Max macht Abitur

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Harte Arbeit

23. Juli 2009 · 2 Kommentare

Mein letzter Beitrag hier ist schon über eine Woche alt. In der Zwischenzeit habe ich ein Wochenende in München verbracht und arbeite seit vergangenem Montag mal wieder für Siemens.

Eine 35-Stunden-Woche hört sich eigentlich harmlos an, aber wenn man das kombiniert mit einer halbstündigen Autofahrt zur Arbeit (nach Hause dauert es gerne auch mal doppelt so lange, weil auf der Autobahn ein Laster umkippt) und dem Ziel, hier und da Überstunden abzusammeln, die man in freie Tage umwandeln kann, sowie diversen anderen Terminen vor bzw. nach der Arbeit, dann ist das echt hart. Heute ist mein vierter Arbeitstag und ich war bereits zum zweiten Mal nicht vor 20 Uhr zu Hause.

Langweilig wird mir im Moment definitiv nicht. Im Büro gibt es viel zu tun (glücklicherweise ohne Zeitdruck), daneben versuche ich noch irgendwie, mein Leben zu gestalten. Den Plan, die Bewerbungen für zwei Studienstiftungen fertig zu machen, habe ich erst einmal auf Eis gelegt. Zu viel zu tun, keinen Nerv. Wird aber hoffentlich besser.

Wenn sich das jetzt alles schrecklich anhört, dann muss ich widersprechen: Die Arbeit macht Spaß. Na klar, als einfacher Ferienjobber bekommt man tendenziell die Aufgaben, auf die niemand anders Lust hat. Aber das war ja von vornherein klar und ich mache das auch nicht zum ersten Mal. Außerdem gibt’s ja immer noch nette Kolleginnen und Kollegen, die für sehr lustige Büro-Unterhaltungen sorgen. Und dann sind da noch solche „Goodies“ wie der Eiskaffee, den es heute im Büro gab, oder mein tolles Büro im fünften Stock (dem obersten des Gebäudes), in dem man wegen drei verglaster Seiten einen tollen Blick über die Stadt hat – vor allem, wenn’s gewittert.

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Was bisher geschah…

15. Juli 2009 · 5 Kommentare

Da sag noch einer, die Zeit nach dem Abi sei stressfrei! Ich kann mich jedenfalls nicht beschweren, dass ich nicht wüsste, wie ich nur den lieben langen Tag verbringe.

Im Moment bin ich dabei, die Bewerbung für verschiedene Studienstiftungen zu regeln. Jedes Mal eine Prozedur, die viel Aufmerksamkeit und Aufwand verlangt. Aber: Geht ja auch um viel.

Die Uni-Bewerbungen habe ich glücklicherweise schon hinter mich gebracht (heute ist die Deadline für zulassungsbeschränkte Studienfächer). Mein Favorit ist Konstanz, von wo ich auch eine Zusicherung habe (bedeutet: mit meinen Noten habe ich den Platz sicher, wenn meine Bewerbung fristgerecht eingeht und inhaltlich korrekt ist). Sicherheitshalber habe ich mich auch noch in Mannheim beworben, in Eichstätt ist mein Wunsch-Studiengang nicht zulassungsbeschränkt – das ist also meine Notfalllösung.

So viel zum Geschäftlichen, aber das ist nicht alles. Unmittelbar nach dem Abi lag ich im Prinzip nur auf der Terrasse oder im Garten, ein Buch in der Hand, die Sonne im Gesicht, leichten Wind im Haar. Oder so ähnlich. Tatsache ist jedoch: Ich hab in den zwei Wochen nach dem Abi mehr Bücher (privat) gelesen als während der vergangenen zwei Jahre.
Daneben hab ich noch irgendwie versucht, den Kontakt zur Schule nicht komplett abreißen zu lassen. Einerseits bin ich froh, dieses Kapitel hinter mir lassen zu können und in einen neuen Lebensabschnitt aufzubrechen. Andererseits bin ich eigentlich immer ganz gerne zur Schule gegangen, habe sie nicht gehasst oder so. Ich komme mit den Lehrern gut klar, ich kam mit meinen Mitschülern gut klar – wieso sollte ich das jetzt auf einmal alles einfach so vergessen? (Ach ja, große Abschiedsparty ist natürlich auch angedacht.)

