Max macht Abitur

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21. August 2009 · 4 Kommentare

Vor knapp einem Monat erschien hier der letzte Beitrag. Dies hat einen simplen Grund: Ich habe mein Abitur. Aber: Das Studium, präziser mein Studium, steht vor der Tür. Am Mittwoch, den 19.8., habe ich um 21:33 meinen Zulassungsbescheid von der Uni Konstanz erhalten.

Auch dazu wird es einen Blog geben, benannt nach der Tätigkeit, der ich in den kommenden drei Jahren nachgehen werde: Max ist Student.
Dort geht es also weiter, unter anderem Namen und mit anderen Inhalten. Stay tuned!

(Zu allerletzt noch ein Dank an die 48.898 Leser, die bis zum heutigen Tag dieses Blog besucht haben. Eine Zahl, an die ich vor gut eineinhalb Jahren nicht zu denken gewagt hätte.)

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Was bisher geschah…

15. Juli 2009 · 5 Kommentare

Da sag noch einer, die Zeit nach dem Abi sei stressfrei! Ich kann mich jedenfalls nicht beschweren, dass ich nicht wüsste, wie ich nur den lieben langen Tag verbringe.

Im Moment bin ich dabei, die Bewerbung für verschiedene Studienstiftungen zu regeln. Jedes Mal eine Prozedur, die viel Aufmerksamkeit und Aufwand verlangt. Aber: Geht ja auch um viel.

Die Uni-Bewerbungen habe ich glücklicherweise schon hinter mich gebracht (heute ist die Deadline für zulassungsbeschränkte Studienfächer). Mein Favorit ist Konstanz, von wo ich auch eine Zusicherung habe (bedeutet: mit meinen Noten habe ich den Platz sicher, wenn meine Bewerbung fristgerecht eingeht und inhaltlich korrekt ist). Sicherheitshalber habe ich mich auch noch in Mannheim beworben, in Eichstätt ist mein Wunsch-Studiengang nicht zulassungsbeschränkt – das ist also meine Notfalllösung.

So viel zum Geschäftlichen, aber das ist nicht alles. Unmittelbar nach dem Abi lag ich im Prinzip nur auf der Terrasse oder im Garten, ein Buch in der Hand, die Sonne im Gesicht, leichten Wind im Haar. Oder so ähnlich. Tatsache ist jedoch: Ich hab in den zwei Wochen nach dem Abi mehr Bücher (privat) gelesen als während der vergangenen zwei Jahre.
Daneben hab ich noch irgendwie versucht, den Kontakt zur Schule nicht komplett abreißen zu lassen. Einerseits bin ich froh, dieses Kapitel hinter mir lassen zu können und in einen neuen Lebensabschnitt aufzubrechen. Andererseits bin ich eigentlich immer ganz gerne zur Schule gegangen, habe sie nicht gehasst oder so. Ich komme mit den Lehrern gut klar, ich kam mit meinen Mitschülern gut klar – wieso sollte ich das jetzt auf einmal alles einfach so vergessen? (Ach ja, große Abschiedsparty ist natürlich auch angedacht.)

Daneben sind noch verschiedene andere Sachen in Gang, z.B. werde ich das kommende Wochenende in München verbringen, außerdem muss/darf ich ab nächster Woche mal wieder für Siemens arbeiten. Und ganz nebenbei bin ich auch noch damit beschäftigt, so viel Zeit wie möglich mit meiner Freundin zu verbringen. (Dem geneigten Leser ist es vielleicht noch nicht aufgefallen, aber ein Thema habe ich bislang ausgespart: Love-Content. Kleine Ausnahme jetzt.)

Wie geht es hier weiter? Ich weiß es nicht. Mit mir geht es jedenfalls weiter, so viel ist sicher. Das Abitur ist beendet und damit auch das „Ziel“ dieses Blogs. Seit Ende Dezember 2007 habe ich hier geschrieben, also gut eineinhalb Jahre. Eine schöne Zeit, ich habe sie genossen. Ist das das Ende? Vielleicht. Ich durfte hier in den Kommentaren und per E-Mail einige nette Menschen kennenlernen, mit denen ich teilweise auch heute noch Kontakt habe. Aber natürlich habe ich mich selbst bis zu einem gewissen Punkt „gläsern“ gemacht. Das ist immer reizvoll – auch für mich selbst -, aber nicht risikolos. Deswegen kann ich nicht versprechen, dass es eine „Fortsetzung“ geben wird. Aber zumindest denke ich darüber nach. (Und in jedem Fall wird es noch mindestens einen weiteren Artikel hier geben, und sei es nur, um mitzuteilen, dass das Projekt beendet ist.)

