Max macht Abitur

Beiträge vom März 2009

Tag der guten Nachrichten.

31. März 2009 · 8 Kommentare

Nicht heute, sondern gestern, Montag.

Eines war klar: Es würde die Facharbeit zurückgeben. Aber das fiel mir erst ein, als ich in der Schule war; zuhause ist mir das gar nicht eingefallen, obwohl mir das am Wochenende noch durchaus bewusst war.

Die erste gute Nachricht gab es aber schon vorher, als ich noch daheim war. Ich hatte ja geplant, nach dem Abi im Sommer wieder für Siemens zu arbeiten und wurde ziemlich auf dem kalten Fuß erwischt, als ich letzte Woche gehört hatte, dass Siemens – Finanzkrise sei dank! – alle Ferienarbeiterstellen gestrichen hätte. Sprich: Wenn das stimmt, hab ich erst mal keinen Job und dadurch auch kein Geld. (Ich hatte schon über Alternativen nachgedacht und sah mich schon bei Burger King stehen.) Sicherheitshalber hab ich mal in meiner Abteilung nachgehakt, was an dieser Info dran ist. Die Antwort: Genaues weiß man nicht, aber über meinen Vertrag entscheidet die Personalabteilung in den nächsten Tagen, dann wäre zumindest schon mal die Entscheidung klar.
Kurz vor 9 Uhr dann die frohe Nachricht für mich: Mein Vertrag ist genehmigt, das Gerücht damit eine Ente. Dass Siemens konzernweit keine Ferienarbeiter mehr einstellt, ist einfach falsch – aber vielleicht gibt es solche Entscheidungen für einzelne Sparten (wie z.B. MED, die im Moment ja nicht wirklich gut dastehen), das weiß ich nicht.

Die zweite gute Nachricht war dann das Thema Facharbeit. Die gab’s zurück und ich hab 14 Punkte. Wooohooooo! :-D Das Facharbeitsgespräch hab ich dann auch gleich ausgemacht, am Mittwoch werde ich schlüssig begründen, dass ich die FA auch wirklich selbst geschrieben habe. :-D

Ach ja, und die dritte feine Sache an diesem Tag: Das Wetter ist endlich mal wieder spitze! (Zum ersten Mal mit Sonnenbrille Auto gefahren in diesem Jahr, zum ersten Mal in diesem Jahr die Musik schön aufgedreht…)

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Kurzbericht.

26. März 2009 · 1 Kommentar

In den letzten Tagen ging’s hier um alles mögliche, nur nicht um die Schule. War auch ganz okay so. Jetzt der Nachklapp: Was in diesen Tagen geschah.

  • Dienstag gab’s die Mathe-Klausur zurück. Ich hab 10 Punkte und bin damit ganz zufrieden, vor allem weil der Schnitt des Kurses unter 6 Punkten lag. Passt schon.
  • Mittwoch haben wir Bio-Klausur geschrieben. Wenn ich 9 Punkte hab, krieg ich im Zeugnis was Zweistelliges. Klausur selbst lief ganz gut, trotz ungewohnter Fragestellungen und obwohl nebenan eine halbe Stunde lang jemand Saxophon gespielt hat (aber immer wieder abgebrochen, mit vielen unberechenbaren Pausen und immer nur ein paar Töne – ziemlich seltsam).
  • Seit Mittwoch trage ich außerdem neue Schuhe. Hatte ja schon mal angesprochen, dass ich bei Puma auf der Suche nach Sneakern war, diese endete erfolgreich. Schwarz, weiß und eine dritte Farbe, die wahlweise als „Brombeer-Rot“ oder „Pink“ beschrieben wurde. Reaktionen heute ganz lustig: „Wie, nicht adidas?! Bist du krank?“ „Die sind ja gar nicht rot…“ Ich lass das mal so stehen. :-D
  • Heute morgen gab’s die Religion-Klausur zurück. Schnitt um die 6 Punkte, also auch nicht berauschend. Ich hab 9 Punkte abgestaubt und find’s für zwei Tage abends in Konstanz lernen (während ich mich mit einem Franzosen auf Englisch unterhalten und mit einem Allgäuer über die Uni geredet hab) ganz okay.
  • In den letzten Tagen gab’s in einigen LKs die Facharbeiten zurück, ich kriege meine wahrscheinlich am kommenden Montag. Bin schon gespannt aufs Ergebnis (v.a. weil ich meine FA seit der Abgabe nicht mehr gelesen habe, immer frei nach dem Motto „Fire and forget„), die FAs der anderen fielen bislang ja einigermaßen gut aus, meistens zweistellig.
    Interessant aber in jedem Fall: Angeblich gab’s im Chemie-LK einen Plagiat-Versuch. Wie viel da dran ist, weiß ich nicht, aber das Gerücht hält sich hartnäckig. Ich hab auch schon einen Kandidaten im Visier, dem ich das zutrauen würde – aber das ist reine Spekulation und ich werde einen Teufel tun und diesen Namen hier schreiben. (Wäre unverzeihlich, wenn besagter Verdacht sich als falsch herausstellen sollte.)
  • Morgen schreibe ich Englisch-Klausur. Ich gehe der Sache relativ gelassen entgegen, ich hab mich so gut es ging vorbereitet, aber die Aufgaben werden alle zu unbekannten Texten sein, weswegen gezieltes Lernen nicht wirklich möglich ist.
  • Morgen ist auch offiziell der Abgabetermin für die Berichte fürs Abi-Buch. Betonung auf offiziell, denn gefühlte 95-98% der Berichte sind nicht da. War auch so erwartet, wir haben mit großzügigem Puffer gerechnet. Etwas kurios: Anscheinend ist nicht allen Schreibern klar, an welche Mailadresse sie die Berichte schicken sollen, obwohl diese groß und fett auf einem ausliegenden Info-Zettel steht. Also gibt’s morgen noch einmal einen Info-Zettel, wo diese noch größer und noch fetter steht. Mal schauen, wie viele mich dann immer noch fragen… ;-)
    Ich kann so halb-stolz vermelden: Die Berichte, an denen ich mitgeschrieben habe, sind so gut wie fertig. Ein Einzelbericht wird noch gegengelesen und gekürzt, beim anderen fehlt noch eine Idee an einer einzigen Stelle, da steht im Moment noch ein Platzhalter. Der LK-Bericht für Sozi/Geschichte ist fertig und abgegeben, der für Deutsch wird morgen geschrieben. Könnte schlimmer sein.
    Ich freu mich schon darauf, zahllosen Berichten hinterherzurennen. Nicht.

