Max macht Abitur

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Wie versprochen…

8. März 2008 · 1 Kommentar

Ich hatte gestern ja versprochen, noch den Bericht zu den Besinnungstagen und natürlich zur gestrigen Theateraufführung nachzureichen. Here we go!

Die Orientierungstage standen dieses Jahr eindeutig unter dem Motto “Ein Jahrgang wird zum Schaf” oder “Mit angezogener Handbremse”. Im Vorfeld wurden wir von zahlreichen Lehrern gewarnt, es bloß nicht so ausarten zu lassen wie im vorigen Jahr. Die sofortige Abreise auf eigene Kosten und der mit Sicherheit noch unangenehmere Ausschluss von allen Schulfahrten wurden angedroht und wir nahmen das Ganze auch ziemlich ernst - wir hatten ja gesehen, dass die Streichung der Schulfahrten schon im letzten Jahr durchgesetzt wurde und hatten da verhältnismäßig wenig Bock drauf. (Und ganz ehrlich: Ich hatte irgendwie das Gefühl, dass es der verzweifelte Versuch war, allen Lehrern zu zeigen, dass wir nicht die sind, für die wir gehalten werden.) Also ging es sehr piano zu, geschätzte 5-10% der Leute hatten Alkohol dabei, die große Masse aber nicht.
Ich selbst habe auch lediglich Apfelschorle und Cola eingepackt und an den beiden Abenden auch insgesamt nur zwei Biere konsumiert - die richtige Feierlaune kam nämlich zumindest bei mir irgendwie nicht auf. Es war alles ganz nett, ich habe die zwei Tage mit all den anderen Leuten genossen - aber es war eben keine echte Party.
Noch am Ankunftstag haben wir mit den Workshops angefangen. Ich war beim Thema “SINN-volles Leben” gelandet, der Titel stellte sich jedoch als etwas irreführend heraus. Wir haben uns mit Werten und Perspektiven beschäftigt, aber eben nicht mit der philosophischen Frage nach dem Sinn des Lebens. Geleitet wurde die Veranstaltung von der süßen Deutsch/Englisch-Studentin Nina, dem Ex-Diskobesitzer Stefan und dem etwas zurückhaltenden Benni - drei absolut geniale Menschen, allesamt liebenswert und einfach cool drauf. Ich sollte noch erwähnen, dass die Drei sich absolut ergänzt haben: Stefan hat viel mitdiskutiert und hat sich immer wieder aktiv eingebracht, Nina hat den Überblick über die Organisation gehabt und Benni war der Ruhepol, der gut zuhören konnte.
Der Workshop war ein Wechsel aus Spielen (von okayen Dingern wie dem Schreispiel bis hin zu geilen Geschichten wie der Kissenjagd oder der Herbergssuche) und Diskussionsrunden. Vor allem als wir in Kleingruppen darüber reden sollten, was wir tun würden, wenn wir nur noch eine Woche zu leben hätten, entstand eine sehr fruchtbare Unterhaltung mit Melly, Anne Wissner, Helena und Felix W.. Vor allem bei letzterem hatte ich irgendwie erwartet, dass er sich nicht so perfekt in die Runde einfügen würde, wie er es tat. Alle Extravaganzen waren auf einmal vom Tisch, Felix hörte zu und sagte sehr kluge Sachen. Hat mir wirklich viel Spaß gemacht! Wunderbar war auch, dass mit dem Resultat dieser Gruppenarbeit, dem Plakat, alle zufrieden waren. Wir hatten es binnen einer halben Stunde geschafft, uns als Gruppe zu finden, vertrauensvoll über ein verhältnismäßig intimes Thema zu reden, uns zu einigen und das Ergebnis dieser Einigung mit Unterstützung von Fotos aufzubereiten. Genau gleich verlief es bei der anschließenden Diskussion um unsere fünf wichtigsten Werte. Gleiche Gruppe und wieder waren alle mit dem Ergebnis zufrieden. Mein persönliches Highlight: Die gemeinsame Einigung, Ehrlichkeit nicht zu den fünf wichtigsten Werten zu zählen - und das anschließende Geständnis aller, dass sie genau das von vornherein dachten, aber davon ausgingen, dass es alle anderen dazuzählen würden.
Abschließend kann ich nur sagen, dass ich den Workshop wirklich sehr genossen habe, einerseits wegen der Zusammenstellung unserer Gruppe und der Leiter, andererseits auch wegen des Programms an sich, das wirklich ansprechend gestaltet wurde. Am liebsten hätte ich noch einen Tag mit Melly, Anne, Helena und Felix weiter über das Thema gesprochen, so konstruktiv und produktiv und klug und inspirierend war das.
Die Abende auf Feuerstein waren eine seltsame Mischung aus Auf-dem-Zimmer-sitzen-und-mit-den-anderen-quatschen, in der Burgkneipe rumhängen und Bier trinken (wie gesagt, bei mir blieb’s bei zweien am ersten Abend) und der ein oder anderen gepflegten Partie Billard. Irgendwie war die Burg extrem verwirrend und Irrgarten-ähnlich angelegt, es gab keinen festen Sammelpunkt und irgendwie verteilten sich alle über das gesamte Haus.
So viel also den Besinnungstagen, die wirklich mit einem sehr schönen Programm aufwarten konnten.