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Ich Krisenkind?

21. Juni 2009 · 7 Kommentare

Der SPIEGEL der vergangenen Woche titelte: „Wir Krisenkinder“. Drüben bei Eva gibt’s übrigens einige kluge Gedanken dazu.

Die Spiegel-Redakteure betrachten die 20- bis 35-Jährigen als Generation der Krisenkinder. Geprägt durch Unsicherheit, durch den 11. September und dessen Folgen, geprägt durch die Finanzkrise. Festanstellung Fehlanzeige. Gemeinschaftssinn verschwunden. Oft unbezahlte Arbeit als Lebensmittelpunkt. Unpolitisch.

Ich bin 19. Bin ich eines dieser Krisenkinder?
In einigen Punkten habe ich mich erkannt. Zum Beispiel in den eher diffusen Vorstellungen der eigenen Zukunft: Ich weiß, was ich studieren möchte. Aber was danach arbeiten? Mal schauen, ein einziger Job bis zur Rente ist ohnehin unrealistisch. Das bedeutet aber nicht, dass ich gleichgültig in die Zukunft gehe, sondern vielmehr davon überzeugt bin, dass Selbstoptimierung die Pflicht dieser Generation und auch ausgefahrene Ellenbogen manchmal unerlässlich sind – denn wenn ich es nicht mache, dann macht es jemand anders.

Ich glaube an meine eigenen Qualitäten. Ich bilde mir etwas darauf ein, an Projekten zu arbeiten, deren Erfolg ich beobachten kann. Ich begreife den Weg in die Selbstständigkeit nicht als den Gang vor die Hunde – im Gegenteil: Als Selbstständiger muss ich mich im Gegensatz zum hierarchischen Aufbau von Firmen nicht mehr ausbremsen lassen von Angestellten, die mit der Methode „Dienst nach Vorschrift“ auf die Rente warten; ich wähle selbst aus, mit wem ich zusammenarbeite und mit wem nicht. Dass Selbstständigkeit ein Leben voll Arbeit bedeutet, nehme ich in Kauf. In etablierten Firmen bleibt mir ohnehin nur noch die Wahl zwischen gnadenloser Ausbeutung, die gelegentlich belohnt wird, und einer 9to5-Aufgabe, in der ich aufs firmeninterne Abstellgleis geschoben werde. Wieso nicht aus diesen Strukturen ausbrechen und selbst darüber verfügen, wie ich mich ausbeute?
Der Gesellschaft im Ganzen wird es langfristig schlechter, aber mir persönlich wird es besser gehen – typische Sichtweise eines Krisenkindes?

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Konstanz calling!

8. März 2009 · Kommentar schreiben

Wie schon im letzten Beitrag angedeutet, war ich vergangene Woche in Konstanz. Ich wollte mir die Uni ansehen und erkunden, ob es ein geeigneter Studienort für mich wäre. Im Moment bin ich nicht schlauer als vorher, aber vielleicht braucht es auch etwas Zeit, bis sich das Erlebte setzt und man klarer und rationaler nachdenken kann.

Am Dienstag ging es direkt nach der Mathe-Klausur los. Ein Zwischenstopp bei Burger King, ein FastFood-Mittagessen, dann ab auf die Autobahn und auf nach Konstanz. 4 Stunden später kletterte ich aus meinem Gefährt und stand am Bodensee.
Ich hatte mir ein Zimmer in einer Jugendherberge gemietet, das ich mit drei weiteren Leuten teilte. Den ersten Mitbewohner, dessen Namen ich vergessen habe, lernte ich unmittelbar nach meiner Ankunft kennen. Er ist Franzose, hat zwei Jahre lang in Irland gearbeitet und reist im Moment als Backpacker durch Europa. Seit Anfang Januar ist er in Deutschland und will hier noch etwa bis Ende März bleiben, dann geht’s weiter nach Osteuropa. Irgendwann muss er mal wieder für ein halbes Jahr arbeiten, damit er wieder Kohle fürs Reisen hat, denn ihn zieht’s praktisch immer auf Tour. Ein ziemlich schräger Vogel…