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Frühling?

25. März 2009 · 1 Kommentar

Meine Damen und Herren, der Kalender behauptet, es sei heute der 25. März 2009 und draußen schneit’s, regnet’s oder schneeregnet’s. Klimawandel? Ja, aber irgendwie in die andere Richtung gerade…

Um bei dieser Wetterlage nicht vollkommen durchzudrehen und depressiv zu werden, empfehle ich ein Musikvideo von Franz Ferdinand zu einer schon etwas älteren B-Seite, „L.Wells“. Schwarzweiß, jaja, aber mit hübscher Hauptdarstellerin und viel guter Laune. Und, ja, ich gebe zu: Ich stehe unheimlich auf Frauen, die ein süßes Lächeln haben. Und auf Frauen mit tollen Haaren. Und auf Frauen überhaupt. :-D


Direkt:L.Wells

Wer sich außerdem noch für mein furchtbar spannendes Leben interessiert: Später fahren wir noch nach Herzogenaurach, zu Puma. Man sagte uns, wir gehörten zur „Family and Friends of Puma“ und würden 30% Nachlass kriegen. Bedeutet für mich, dass ich auf die Suche nach einem neuen paar Sneakers gehe, bei denen das Leder etwas länger hält als bei meinen letzten adidas-Exemplaren.

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Theater-Aufführung.

23. März 2009 · 32 Kommentare

Ich hab mir vorgenommen, erst etwas Abstand zu gewinnen, bevor ich darüber schreibe. Natürlich hätte ich auch direkt nach der Aufführung, also noch am gleichen Abend, nach dem Heimkehren, noch leicht schwitzend und etwas euphorisiert an den Rechner setzen und ein paar Zeilen von mir geben können, aber das wollte ich nicht. Mir war wichtiger zu sehen, wie ich mit ein, zwei Tagen Distanz auf das Geschehen blicken würde.

Jetzt also. Theater. Am Gymnasium. Zwei Abende lang. Unter anderem mit mir auf der Bühne.

Am Freitag waren wir ab 16 Uhr in der Schule. Die Aufführung sollte um 20 Uhr beginnen, aber bis dahin gab es noch einiges zu tun. Bühne herrichten, schminken, … Und dann eben noch so Sachen wie das Gestalten des Getränkeausschanks etc. Viele hatten bei der ganzen Sache ein ziemlich gutes Gefühl, aber so richtig sicher war sich im Vorfeld keiner. Ich hatte ja befürchtet, dass einige die Nerven verlieren und panisch werden würden. Und dass ich deswegen würde knurren müssen, um den Laden auf Kurs zu halten. Aber: Es war nicht wirklich nötig. Ich habe es einmal bei einem tiefen Blick in die Augen belassen (und zwar bei einem der zwei Kandidaten, die ich schon vorher im Blick hatte), aber das war alles.

