Max macht Abitur

Beiträge vom April 2009

Der Stand der Dinge

30. April 2009 · 19 Kommentare

Ich erlebe gerade die arbeitsreichsten Wochen meines Schullebens – und ich bin nicht allein. Morgen in einer Woche geht’s los mit der ersten Abi-Prüfung (bei mir und vielen anderen Mathe), heute gab’s die letzten Noten und so langsam drehen bei uns anscheinend alle durch. Ich zum Glück noch nicht.

Vorneweg: Ich wollte heute eigentlich ein Foto von den ganzen Abi-Plakaten machen, hab aber mein Handy daheim liegen lassen. Wird also nachgereicht. Besonders schade: Heimars Abi-Plakat wurde abgehängt. Noch ist nicht bekannt, wer schuld ist, aber der Verdacht fällt auf die Schulleitung. Zur Erklärung: Heimars Plakat hing als einziges in den Fenstern des obersten Stockwerks und zeigte, naja, einen Phallus – und dummerweise war gestern Elternabend… :-D
Ich fand das Plakat absolut lustig, vor allem wegen der außergewöhnlichen Platzierung und wollte es eigentlich fotofgrafieren, das hat sich aber wohl erledigt. Inzwischen hängen auch zwei weitere Abi-Plakate für mich: Neben dem Oscar von den Theater-Leuten hat meine Familie noch eins gebastelt („Super-Max“ als Superman mit einigermaßen viel Text – ich hab’s noch nicht geschafft, das wirklich länger anzuschauen) und die Wasserwacht war auch kreativ (sinngemäß: „Wenn du dein Abi nicht packst, kannst du ja wenigstens noch schwimmen“ – sehr aufbauend :-D ).

Heute war dann auch noch einmal die letzte Vollversammlung vor dem Abi mit einigem organisatorischem Kram. Es gab die letzten Noten, die Zulassungen zum Abitur (2 von 117 haben’s leider nicht gepackt), ein letztes Jahrgangsstufenfoto und ganz viel Vorstellung von Abi-Projekten.
Bei meinen Grundkurs-Einbringungen hab ich insgesamt 270 Punkte geholt (von 330 möglichen, mein Durchschnitt der einzubringenden Grundkurse ist etwa 12,3 Punkte); ich hab gerade eben meinen möglichen Abi-Schnitt ausgerechnet. Von 1,2 (wenn ich in allen Abi-Prüfungen 15 Punkte hole – sehr unwahrscheinlich) bis 2,2 (wenn ich in allen Abi-Prüfungen 5 Punkte hole – sehr unwahrscheinlich) ist alles drin. Mit 10 Punkten in allen Abi-Prüfungen wäre ich bei 1,6, mit 11 Punkten bei 1,5. Also: Hoffen wir mal, dass Mathe mich nicht zu sehr runterzieht, in den anderen Fächern bin ich mir eigentlich ziemlich sicher, eine zweistellige Punktzahl einzufahren.

Danach wurden einige Projekte zum Abi vorgestellt, also z.B. das Abi-Shirt. Vor einigen Tagen hatte man einigen Kursen eine Version des Shirts vorgestellt, bei der statt dem ursprünglich geplanten Totenkopf mit Krone (zum Motto „Der Adel dankt ab“) ein brüllender Affe à la King Kong zu sehen war. Ich vermute mal, dass das ein Scherz der K-Sprecher war, der nur so mittelmäßig ankam (die Meinungen variierten zwischen „einfach nur schlecht“ und „was für Asis!“). Heute gab’s dann aber das echte Shirt zu sehen mit einem durchaus sehenswerten Totenkopf mit Krone – ich hab gleich mal ein T-Shirt und einen Pullover bestellt. :-) (Und einen Auto-Aufkleber, yeeha!) Danach: Noch ganz viel Kram zu Abi-Zeitung, -Gags, -Feier, … Ich erspare die Details.