Ich hab nur kurz meine Sachen in den Schrank geschmissen und bin dann mit dem Bus in die Altstadt gefahren. Erste Ernüchterung: Auch hier sind die Busfahrer gerne mal ziemlich arschig drauf. Naja… Im Bus dann auch die erste Bemerkung zur Uni: Irgendwer telefonierte mit einem Studenten, der im Moment Prüfungen hatte, und erzählte von Dauerlutschern als motivierendes Geschenk.
Im Prinzip sieht die Innenstadt von Konstanz so aus wie Erlangen, nur mit mehr Geld in der Hinterhand. Die Nähe zur Schweiz merkt man aber auch bei den Lebensmittelpreisen, die billigsten Döner kosten 3,50€ und in einem Restaurant kosten in der Regel alle Hauptgerichte zweistellige Summen. Ich hab mich nach längerem Herumlaufen bei einsetzender Dunkelheit für ein griechisches Restaurant entschieden und saß zufällig neben einer Gruppe von Professoren, die sich über eine zu besetzende Professorenstelle für Angewandte Analysis, die Bewerber hierfür und die Vorteile des Bachelor-Systems unterhalten haben (Uni-Eindruck Nummer Zwei nach dem Telefonat im Bus). Ziemlich seltsam, sobald ich in der Stadt war, haben sich alle um mich herum über die Uni unterhalten.
(By the way, der Grieche war klasse! Ich hatte einfach nur Gyros bestellt, als Vorspeise wurde mir auf Kosten des Hauses ein Bauernsalat hingestellt und bei den Gyros gab’s als Beilage frittierte Kartoffelscheiben, die so ähnlich wie Pommes schmeckten – aber viel besser.)

Danach ging’s mit dem Bus wieder zurück in Richtung Jugendherberge, ganz nebenbei hatte man auf dem Weg einen fantastischen Blick über den Bodensee und all die angestrahlten Gebäude am Ufer. Ich musste so ein kleines bisschen an Venedig denken… :-D
In der Jugendherberge war dann das Zimmer komplett versammelt: Neben dem bereits erwähnten Franzosen und mir waren da auch noch Andrei/j/y – gut gebräunt und mit Hamburger Akzent – und Christoph – Zivi aus dem Allgäu und auch wegen den Studientagen der Uni in Konstanz. Vor allem mit Christoph hab ich mich noch länger unterhalten, er will auch Politik- und Verwaltungswissenschaft studieren und hatte sich das an diesem Tag schon angeschaut. Wir beschlossen, am nächsten Tag gemeinsam zur Uni zu gehen, am Vormittag sollte es eine große Eingangsveranstaltung geben.
Wir sicherten uns frühzeitig Plätze im Audimax, der mich ziemlich beeindruckt hat. Ich kannte schon den aus Erlangen, aber in Konstanz war es kleiner, neuer und man hatte einen richtig fetten Beamer in die Wand integriert. Wie gesagt, als wir uns Plätze suchten (auf etwas seltsamen Drehstühlen, nicht die gewohnten herunterklappbaren Sitze) war noch sehr viel frei, das änderte sich mit der Zeit. Vor allem zwei Minuten vor Veranstaltungsbeginn schwappte noch einmal eine gewaltige Schülermenge in den Saal und verteilte sich auf die Treppen und auf die Empore – der Rest war bereits belegt.

Der ganze Bohei fand im Prinzip nur für eine Begrüßung durch das Rektorat, die Studienberater und eine Studentin statt. Es gab keine Infos, die man nicht irgendwie anderweitig hätte recherchieren können. Neben Christoph und mir saßen ein paar Schüler aus der Region, die an ihrer „Ich bin heute hier, weil ich keinen Bock auf Schule hab“-Pose feilten. Nach einer knappen Stunde war’s dann rum und ich konnte endlich aufs Klo ;-)

Ganz im Ernst: Die Uni ist ein Irrgarten! Ich hatte einen übersichtlichen Gebäudeplan ausgedruckt, außerdem war für die Schüler der Weg zu den einzelnen Veranstaltungen ausgeschildert – und trotzdem war ich mir selten sicher, ob ich gerade auf dem richtigen Weg war… Die Uni hat ihre Gebäude tatsächlich von A bis Z benannt, außerdem gibt’s verschiedene Ebenen, also Stockwerke. Weil das ganze Gebäude aber am Hang steht, ist die Ebene auf Höhe des Audimax aber nicht 1, sondern 5 oder 6. Ich musste in D 434 und hab darauf gehofft, den anderen Schülern hinterherlaufen zu können. Hat nicht geklappt, ich musste selber suchen, hab’s dann aber doch irgendwie gefunden. Ich glaube, als Student sind die ersten Wochen und die Wege von Raum zu Raum der pure Horror…