Zum Theater gestern zwei Worte: Geht besser.
Im Nachhinein besonders spannend: die eigene Aufgeregtheit. Von unglaublicher Anspannung kurz vor Einlass bis zu absoluter Ruhe als ich vor dem Beginn des Stücks alleine hinter der Bühne stand und das Publikum hörte. Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich so verhalten würde - aber lieber so als andersherum.
Aber zur Aufführung selbst: Unser kleiner Akrobatik-Prolog hat trotz ungeheuer laut schlagendem Herzen wunderbar funktioniert, war auf den Punkt gespielt und ohne Pannen. Und als dann auch noch der Beginn des ersten Akts nur so flutschte, freute ich mich schon auf einen wundervollen Abend mit einer von vorne bis hinten perfekten Aufführung. Der Wind sollte sich jedoch drehen und im Verlauf des ersten Akts schlichen sich immer wieder kleinere Fehler ein, es gab Hänger im Text und Auslassungen. Konkrete Schuldige waren nicht auszumachen und auch unsere Souffleuse konnte nicht mehr viel bewegen, da alle Darsteller ihren jeweiligen Text schon gesagt hat und sich erst danach verhedderten. Im Lauf des zweiten Akts wurde es endgültig zur Katastrophe, die Fehler häuften sich und wir hatten ernste Bedenken, wie der Abend enden würde. Besonders hervorzuheben die Verfolgungsjagd zwischen Max, Effe und mir am Ende des zweiten Akts: bei den Proben hatte sie stets geklappt, jetzt verlor Max den Fächer auf der Bühne und beim Versuch, ihn wieder an sich zu nehmen (während Effe und ich ziemlich geistesgegenwärtig reagierten und zu retten versuchten, was zu retten war), auch noch seine Schuhsohle.
In der Pause dann das Aufeinandertreffen der Meinungen: Wir Darsteller zerknirscht, die Stimmung im Publikum ausgezeichnet, wenn man unseren “Außenposten” glauben durfte. Irgendwie gelang es uns dann doch noch, unsere Verzweiflung in Mut umzuwandeln. Auf einmal hatten wir nichts mehr zu verlieren, während wir gleichzeitig absolut konzentriert waren. Der dritte Akt ging dementsprechend nahezu perfekt über die Bühne, so gut haben wir ihn zuvor eigentlich nicht gespielt (obwohl ich immer noch ein kleines bisschen traurig war, dass Andi mein Stichwort überging und ich ohne persönlichen Schluss-Gag von der Bühne musste). Das Publikum applaudierte laut, aber zwei Mal zu früh. Einmal wollte es die Statue ignorieren, die sich noch hoffnungsvoll in Richtung Bühnenrand aufgemacht hatte, beim anderen Mal verzögerte es durch das Applaudieren Flos finalen Einsatz und musste schließlich durch massiven Einsatz der Soundanlage dazu gebracht werden, abrupt aufzuhören und doch noch einen weiteren, aber diesmal geplanten Schluss zu erleben.
Etwas schade war allerdings, dass die Zuschauer mit der Statuen-Damaris in absoluter Top-Form nichts anfangen konnte. Es schien, als habe man vorher verbreitet, man dürfe bei ihren Auftritten keinesfalls lachen. Damaris tobte auf der Bühne auf und ab und spielte so exakt wie noch nie zuvor, wir alle lachten uns hinter der Bühne kaputt und im Publikum: Totenstille. Wahrscheinlich dachte man, dass sie sich ernstlich müht und nicht, dass sie absolut überkandidelt und ironisiert ist. Schade irgendwo, die Statue war nämlich irgendwie mein Highlight der Premiere…
Absolut unbeschreiblich war für mich das Gefühl, als der Prolog gut über die Bühne ging und das Stück anfing. So was Elektrisierendes habe ich noch nie erlebt…
Ach ja: Nachher wurde natürlich noch etwas gefeiert, ich bin um kurz nach 23 Uhr aber aufgebrochen (eine ganze Reihe Leute saß noch herum und trank Sekt-Reste), um am nächsten Morgen bei der Wasserwacht fit zu sein. Beim Heimfahren dann noch mal ein absolut genialer Moment: Ich biege gerade ab nach Lonnerstadt, da spielt das Radio auf einmal “Ti amo” - und ich werde absolut ruhig und rundum zufrieden. Als ich dann vor unserem Haus stehe, läuft das Lied immer noch. Ich schalte den Motor aus, das Licht ebenso und schaue mir den dunklen Nachthimmel an. Ein Moment, den ich nie vergessen werde, ruhig und zufrieden im Auto mit diesem Lied.
Aber Schluss jetzt, für Sonntag bleibt nur die Parole: Wir können’s besser!