Der Stress-Pegel steigt derzeitig exponential an, zumindest für die meisten. Immer wieder hört man v.a. Schülerinnen sagen, sie hätten Angst vor dem Abi. Ich geh die Sache realistischer an: So gut es geht vorbereiten und dann das bestmögliche Ergebnis abliefern. That’s it. Was nicht heißt, das ich es locker anginge, im Gegenteil: ruhig und konzentriert.
Die Tage sind derzeit zum Platzen gefüllt mit Arbeit. Mathe ist enorm zeitaufwändig, Sozialkunde/Geschichte auch. Für Deutsch habe ich bislang weniger gemacht, das werde ich aber noch intensivieren. Das größte Problem ist derzeit eigentlich Mathe, genauer gesagt analytische Geometrie. Aber: Üben, üben, üben, arbeiten, arbeiten, arbeiten – und hoffen, dass die Aufgabe angenehm ist und es für eine zweistellige Punktzahl reicht.

Wie ich die Abi-Prüfungen bestreiten werde, muss ich mir noch überlegen. Je nach Bedarf morgens ein Kaffee oder auch nicht, in der Prüfung selbst dann auf jeden Fall eine kleine Mahlzeit, viel Wasser, Traubenzucker, anderer Süßkram und eventuell Aspirin (v.a. Mathe ist ein Aspirin-Kandidat). Und dann eben hoffen, dass die Ausdauer reicht…

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Abi-Poster.

27. April 2009 · 4 Kommentare

Abi-Poster: OscarDer Grund für mein unglaubliches Dauergrinsen heute findet sich links. Nichtsahnend kam ich heute morgen in die Schule und nachdem wir mit dem Geschichte/Sozi-LK das Klassenzimmer wechselten und an der ZB vorbeigingen, fiel mir dieses Abi-Plakat und vor allem mein Name darauf auf.

Tausend Dank dem GK Dramatisches Gestalten, die verrückt genug waren, um sich so was einfallen zu lassen. :-D Ich bin total geplättet! :-D Ihr seid die geilsten! :-D (Und ich will „meinen“ Oscar nach dem Abi auf jeden Fall haben und mit nach Hause nehmen!)

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Ins Auge gestochen…

23. April 2009 · 8 Kommentare

Google - Girls Day 2009… ist mir das heutige Google-Logo zum Thema „Girls Day“. Dank Suchleisten im Browser und ähnlichen Erfindungen kommt man inzwischen eher selten, wirklich einmal die Google-URL in den Browser direkt einzugeben, heute habe ich es mehr oder weniger zufällig getan und wurde von diesem Logo überrascht. Irgendwie gefällt’s mir, v.a. der Schriftzug und der Roboter (über das Mädchen lässt sich streiten).

Ich frage mich gerade: Ist der „Girls Day“ noch sinnvoll oder eher diskriminierend, weil er Mädchen unterstellt, dass sie normalerweise keine technischen Berufe wählen und extra „hofiert“ werden müssen?
Natürlich gibt es parallel auch den etwas halbherzig wirkenden Versuch, einen ähnlichen Tag auch für Jungs einzurichten. Aber: In welchen Berufen sind Jungs unterrepräsentiert? Als Koch – nicht, man beachte die ganzen Koch-Shows im Fernsehen. Vielleicht als Erzieher, obwohl es da mit Cem Özdemir ja auch einen prominenten Vertreter gibt. Ansonsten allerhöchstens vielleicht noch als Putzfrau… Kurz: „Boys Day“ o.Ä. wirkt für mich wie ein erzwungener Versuch, Geschlechtergerechtigkeit um jeden Preis in beide Seiten zu fördern.

Ansonsten treibt der „Girls Day“ zuweilen seltsame Blüten: Die Grünen haben in ihre Bundeszentrale fünf Mädels eingeladen (was an sich keineswegs verwerflich ist, es geht eher um die zweite Hälfte des Satzes), die zuweilen mit „interessanten“ Meinungen durch die Welt gehen. In der dazugehörigen Bildergalerie auf der Grünen-Webseite meint etwa die 13-jährige Hanna (Bild 3): „Es sollte mehr Frauen in der Politik geben, weil Frauen kreativer sind und bessere Ideen haben.“ Ganz im Ernst, liebe Hanna: Mehr Frauen in der Politik ist eine wunderbare Sache, aber einfach mal pauschal zu behaupten, dass Frauen kreativer sind, halte ich für gewagt. (Zu ihrem Schutz muss man sagen: Die junge Dame ist wie bereits erwähnt 13 und blickt hoffentlich mit einigen Jahren Abstand auf solche pauschalisierenden Aussagen.)