Die Veranstaltung selbst war dann ziemlich informativ, der Studiengang wurde detailliert vorgestellt und natürlich auch beworben. Danach hat noch ein Student, der im Sommer seine Bachelor-Arbeit schreiben wird, seine eigene Einschätzung geliefert und Fragen beantwortet.
Anschließend bin ich mit Christoph in die Mensa (mit atemberaubendem Blick über den Bodensee), in die sich unzählige Schüler drängelten. Mittagessen, nett unterhalten, voneinander verabschieden und hoffentlich im Herbst wiedersehen. :-D Tankstopp in der Schweiz, dann Heimweg und übers Navi ärgern, schließlich doch ankommen. Erschöpft, aber ein ganz gutes Gefühl. Erst mal Abstand gewinnen, dann noch einmal über Vor- und Nachteile nachdenken.

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Wie man sich selbst eine stressige Woche bereitet

10. Februar 2009 · 2 Kommentare

Noch nicht jetzt, zum Glück. Es ist nämlich so: Unmittelbar nach den Faschingsferien, in der Schulwoche vom 2.3. bis zum 6.3., schreiben wir zwei Klausuren. Am Dienstag Mathematik, am Donnerstag Religion. Und: In genau dieser Woche finden an der Uni Konstanz die Studientage statt, also Information über die Uni für Studieninteressierte.
Genauer gesagt: Von Dienstag bis Donnerstag finden diese Infotage statt. Wir vergleichen kurz:

  • Montag: keine Klausur, keine Studientage
  • Dienstag: Klausur, Studientage
  • Mittwoch: keine Klausur, Studientage
  • Donnerstag: Klausur, Studientage
  • Freitag: keine Klausur, keine Studientage

Kurz: Verdammt viele Termine auf verdammt wenig Zeit. Mein Dilemma: Mein Plan war, dass ich mir die Unis, an denen ich mir ein Studium vorstellen könnte, unbedingt ansehen und nicht die Katze im Sack kaufen will. Blöd nur, dass die offiziellen Infoveranstaltungen in eine der zwei extrem stressigen Wochen von 13/2 hineinfallen.
Ich werde wohl in den sauren Apfel beißen und dennoch nach Konstanz fahren. Meine Beurlaubung für den 4.3. (= Mittwoch) hab ich mir heute schon organisiert, jetzt brauche ich nur ein Hotel und die Entscheidung, ob ich mit dem Auto oder mit der Bahn fahre (und ich muss noch mal nachhaken, wie das für mich als Ortsfremden bei den Studientagen läuft, in erster Linie sind die nämlich für die Gymnasien der Region gedacht).
Meine Alternative war, irgendwann im laufenden Sommersemester an der Uni vorbeizuschauen, ich hatte auch schon einen Studenten ausfindig gemacht, der ein Blog schreibt und genau den Studiengang belegt, den ich auch will (Politik- und Verwaltungswissenschaft).

Good news übrigens für alle am Gym Höchstadt: Ich hab heute erfahren, dass Herr Urkiaga im zweiten Halbjahr wieder in Höchstadt sein wird. Ich hatte in 12/2 das Glück, ihn im GK Volleyball zu haben und war schwer begeistert, hatte auch für 13/2 Volleyball gewählt, aber mich schon damit abgefunden, das bei irgendeinem anderen Lehrer zu haben. Jetzt ist zumindest die theoretische Chance da, dass ich ihn wieder kriege (was ich ziemlich gut finden würde :-D ). Wie viele Klassen/Kurse er haben wird, weiß ich nicht genau. Die Info ist ziemlich sicher, meinem Bruder wurde bestätigt, dass er im zweiten Halbjahr ihr Klassen- und Mathelehrer werden wird.

And now for something completely different: Til Schweiger hat Schwielen an den Händen. Hab ich vorhin auf einem Foto beim Taggesspiegel gesehen und fand’s ziemlich lustig, dass er entgegen aller weiblichen Beteuerungen kein Halbgott, sondern auch nur ein Mensch ist. ;-) (Meine Hände sehen übrigens so ähnlich aus, das kommt vom Krafttraining. Aber bei Schweiger sieht das viel schlimmer aus als bei mir…)

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