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Zeugnis

16. Februar 2008 · 2 Kommentare

So, ich hab mir jetzt mein Zeugnis doch noch einmal rausgekramt und werde hier brühwarm alles veröffentlichen. Wer sich wundert, dass da nur Zahlen kommen: Wortkommentare gibt’s in der Kollegstufe gar nicht mehr.

Für alle, denen noch niemand das 15-Punkte-System erklärt hat: 15 Punkte ist eine Eins Plus, 14 Pkt eine glatte Eins, 13 eine Eins Minus, 12 eine Zwei Plus, etc.

  • Englisch: 13 (1-)
  • Kunst: 9 (3+)
  • Dramat. Gestalten: 13 (1-)
  • Wirtschaft und Recht: 9 (3+)
  • ev. Religion: 14 (1)
  • Mathematik: 12 (2+)
  • Biologie: 13 (1-)
  • Chemie: 12 (2+)
  • Sport (Schwimmen): 13 (1-)
  • Deutsch: 25 (Punkte im LK werden verdoppelt, auf das 15er-System umgerechnet also 12,5 Punkte)
  • Sozialkunde/Geschichte: 25 (effektiv 12,5 Pkt, siehe oben)

Macht einen Schnitt von 12,154…. Punkten. Ich hab das mal in herkömmliche Noten umgerechnet (1- zählt als 1,33; 2+ als 1,66 usw.). Dabei komme ich auf einen Schnitt von 1,63 - wooohoooooooo! :-D Also wenn ich den Schnitt am Ende auch im Abi-Zeugnis stehen hätte, wäre ich absolut glücklich, aber ich denke, dass der Schnitt langfristig nicht zu halten ist. Schaumermal… (Anmerkung: Hier stand eigentlich mal 1,38als Schnitt, ich hatte mich verrechnet)

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Back to school

14. Februar 2008 · Keine Kommentare

Ich wollte eigentlich hier einen großen Artikel über Pol&iS schreiben, aber gestern hatte ich keine Lust und heute keine Zeit - es wird wohl nichts draus werden, denn ich bin anderweitig sehr gut beschäftigt.