Mit der Maske waren wir früh fertig, dann haben wir uns ausführlich aufgewärmt. Unser Problem: Die Sänger hatten allesamt Probleme mit der Stimme, waren erkältet. Es war nicht auszuschließen, dass denen mittendrin die Stimme wegbricht. Unschön.
Beim gemeinsamen Abendessen wurde das Gefühl dann besser. Alle saßen zusammen und unterhielten sich – so richtig schlimm nervös war keiner, aber eine Grundanspannung war da. Gute Voraussetzungen für eine gute Aufführung. Die sollte es auch werden.
Es lief einfach verdammt gut. Wir gingen gemeinsam raus und der Anfang klappte. Es ging weiter, es lief einfach. Das Publikum war bei der Sache. Wer nicht auf der Bühne war, saß hinter den Vorhängen und hörte zu. Nach etwa 50 Minuten gingen wir in die Pause. Ganz schön schnell, aber nach Meinung unseres Licht- und Tonmannes wirkte es besser als in den Proben. Gemeinsamer kurzer Jubel in der Pause, dann wieder Konzentration und Blick nach vorne. Noch war die ganze Sache nicht vorüber.
Als es dann fokussiert weiterging und Fehler Mangelware blieben, war für uns klar: Das wird was! Dementsprechend wohl fühlten wir uns in unserer Haut, dementsprechend befreit gingen wir raus zum Applaus, dementsprechend gelöst war die Stimmung nach der Aufführung. Wir ließen uns loben, saßen da und lachten und einer nach dem anderen verabschiedete sich. Aber: Alle waren sich bewusst, dass man sich morgen auch noch einmal würde konzentrieren müssen.

Samstag, 16 Uhr. Ein ähnliches Bild, wieder trafen wir uns zur Vorbereitung. Sortierten die Kostüme hinter der Bühne, warteten auf die noch Fehlenden. Schon da war zu spüren: Die Anspannung war am Abend zuvor wesentlich höher gewesen. Da waren alle pünktlich! Und heute trudelte man so peu à peu ein. Man erzählte sich viel, man hing viel herum. Der Zug fehlte, der Druck fehlte, die Anspannung fehlte. Es war zu befürchten, dass es in die Hose ging, weil alle es zu locker nahmen.
Ich hab schon früh gemerkt, dass ich heute abend würde knurren müssen, lang und ausdauernd. Mit Verspätung haben wir uns geschminkt. Mit Verspätung haben wir zu Abend gegessen. Mit Verspätung haben wir uns warm gemacht und mussten schon nach kurzer Zeit abbrechen, weil einige herumalberten. Wir wollten eigentlich unseren gemeinsamen Anfangs-Text proben, aber immer gab es jemanden, der nicht bei der Sache war, der grinste, der seinen Text vergas und – anstatt einfach darüber hinwegzuspielen – ein „Scheiße!“ von sich gab. Die Stimmung war wie bei einer Probe, aber nicht wie bei einer Aufführung. Wir mussten das Aufwärmen verfrüht abbrechen, weil es erstens keinen Sinn hatte und weil zweitens in einigen Minuten die ersten Zuschauer da sein würden.
Jeder sollte sich selbstständig warmmachen und noch einmal seinen Text durchgehen. Wer dies gemacht hat und wer nicht, weiß ich nicht mehr, weil ich mich etwas zurückgezogen habe, um mich in aller Ruhe und ohne Ablenkung auf die Aufführung vorzubereiten. Als ich aber nach einiger Zeit zurückkam und einen fröhlichen Hühnerhaufen vorfand, der alles andere als konzentriert war, bin ich deutlich geworden. Jetzt half kein Mahnen mehr, jetzt war es Zeit zu knurren (und ich war nicht der einzige).
Ob die Botschaft ankam, weiß ich nicht. Man versicherte mir, man sei konzentriert. Ich sagte, ich hätte Angst, dass wir es heute abend versauen, weil der Druck und die Konzentration fehlten. Es war absolut offensichtlich, dass es gestern zu gut gelaufen war und einige deswegen einen Gang runterschalteten. Ich hatte absolut keine Lust auf ein Scheitern, weil einige meinten, sie müssten nur mit halber Kraft arbeiten. Und gleichzeitig bekräftigte ich, dass ich das alles zurücknehmen würde, wenn es heute abend wieder gut lief. Um es vorwegzunehmen: Es lief gut. Ob aber alle von vornherein genauso konzentriert wie am Vortag waren oder ich und die anderen Mahner letztlich ein kleines Umdenken ausgelöst haben, weiß ich nicht.
Ich (und wie ich nachher erfahren habe auch einige andere) hatten ein total schlechtes Gefühl, als sie auf den Beginn der Aufführung warteten. Und gleichzeitig war ich wild entschlossen, auch heute abend alles zu geben. Ich wollte nicht daran Schuld sein, dass es nicht klappte. Aber das war gar nicht nötig, denn es klappte erneut. Zwar etwas mehr Fehler als am Vortag, aber wieder lief es größtenteils wie am Schnürchen. Das Publikum stand voll hinter uns und als es selbst nach der Pause immer noch wunderbar funktionierte, wichen meine Bedenken der Freude. Ich habe es einfach genossen, da rauszugehen und mich zu konzentrieren und meine Leistung zu bringen und dafür belohnt zu werden.

