Seit nun einer Woche verbringe ich meine Vormittage in der Küche, mit Mutti. Kochen. Will ja nicht verhungern, wenn ich ab Herbst nicht mehr daheim wohne.
- Kochen ist irgendwie einfacher als gedacht. Eine gute Erklärung ist schon die halbe Miete, die Umsetzung ist meistens nicht wirklich schwer. Ich find’s aber wichtig, möglichst viel selbst zu machen, weil ich mich an einen Großteil der theoretischen Erklärungen nicht mehr erinnere, wenn ich selbst in der Küche stehe. Nur vom Zuschauen lernt man nicht viel, ich muss da einfach selbst den Kochlöffel schwingen. (Dementsprechend bin ich auch jedes Mal leicht angesäuert, wenn mir meine Mom die Pfanne aus der Hand reißt und meint „Wart mal, ich mach das schnell selbst…“)
- Ich merke schon: Ich steigere mich langsam. Am Anfang nur ein Gericht, eine Zutat nach der anderen, schön strukturiert. Zwei Tage später: Mehrere Teile parallel, alles muss zeitlich passen. Seit heute: Ich hab das Rezept und arbeite, meine Mom steht daneben, schaut zu und greift ein, wenn’s nicht so läuft.
- Kochen kostet Zeit. Auch wenn ich bislang nur Essen zubereite, das tendenziell eher unkompliziert ist, – so in der Summe kostet es doch einige Zeit, sich alles zu überlegen, alles vorzubereiten und dann letztendlich zu kochen. Das merkt man schon, ob man einen „freien“ Vormittag hat oder ob man kocht.
- Aber: In der Summe macht’s Spaß. Wie viel von dem Gelernten ich dann letztendlich auch in der eigenen Wohnung umsetze, kann ich nicht beurteilen. Lasagne oder Schnitzel mit Kartoffelsalat sind aber so Sachen, die man nicht mal eben in 15min macht – ob ich da die Geduld und vor allem die Lust habe, das zu machen, wenn ich mir auch ein Steak in die Pfanne werfen und dazu ein leckeres Gemüse brutzeln kann, wird sich zeigen…
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nailimixam // 13. Juni 2009 um 11:43
Ja, idR mangelt es im Studium an Zeit und Motivation am Abend dann nochmal ne Zeit lang am Herd zu stehen.