Heute morgen gab’s in der Schule erst einmal eine Erklärung zu den Besinnungstagen von unserer Referentin. Klang eigentlich ganz vernünftig, scheint nicht schlecht zu werden.

Außerdem wurde uns offenbart, welche Sportkurse wir in 12/2 haben würden. Ich bin im Volleyball bei Herrn Urkiaga, unserem Spanier, gelandet. Eigentlich sollten diese Sportkurse heute schon stattfinden, aber das war nicht realisierbar, denn die Kurse wurden erst heute ausgehängt und deswegen hatte niemand Sportsachen dabei und verständlicherweise wenig Lust, noch 2 Stunden extra dranzuhängen.

Weiterhin gab es eine Stundenplanänderung: am Mittwoch werden die ersten beiden Stunden mit den Stunden 3 und 4 getauscht. Heißt für mich: Ich kann morgens ausschlafen und dann für zwei Stunden Unterricht antreten. Da ich nun ja nachmittags kein Schwimmen mehr habe, wird es dann auch bei diesen zwei Stunden Unterricht bleiben und ich darf nach netto 90 Minuten den Heimweg antreten.

Noch besser wird es allerdings nächste Woche: Wir haben am Mittwoch in der dritten und vierten Stunde im Deutsch-LK eine Autorenlesung - und ich somit überhaupt keinen Unterricht an dem Tag! Yeah! (Ich hatte schon befürchtet, die Lesung fällt in zwei meiner Freistunden…)

Morgen gibt es Zeugnisse. Ich hatte keinen Bock, mir meine Noten auszurechnen und lass mich morgen einfach überraschen. Die Noten und den Schnitt gibt’s dann hier…

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K12-Partys wieder in Sicht!

31. Januar 2008 · Keine Kommentare

Nachdem es beim letzten Mal kleine Probleme mit schulfremden Gästen und deren Verhalten gegenüber der Polizei und große Probleme mit der anschließenden Berichterstattung in der örtlichen Presse (Boulevardjournalismus, here we come!) gab, hatte die Stadt Höchstadt beschlossen, die Mietverträge für ihre Örtlichkeiten drastisch zu verschärfen. Neben noch einigermaßen erfüllbaren Maßnahmen wie etwa eine striktere Türpolitik wurde aber vor allem das von der Stadt so verordnete Ende der Veranstaltung um 24 Uhr als drakonisch empfunden.

Der geneigte K-Party-Besucher weiß: Um 12 geht’s erst richtig los, das wäre blanker Blödsinn, bei einem solchen Stimmungshöhepunkt die versammelte Meute vor die Tür zu setzen - zumal nicht davon ausgegangen werden kann, dass die feierwütige Masse zehn Minuten später im heimischen Bettchen liegt und die Hände auf der Decke für ein Nachtgebet platziert.

Umso froher war dann die Schülerschaft des Gymnasiums, als der Stadtrat gestern in einer Sitzung beschloss, den “Um 12 ist Schluss”-Passus für die Vermietung des Jugendclubs (und dem noch nicht eröffneten neuen Jugendzentrum) aus dem Vertrag zu streichen. Gerade wegen dieser Klausel hatten die Kollegstufensprecher nämlich zuletzt beschlossen, das Phönix nicht mehr für Feiern zu mieten - Gründe siehe oben. Wie gesagt, diese Entscheidung des Stadtrates sorgt für Erleichterung unter den Schülern, waren die K-Partys doch schon als Institution bekannt und allseits beliebt. Außerdem finanzieren sie teilweise die Abi-Fahrt und die Abi-Zeitung, die zumindest teilweise vorfinanziert werden muss, bis die Einnahmen durch die Verkäufe sprudeln und leisten damit einen gewaltigen Beitrag, dass jeder bedenkenlos die seine Schullaufbahn abschließende Reise antreten kann, ohne mit bangem Blick nach dem Geldbeutel zu suchen.