Daneben sind noch verschiedene andere Sachen in Gang, z.B. werde ich das kommende Wochenende in München verbringen, außerdem muss/darf ich ab nächster Woche mal wieder für Siemens arbeiten. Und ganz nebenbei bin ich auch noch damit beschäftigt, so viel Zeit wie möglich mit meiner Freundin zu verbringen. (Dem geneigten Leser ist es vielleicht noch nicht aufgefallen, aber ein Thema habe ich bislang ausgespart: Love-Content. Kleine Ausnahme jetzt.)

Wie geht es hier weiter? Ich weiß es nicht. Mit mir geht es jedenfalls weiter, so viel ist sicher. Das Abitur ist beendet und damit auch das „Ziel“ dieses Blogs. Seit Ende Dezember 2007 habe ich hier geschrieben, also gut eineinhalb Jahre. Eine schöne Zeit, ich habe sie genossen. Ist das das Ende? Vielleicht. Ich durfte hier in den Kommentaren und per E-Mail einige nette Menschen kennenlernen, mit denen ich teilweise auch heute noch Kontakt habe. Aber natürlich habe ich mich selbst bis zu einem gewissen Punkt „gläsern“ gemacht. Das ist immer reizvoll – auch für mich selbst -, aber nicht risikolos. Deswegen kann ich nicht versprechen, dass es eine „Fortsetzung“ geben wird. Aber zumindest denke ich darüber nach. (Und in jedem Fall wird es noch mindestens einen weiteren Artikel hier geben, und sei es nur, um mitzuteilen, dass das Projekt beendet ist.)

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Tag der guten Nachrichten.

31. März 2009 · 8 Kommentare

Nicht heute, sondern gestern, Montag.

Eines war klar: Es würde die Facharbeit zurückgeben. Aber das fiel mir erst ein, als ich in der Schule war; zuhause ist mir das gar nicht eingefallen, obwohl mir das am Wochenende noch durchaus bewusst war.

Die erste gute Nachricht gab es aber schon vorher, als ich noch daheim war. Ich hatte ja geplant, nach dem Abi im Sommer wieder für Siemens zu arbeiten und wurde ziemlich auf dem kalten Fuß erwischt, als ich letzte Woche gehört hatte, dass Siemens – Finanzkrise sei dank! – alle Ferienarbeiterstellen gestrichen hätte. Sprich: Wenn das stimmt, hab ich erst mal keinen Job und dadurch auch kein Geld. (Ich hatte schon über Alternativen nachgedacht und sah mich schon bei Burger King stehen.) Sicherheitshalber hab ich mal in meiner Abteilung nachgehakt, was an dieser Info dran ist. Die Antwort: Genaues weiß man nicht, aber über meinen Vertrag entscheidet die Personalabteilung in den nächsten Tagen, dann wäre zumindest schon mal die Entscheidung klar.
Kurz vor 9 Uhr dann die frohe Nachricht für mich: Mein Vertrag ist genehmigt, das Gerücht damit eine Ente. Dass Siemens konzernweit keine Ferienarbeiter mehr einstellt, ist einfach falsch – aber vielleicht gibt es solche Entscheidungen für einzelne Sparten (wie z.B. MED, die im Moment ja nicht wirklich gut dastehen), das weiß ich nicht.

Die zweite gute Nachricht war dann das Thema Facharbeit. Die gab’s zurück und ich hab 14 Punkte. Wooohooooo! :-D Das Facharbeitsgespräch hab ich dann auch gleich ausgemacht, am Mittwoch werde ich schlüssig begründen, dass ich die FA auch wirklich selbst geschrieben habe. :-D

Ach ja, und die dritte feine Sache an diesem Tag: Das Wetter ist endlich mal wieder spitze! (Zum ersten Mal mit Sonnenbrille Auto gefahren in diesem Jahr, zum ersten Mal in diesem Jahr die Musik schön aufgedreht…)

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Ferien? Eher nicht.

