeutet: Hier werden alle Register gezogen, von Aspirin Complex bis zum gemütlichen Inhalieren von Eukalyptus-Zeugs.
Ich merke, wie mir diese Erkältung aufs Hirn drückt, im „normalen“ Zustand ist Mathe überhaupt keine gute Idee. Deswegen wird am Freitag auf jeden Fall eine Aspirin als Doping verwendet, danach geht’s nämlich trotz Erkältung gut.

In den vergangenen Tagen habe ich mich fast ausschließlich auf Mathe konzentriert, mein größtes Sorgenkind. Ich habe heute zum ersten Mal ausgerechnet, was meine Probe-Aufgaben so im Abi gewesen wären und bin eigentlich positiv überrascht. (Ebenso wie von meinem Mathelehrer, der mir um 23:10 (!!!) noch E-Mails beantwortet und mir Lösungen zu Abi-Aufgaben zuschickt – danke, Herr Pöllmann! :-D )

Dass ich in den meisten Fächern meine letzte Stunde schon hinter mir habe, habe ich noch gar nicht realisiert. Irgendwie denkt man da im Moment mehr ans Abi.
Ich bin derzeit eigentlich relativ ruhig und arbeite eben hart. Die Panik, die einige in meinen Kursen schieben, ist mir fremd (v.a. im Sozi/Geschichte-LK kommt man sich vor wie im Taubenschlag). Vorbereitet sein, auf gute Aufgaben hoffen und dann ein paar Stunden lang konzentriert arbeiten – das ist meine Devise. Mal schauen, ob die sich bewährt.

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Der Stand der Dinge

30. April 2009 · 19 Kommentare

Ich erlebe gerade die arbeitsreichsten Wochen meines Schullebens – und ich bin nicht allein. Morgen in einer Woche geht’s los mit der ersten Abi-Prüfung (bei mir und vielen anderen Mathe), heute gab’s die letzten Noten und so langsam drehen bei uns anscheinend alle durch. Ich zum Glück noch nicht.

Vorneweg: Ich wollte heute eigentlich ein Foto von den ganzen Abi-Plakaten machen, hab aber mein Handy daheim liegen lassen. Wird also nachgereicht. Besonders schade: Heimars Abi-Plakat wurde abgehängt. Noch ist nicht bekannt, wer schuld ist, aber der Verdacht fällt auf die Schulleitung. Zur Erklärung: Heimars Plakat hing als einziges in den Fenstern des obersten Stockwerks und zeigte, naja, einen Phallus – und dummerweise war gestern Elternabend… :-D
Ich fand das Plakat absolut lustig, vor allem wegen der außergewöhnlichen Platzierung und wollte es eigentlich fotofgrafieren, das hat sich aber wohl erledigt. Inzwischen hängen auch zwei weitere Abi-Plakate für mich: Neben dem Oscar von den Theater-Leuten hat meine Familie noch eins gebastelt („Super-Max“ als Superman mit einigermaßen viel Text – ich hab’s noch nicht geschafft, das wirklich länger anzuschauen) und die Wasserwacht war auch kreativ (sinngemäß: „Wenn du dein Abi nicht packst, kannst du ja wenigstens noch schwimmen“ – sehr aufbauend :-D ).

Heute war dann auch noch einmal die letzte Vollversammlung vor dem Abi mit einigem organisatorischem Kram. Es gab die letzten Noten, die Zulassungen zum Abitur (2 von 117 haben’s leider nicht gepackt), ein letztes Jahrgangsstufenfoto und ganz viel Vorstellung von Abi-Projekten.
Bei meinen Grundkurs-Einbringungen hab ich insgesamt 270 Punkte geholt (von 330 möglichen, mein Durchschnitt der einzubringenden Grundkurse ist etwa 12,3 Punkte); ich hab gerade eben meinen möglichen Abi-Schnitt ausgerechnet. Von 1,2 (wenn ich in allen Abi-Prüfungen 15 Punkte hole – sehr unwahrscheinlich) bis 2,2 (wenn ich in allen Abi-Prüfungen 5 Punkte hole – sehr unwahrscheinlich) ist alles drin. Mit 10 Punkten in allen Abi-Prüfungen wäre ich bei 1,6, mit 11 Punkten bei 1,5. Also: Hoffen wir mal, dass Mathe mich nicht zu sehr runterzieht, in den anderen Fächern bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, eine zweistellige Punktzahl einzufahren.