Ob die Entscheidung der Politiker reine Wahlkampftaktik war (in wenigen Wochen ist Bürgermeisterwahl und so gut wie alle Kollegiaten sind 18 und damit stimmberechtigt, was in der eher kleinen Stadt Höchstadt die entscheidenden Stimmen ausmachen könnte) oder doch ein Ende der praktizierten Symbolpolitik in Aussicht ist (auf die bösen Jugendlichen zu schimpfen - am besten noch überzogen und unter Verdrehung der Fakten - ist sehr einfach gedacht, kommt aber bei weiten Teilen der älteren Bevölkerung gut an, die zwar die Party nicht am eigenen Leib erlebte, sich aber durch die örtliche Presse fälschlicherweise korrekt informiert glaubte) oder am Ende gar die echte Einsicht steht - ich weiß es nicht. Aber auf die K-Partys, die jetzt wieder möglich sind, freu ich mich trotzdem wie ein Honigkuchenpferd.

Besonders schön an der ganzen Sache finde ich übrigens - das nur zum Abschluss -, dass unser Rektor, der unter der Schülerschaft nicht die enorme Beliebtheit seines Vorgängers genießt, sich klar und deutlich hinter seine Schüler stellte und auch keine Scheu hatte, die Presseberichte für überzogen und verfälscht zu erklären, nachdem er von den Kollegstufensprechern darüber informiert wurde.

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Handy und iPod-FM-Transmitter

11. Januar 2008 · Keine Kommentare

Heute (ich schreibe diesen Beitrag noch am 10. Januar, auch wenn er erst einen Tag später erscheinen wird) war nicht nur der Tag der Brustschmerzen, sondern auch der Tag der angekommenen Lieferungen. Dass ich gestern arg zu kämpfen hatte mit dem hartnäckigen Muskel in meiner Brust, habe ich ja schon erwähnt (deswegen fiel auch der abendliche Gang ins Fitness-Studio aus).

Als ich dann heute aus der Schule kam, lagen zwei Pakete für mich auf dem Tisch. Mein per eBay-express bestelltes Handy war ebenso angekommen wie der von mir ergatterte iPod-FM-Transmitter. Zunächst zum größeren Brocken, dem Handy.

Wie bereits erwähnt fiel meine Wahl auf ein Sony Ericsson K550i. Das Teil liegt gut in der Hand, ist insgesamt sehr schön. Was mich ein bisschen stört, ist die etwas zu hoch gewählte Schriftgröße in den Menüs, die oftmals den kompletten Bildschirm bedecken. Und an die vier kleinen Steuerasten kommt man auch nicht immer perfekt ran, aber ich denke, da werden meine Hände ihren Weg mit der Zeit selbst finden. Ansonsten hab ich ein bisschen versucht, mich an die Handy-Tastatur zu gewöhnen. Unglaublich, wie schnell einige damit umgehen, ich sitz im Moment noch da und starre auf die Tasten… Aber so einen kleinen Lerneffekt hatte ich glaub ich schon, ein paar Dinger hab ich intuitiv gefunden. :-) Am Anfang gab’s mit der SIM-Karte ein paar Probleme, jedenfalls wurde sie vom Handy als “inaktiv” erkannt, aber es hat sich nix getan. Ich hab’s in dem Moment auf das schlechte Netz zurückgeführt und bin irgendwann später mal mit dem Handy vor die Tür (genauer gesagt ins Auto, wo ich den FM-Transmitter ausprobiert hab). Dort gab’s dann Netz und alles funktionierte wie ich es eigentlich von Anfang an erwartet hatte. Seitdem die SIM-Karte einmal freigeschaltet war, funktioniert sie jetzt auch im Haus - verrückte Welt, das…