20. Februar 2009 · Kommentar schreiben

Offiziell sind in Bayern jetzt erst einmal eine Woche Faschingsferien, die Realität sieht für mich etwas anders aus. (Die letzten Tage war ich nicht in Schreiblaune, deswegen ein kleiner Nachklapp.)

Ich überlege gerade, wie man es angenehm zweideutig formuliert, dass man jetzt auch die Mädelsdusche vom Hallenbad von innen kennt. Meine ganzen (Formulierungs-)Versuche waren aber Murks und deswegen bleibt das jetzt so stehen und jeder kann sich seine eigene kleine Geschichte dazu ausdenken. :-D Eigentlich könnte ich die Spekulationen noch etwas anheizen, indem ich hinzufüge, dass sich gleich zwei junge und gutaussehende Damen meine Anwesenheit wünschten… :-D

Donnerstag hatten wir die beste Sozialkunde-Stunde seit langem. Großes Thema war natürlich die Schaeffler-Demo vom Vortag, die meiner Meinung nach ganz gelungen eingeordnet und in den Unterricht eingebunden wurde. (Könnte aber auch daran liegen, dass ich als Interviewer ziemlich unter Strom stand und keine Sekunde Zeit hatte, um mich zu langweilen, was vielleicht auf den Bänken passierte – aber da weiß ich nix, da konnte ich nicht darauf achten.) Und dass wir dann sogar noch den Bogen zum tatsächlichen Stoffgebiet gekriegt haben, war schon ziemlich gut. So macht das Spaß! :-D

Spitzenmäßig war heute auch mein Schultag: von 6 Stunden sind 4 ausgefallen, ich musste nur für Deutsch erscheinen (aber der Herr Tichi ist sowieso nie krank, das grenzt schon an ein Wunder). Englisch (mündliche Prüfung der 10. Klassen), Bio (soweit ich weiß eine Sitzung) und Mathe (irgendwas, stand aber auch schon vorher fest) fanden nicht statt, weswegen ich länger schlafen und früher heimgehen durfte.

Die vierte frohe Botschaft kam vorhin per E-Mail. Nur so viel:

Hallo Herr Alletsee,
sie haben Glück. Sie werden voraussichtlich als einzige Ferienkraft eingestellt.

Der Rest von der Nachricht war dann nur noch so mittelwichtig, die paar Zeilen haben mir aber auf jeden Fall den Tag heute versüßt.

Daneben gibt’s aber auch Bad News, konkreter: Die Mathe-Klausur nach den Ferien. Ich hab vorhin angefangen, den Stoff zusammenzufassen. Und: Das ist ganz schön viel, sehr viele Spezialfälle etc. Lustig wird das mit Sicherheit nicht. Erschwerend kam noch hinzu, dass mein Bruder sich immer dann mit seinem neuen Autorennspiel beschäftigte (und den Bass aufdrehte), als ich Mathe machen wollte. Hrmpf. Dann halt morgen weiter. Hoffentlich.

Um jetzt (gegen Ende des Beitrags) mal auf die Überschrift zurückzukommen: Ferien wird man aus meiner Sicht die nächste Woche wohl nicht nennen können. Wir haben drei bis vier Theaterprobentage geplant, dazu muss mein Auto in die Werkstatt und zum TÜV (habe mit Schrecken festgestellt, dass das nur noch für den Februar TÜV hat – argh!), zwei Klausuren (Mathe hab ich ja schon erwähnt, dazu Reli) wollen vorbereitet werden, ich hatte mir vorgenommen, meine Berichte über Kollegiaten für die Abi-Zeitung zu schreiben (und evtl. einen von zwei LK-Berichten), daneben muss auch noch einiger Abi-Zeitungs-Orga-Kram erledigt werden und außerdem fahr ich in der Woche nach den Ferien einen Tag nach Konstanz, wo noch einiges organisiert und geordnet werden muss. „Ferien“ sehen anders aus, es sind eher Nicht-Schul-Tage, die anderweitig mit Arbeit befüllt sind.