Wenn ich mir allerdings das Statement ihrer gleichaltrigen Kollegin Hannah (ja, das ist jemand anders) durchlese, kräuseln sich mir die Haare noch mehr als es ohnehin schon. Hannah meint einfach mal so: „Ich schätze, die meisten meiner Klassenkameradinnen werden später mal nicht so die größten Berufe haben. Sie werden eher arbeitslos sein. Ich selbst möchte später Juristin werden.“ Mit diesem Satz hat sie sich perfekt für einen Arbeitsplatz im von-der-Leyen’schen Familienministerium beworben. Mir ist es schleierhaft, wie man auf die Idee kommt, bei den Grünen reinzuschnuppern und dann solche Sätze vom Stapel zu lassen. (Ganz zu schweigen davon, dass die Stimmung in der Klasse sicherlich bestens sein wird, wenn Hannahs Klassenkameradinnen erfahren, was sie so über sie denkt.)

Was spricht gegen einen Tag, in dem Jungs und Mädchen gemeinsam einen Einblick in interessante Berufe gewinnen können, ganz unabhängig davon, ob sie untypisch für das Geschlecht sind oder nicht?

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Ich Arbeitstier, ich.

22. April 2009 · 2 Kommentare

Noch in den Ferien hab ich gedacht, dass die Abitur-Vorbereitungen eigentlich eine ganz okaye Sache sind. Konzentriert arbeiten – und irgendwann kann man auch wieder aufhören und die Füße hochlegen. Tja, so kann man sich täuschen, inzwischen brennt der Baum!

Ich hab mir einen täglichen Aufgabenzettel geschrieben, wie ich mich auf die einzelnen Fächer vorbereiten will. Eigentlich keine komplizierte Sache: Täglich mindestens eine Mathe-Abiaufgabe (am Wochenende mindestens 2 pro Tag), jeden Tag in den Geschichte- bzw. Sozialkunde-Büchern lesen und jeden Tag mein Deutsch-Skript oder in der gekauften Reclam-Literaturgeschichte lesen.
Eigentlich keine große Sache, wenn man das konzentriert macht, sollte man meinen. In Wahrheit ist das aber unheimlich zeitintensiv und anstrengend. Ich versuche so gut es geht mein „normales“ Leben aufrecht zu erhalten, sprich: Ich gehe zur Wasserwacht, ich werde am kommenden Wochenende ins Theater gehen (mit den Leuten vom GK Dramatisches Gestalten, yippeh! :-D ) usw. Eigentlich wollte ich auch weiterhin Blog-Artikel schreiben. Ob ich das auch tun kann, kommt auf meine freie Zeit an, die nicht wirklich viel ist.

Im Moment gibt’s halt für mich nur noch ein Motto: Gas geben! Ich hab mir vorgenommen, mir selbst keine Panik vor den Prüfungen zu erlauben, sondern will einfach im Vorfeld genug getan haben, um da beruhigt reinzugehen. Also: Mund abputzen, weitermachen! Ich fasse dann gleich noch ein paar der gelesenen Werke (im Deutsch-LK) zusammen… Muss ja…

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Ein ♥ für Blogs

21. April 2009 · 3 Kommentare

Derzeit ist für mich die wohl stressigste Zeit des gesamten Jahres und eigentlich hatte ich geistig schon damit abgeschlossen, an der Stylespion-Aktion „Ein ♥ für Blogs“ nicht teilnehmen zu können. Nun ja, ich habe mir dennoch ein paar Minuten freigeschaufelt… Meine Empfehlungen sind aufgeteilt, hier geht es thematisch querbeet, während es in meinem anderen Blog in erster Linie um Fußball-Blogs geht.

Anke Gröner – http://www.ankegroener.de
Madame Gröner textet professionell und schreibt seit 2002 an ihrem Blog. Es ist schwer zu beschreiben, was ihre Faszination ausmacht; vielleicht ist es eine Mischung aus geschliffenem Stil und persönlichem Inhalt, der dennoch nicht wie ein persönlicher Paparazzi alles aufdeckt, sondern bestimmte Bereiche bewusst ausspart und die Einblicke ins Privatleben sehr bewusst setzt. Und ganz nebenbei ist Anke Gröner auch zu meiner persönlichen Instanz in Sachen Filme und Serien geworden.