Bei dem iPod-FM-Transmitter hatte ich anfangs große Bedenken. Es gab einige schlechte Bewertungen für das Produkt und auch der Verkäufer hatte in letzter Zeit einige schlechte Kritiken kassiert. Der Preis war es aber wert, das zu versuchen, zumal man ja bei Verkäufen über den Amazon Marketplace die Möglichkeit hat, sich über Amazon zumindest das Geld zurückzuholen, wenn der Verkäufer nicht liefert. (Hatte ich schon einmal gemacht und Amazon ging sehr zackig vor, als man sie darum gebeten hatte.) Also der Transmitter kostet eigentlich um die 50€, im Amazon Marketplace gab es ihn aber schon ab etwa 17€ inkl. Versand - für mich ein unschlagbarer Preis für ein lebensnotwendiges Produkt.
Der iPod-FM-Transmitter überträgt die vom iPod abgespielten Lieder drahtlos ins Autoradio (nämlich mit einem Sender im Mini-Format, der ansonsten genauso funktioniert wie die, die benutzt werden, um alle möglichen Radiosender auszustrahlen). In dem Auto, das mir demnächst alleine gehören wird, befindet sich nur ein altes Autoradio mit Kasettendeck. Nix CD-Player, nix Speicherkarten, nix MP3s. Ich hatte also drei Möglichkeiten: Die Radiosender hören (laaaangweilig), ein neues Radio einbauen (teuer) - oder eben meinen iPod ans Radio heranzubringen.
Der Transmitter selbst ist etwas breiter als eine normale Scheckkarte, etwa 2cm hoch und wird einfach über den Dock-Anschluss an den iPod (in meinem Fall ein nano) angeschlossen. Seinen Strom holt sich das Ding über den Akku des iPods. Mittels eines Kippschalters kann man die Radiofrequenz bestimmen, auf der das Musikprogramm des iPods laufen soll (außerdem gibt’s noch ein Display, auf dem zu sehen ist, welche Frequenz man gerade angewählt hat). Ansonsten ist alles ganz einfach: Mit dem iPod kann man wie gewohnt navigieren und seine Musik abspielen - und wenn man das Radio auf die passende Frequenz einstellt, dann kommt sie auf einmal aus den Boxen des Autos!
Die Qualität ist ganz ordentlich, viel besser sind normale Radiosender im Auto auch nicht empfangbar. Ich hab allerdings noch nicht ausprobiert, wenn man das Auto auch tatsächlich durch die Gegend fährt - kann sein, dass die Qualität da schwankt, weil die anderen Radiosender näher an die Frequenz kommen und diese stören…
Eine Geschichte seh ich noch mit einem lachenden und einem weinenden Auge: Die Lautstärke kann nicht am iPod, sondern nur am Radio verändert werden. Ist natürlich einerseits blöd, weil man es eben vom iPod gewohnt ist, mal kurz mit dem Finger etwas auf dem Clickwheel herumzufahren und schon wird’s lauter… Andererseits wird’s für den Fahrer wohl ganz angenehm sein, wenn die Leute auf der Rückbank nicht schlagartig die Lautstärke in ungeahnte Höhen schrauben können (ich kann mir gut vorstellen, dass man in solchen Dingern das Lenkrad verreißt und wo das endet, möchte ich nicht wissen).
Eins ist mir noch aufgefallen: Das kleine Teil scheint ganz ordentlich Strom zu ziehen, der Akku befand sich bei mir nach einiger Zeit im unteren Drittel und hat sich dann etwas erholt, als ich für längere Zeit die Display-Beleuchtung nicht gebraucht habe. Ich werd den Akku jetzt erst mal vollständig laden und dann beobachten, was passiert…

So, das war’s jetzt erst mal mit mir und meinen Neuerwerbungen. Ich geh jetzt erst mal was essen…

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