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Geschichten von Erlanger Eisdielen

20. August 2008 · Kommentar schreiben

Eigentlich hatte ich mir vorgenommen, nicht über die Arbeit zu schreiben – aber heute bietet es sich einfach an. Alles fing damit an, dass Tobias und ich um viertel vor zwölf ins Büro der Chefs gerufen worden. Es ging darum, dass für zwei Uhr eine Besprechung mit deren Chefs angesetzt sei und man die Atmosphäre aufzulockern gedenke, in dem man Eisbecher servieren würde. Wir sollten dafür sorgen, dass die Eisbecher pünktlich auf dem Tisch stehen – wie genau das von sich gehen sollte, blieb uns überlassen.

Also ging es ab in die Fußgängerzone in die erstbeste Eisdiele, Toscani, wo wir unser Vorhaben erklärten. Wir dachten an in Gläsern servierte Eiskreationen und erkundigten uns nach den Vorstellungen der Eisdiele, wie man das kühl zu transportieren gedenke.
Allerdings bremste uns eine Angestellte, die sich wie die Chefin des Ladens gebärdete, aber es nicht war, wie sich später herausstellen sollte. Glasbecher gingen nicht, aber sie könnte Pappbecher anbieten. Nicht so schön. Der Transport sei kein Problem, das Eis halte mindestens eine halbe Stunde. Die Zahl hielt ich für genauso fischig wie ihre Ansage, die vier Eisbecher in 20sek zu produzieren. Allgemein wurden wir etwas komisch behandelt, was uns nach einer 10-minütigen Mittagspause (kaufen, essen, fertig) dazu brachte, noch eine zweite Eisdiele aufzusuchen. In den Arcaden gingen wir in die Eis-Lounge +49, wo der Chef auf uns zukam und gemeinsam mit uns überlegte, wie man alles kühl halten könne. Wenn wir uns früher bei ihm gemeldet hätten, hätte er eine entsprechende Kühlbox mit Halterungen mitbringen können, aber heute war es zu kurzfristig (das Eis musste in einer Stunde auf dem Tisch stehen). Wir überlegten verschiedene Kühlmöglichkeiten (u.a. der Transport in gekühlten Eis-Bottichen), aber letztlich war keine praktikabel. Wir taten also alles, was vor Ort möglich war: Alles im Vorfeld gut kühlen (von Gläsern mussten wir auf Plastikbecher ausweichen), alles zusammenstellen, wieder kühlen – und wir mussten schnell laufen. Klappte letztlich auch ganz gut, wenn auch nicht ganz perfekt. Aber: Wir hatten bei der ganzen Sache ein viel besseres Gefühl.
Während die Toscani-Leute uns mit der „Machen wir nicht! Haben wir nicht!“-Haltung begegneten, kamen die +49-Leute offen auf uns zu, überlegten, was man tun könne, redeten mit uns und nahmen unser Problem ernst – und das, obwohl sie auch noch andere Kunden zu bedienen hatten und wir mit unseren vier Eisbechern wohl nur einen Bruchteil der Tageseinnahmen ausmachen dürften.

Es klingt wie Schleichwerbung, aber: Bei der Eislounge +49 habe ich mich gut aufgehoben und ernst genommen gefühlt, bei Toscani eher nicht. Und damit ist für mich klar, wo ich mein nächstes Eis in Erlangen essen werde (nebenbei sah das Eis auch noch extrem lecker aus, vor allem die Sorten Cookies und Nougat – und der „Banana Cup“ enthielt echt viele Bananen, richtig lecker!)…

Das für mich im Nachhinein Kurioseste aber zum Schluss: Mitten in Erlangen scheint es nicht möglich, vier Eisbecher fünf Minuten lang gekühlt zu transportieren. Zwei Stunden Aufwand, Anstrengung, Nachdenken waren nötig, um das Ergebnis zu erreichen. (Dafür zeigten sich die Chefs auch erkenntlich und steckten uns nach der Besprechung ein sauberes Trinkgeld zu… :-D )

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