Nicorola – http://www.nicorola.de
„Rock-a-hula, Baby!“ ist das Motto von Nicorola. Täglich finden sich Musikvideos, MP3-Hinweise und Streams, Plattenkritiken und auch Interviews mit Musikern. Ich lese weder SPEX noch Visions noch Musikexpress – ich lese Nicorola!

Sprechblase – http://sprechblase.wordpress.com
Cem Basman ist Internet-Unternehmer und hat Einblick in das eine oder andere deutsche StartUp-Unternehmen. So mag ich Technik-Blogs: Wenig Geek-Stuff, viel Konkretes, starke Meinungen und interessante Diskussionen!

Küchenradio – http://www.kuechenradio.org
Das Küchenradio ist meine wöchentliche Portion Entspannung für die Ohren. Vier Journalisten vom Deutschlandradio Kultur machen in ihrer Freizeit einen einstündigen Podcast mit faszinierenden Gästen, interessanten Stimmen und guten Fragen.
Jeder der vier „Moderatoren“ pflegt seinen eigenen Stil und auch die Sendungen ohne Gäste funktionieren sehr gut. Sehr reflektierte Standpunkte werden vorgetragen und vertreten, mal ruhig, mal engagiert, mal sehr ernst, mal ulkig. Was in meiner Kindheit die TKKG- und Drei-Fragezeichen-Hörkassetten waren, ist für mich heute das Küchenradio.

London Leben – http://www.londonleben.co.uk
Konstantin Binder lebt seit Jahren in London und porträtiert die Stadt in Wort, Bild und Ton. Er transportiert viel englische Kultur und zeigt auch sehenswerte Stellen abseits des touristischen Mainstreams.
Wenn es darum geht, einen London-Trip zu planen, dann sollte „London Leben“ auf jeden Fall gleichberechtigt mit konventionellen Reiseführern als Quelle verwendet werden, wenn nicht gar als letzte und übergeordnete Instanz!

Thekenmeister – http://www.thekenmeister.de
Ein Ulmer Barkeeper berichtet über seinen Beruf. Es geht um Gäste und deren Verhalten (mal verschroben, mal lustig), Drinks und das Leben als der Mann hinter dem Thresen.
Ich bekenne: Seitdem ich den „Thekenmeister“ lese, verhalte ich mich in Bars anders und hab auch meine Trinkgeld-Gewohnheiten geändert…

USA erklärt – http://usaerklaert.wordpress.com
Amerikanische Kultur ist mehr als Coca Cola und Hamburger. Und auch mehr als waffenstarrende Rednecks und entspannte Westküstler. Ein interessanter Blog, der die Eigenheiten der Amerikaner erklärt und selbst vor vermeintlichen Details wie der Satzlänge bei anspruchsvollem Stil in Deutschland und Amerika nicht halt macht.
So sieht interessante Wissensvermittlung im Internet aus!

Herr Rau – http://www.herr-rau.de
Herr Rau ist Lehrer – das war der entscheidende Punkt, weswegen ich auf ihn aufmerksam geworden bin. Endlich erfährt man einmal mehr von der anderen Seite, sieht den Unterricht aus einer anderen Perspektive und lernt dank der interessanten Beiträge (wie etwa zur deutschen Sprachgeschichte – als Deutsch-LKler hatte ich manches schon gehört, aber z.B. das Kapitel zum Thema Phonetik war mir neu) hin und wieder neue Sachen kennen.

Hurra! – http://www.hurra-blog.de
Eva Schulz macht derzeit Abi in NRW (heute stand dort Deutsch auf dem Programm). Eva schreibt interessant und pointiert, findet das richtige Maß. Unbedingt angucken!

Beetlebum – http://blog.beetlebum.de
Jojo zeichnet (inzwischen auch professionell) und das tut er gut. Mehrmals wöchentlich erscheinen kleine Comics, die sich mit dem Leben des Zeichners befassen. Sehr erfrischend gezeichnet und immer sehr humorvoll!

Fotoblog der ZEIT – http://blog.zeit.de/fotoblog
Wahrscheinlich inspiriert vom „Boston Globe“, der seit längerer Zeit ein ähnliches Projekt am Start hat, veröffentlicht die ZEIT seit einigen Monaten großformatige Bilder zu ausgewählten Nachrichten. Nicht der klassische Tagesschau-Aufhänger, sondern richtig guter Foto-Journalismus.

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