Danach wurden einige Projekte zum Abi vorgestellt, also z.B. das Abi-Shirt. Vor einigen Tagen hatte man einigen Kursen eine Version des Shirts vorgestellt, bei der statt dem ursprünglich geplanten Totenkopf mit Krone (zum Motto „Der Adel dankt ab“) ein brüllender Affe à la King Kong zu sehen war. Ich vermute mal, dass das ein Scherz der K-Sprecher war, der nur so mittelmäßig ankam (die Meinungen variierten zwischen „einfach nur schlecht“ und „was für Asis!“). Heute gab’s dann aber das echte Shirt zu sehen mit einem durchaus sehenswerten Totenkopf mit Krone – ich hab gleich mal ein T-Shirt und einen Pullover bestellt. :-) (Und einen Auto-Aufkleber, yeeha!) Danach: Noch ganz viel Kram zu Abi-Zeitung, -Gags, -Feier, … Ich erspare die Details.

Der Stress-Pegel steigt derzeitig exponential an, zumindest für die meisten. Immer wieder hört man v.a. Schülerinnen sagen, sie hätten Angst vor dem Abi. Ich geh die Sache realistischer an: So gut es geht vorbereiten und dann das bestmögliche Ergebnis abliefern. That’s it. Was nicht heißt, das ich es locker anginge, im Gegenteil: ruhig und konzentriert.
Die Tage sind derzeit zum Platzen gefüllt mit Arbeit. Mathe ist enorm zeitaufwändig, Sozialkunde/Geschichte auch. Für Deutsch habe ich bislang weniger gemacht, das werde ich aber noch intensivieren. Das größte Problem ist derzeit eigentlich Mathe, genauer gesagt analytische Geometrie. Aber: Üben, üben, üben, arbeiten, arbeiten, arbeiten – und hoffen, dass die Aufgabe angenehm ist und es für eine zweistellige Punktzahl reicht.

Wie ich die Abi-Prüfungen bestreiten werde, muss ich mir noch überlegen. Je nach Bedarf morgens ein Kaffee oder auch nicht, in der Prüfung selbst dann auf jeden Fall eine kleine Mahlzeit, viel Wasser, Traubenzucker, anderer Süßkram und eventuell Aspirin (v.a. Mathe ist ein Aspirin-Kandidat). Und dann eben hoffen, dass die Ausdauer reicht…

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Ich Arbeitstier, ich.

22. April 2009 · 2 Kommentare

Noch in den Ferien hab ich gedacht, dass die Abitur-Vorbereitungen eigentlich eine ganz okaye Sache sind. Konzentriert arbeiten – und irgendwann kann man auch wieder aufhören und die Füße hochlegen. Tja, so kann man sich täuschen, inzwischen brennt der Baum!

Ich hab mir einen täglichen Aufgabenzettel geschrieben, wie ich mich auf die einzelnen Fächer vorbereiten will. Eigentlich keine komplizierte Sache: Täglich mindestens eine Mathe-Abiaufgabe (am Wochenende mindestens 2 pro Tag), jeden Tag in den Geschichte- bzw. Sozialkunde-Büchern lesen und jeden Tag mein Deutsch-Skript oder in der gekauften Reclam-Literaturgeschichte lesen.
Eigentlich keine große Sache, wenn man das konzentriert macht, sollte man meinen. In Wahrheit ist das aber unheimlich zeitintensiv und anstrengend. Ich versuche so gut es geht mein „normales“ Leben aufrecht zu erhalten, sprich: Ich gehe zur Wasserwacht, ich werde am kommenden Wochenende ins Theater gehen (mit den Leuten vom GK Dramatisches Gestalten, yippeh! :-D ) usw. Eigentlich wollte ich auch weiterhin Blog-Artikel schreiben. Ob ich das auch tun kann, kommt auf meine freie Zeit an, die nicht wirklich viel ist.

Im Moment gibt’s halt für mich nur noch ein Motto: Gas geben! Ich hab mir vorgenommen, mir selbst keine Panik vor den Prüfungen zu erlauben, sondern will einfach im Vorfeld genug getan haben, um da beruhigt reinzugehen. Also: Mund abputzen, weitermachen! Ich fasse dann gleich noch ein paar der gelesenen Werke (im Deutsch-LK) zusammen… Muss ja…

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