Die After-Show-Party fiel wesentlich besser aus als am Abend der Premiere, wo man ja immer noch eine weitere Aufführung blickte und sich deswegen schonen wollte. Nach der zweiten Aufführung aber war Feiern angesagt, die Sektflaschen wurden geköpft, zunächst unterhielt man sich noch etwas mit dem Publikum, das teilweise noch einige Minuten dablieb. Als dann schließlich nur die Theater-Truppe (und einige Freunde) da waren, ging es erst richtig los. Die Musikanlage wurde aufgedreht, der Sekt machte die Runde, wir tanzten auf den Tischen, lagen uns in den Armen, freuten uns über uns selbst. Nach der ersten Euphorie vereinte man dann feiern und aufräumen, die Bühne wurde gesäubert und die Requisiten geordnet, gleichzeitig aber sang man immer noch im Chor die Musik aus unserem Stück oder „unser“ Lied.
Als dann alles einigermaßen aufgeräumt war, zog man weiter in einen nahen Jugendclub, der wahrscheinlich so gut wie leer sein würde. (An diesem Abend hatte man schon frühzeitig klargestellt, dass es erwartet wurde, nicht direkt nach der Aufführung zu gehen, sondern noch dazubleiben und zu feiern.) Die anderen Gäste waren uns auch nicht so wichtig, wir wollten eigentlich viel lieber unter uns sein. Mit einigen Flaschen Sekt enterten wir also besagte Lokalität und hatten sie kurz darauf größtenteils für uns – unsere gute Laune vergraulte anscheinend die spärlichen anderen Gäste, die alle irgendwie nicht wirklich Lust auf Feiern hatten. Wir dafür umso mehr. :-D (Und ich kann seit diesem Abend einen Punkt auf meiner „Was ich schon immer mal machen wollte“-Liste abhaken: Sektflasche öffnen, Daumen auf die Öffnung, schütteln, spritzen. :-D Macht ziemlich viel Spaß! :-D )

Der nächste Morgen war dafür umso schlimmer (und der Sekt war nicht Schuld daran). Die Einsicht, dass man jetzt diese Theatertruppe würde verlassen müssen und es jetzt erst einmal vorbei war, setzte ein und war wie ein Stich ins Herz. Wir waren ein guter Haufen, wir haben uns gut verstanden, wir passten zusammen. Natürlich geht es bei so vielen extrovertierten Charakteren, die eine Theatergruppe naturgemäß in sich versammelt, nicht immer reibungsfrei zu, aber es gab einen gemeinsamen Nenner, der nicht unbedingt klein war. Und jetzt war das alles vorbei. So fühlt sich Liebeskummer an, so fühlt sich Entzug an.
Man versucht irgendwie diesen einsetzenden Schmerz zu betäuben. Bei mir geschah das mittels „unseres“ Lieds, „Alegría“ (von der Zirkustruppe vom Cirque du Soleil), das in der Dauerschleife lief. Wirklich besser wurde es dadurch nicht. Aber irgendwas muss man ja machen, wenn man erkennt, dass all das jetzt erst einmal vorbei ist und so schnell nicht wiederkommt. (Und irgendwie hatten auch einige andere das genau gleiche Problem…) Was mich am meisten gefreut hat: Die Chefin schickte Mails mit Bildern vom Feiern und von vor dem Stück; gleichzeitig kam der Vorschlag, gemeinsam nach Erlangen zu fahren und sich „Kasimir und Karoline“ anzusehen, ein weiteres Horváth-Stück, und anschließend noch gemeinsam durch die Nacht zu ziehen. Ich denke, unsere Meinung dazu ist eindeutig: Jaaaaaaaa, natürlich, so schnell wie möglich!

Und ganz nebenbei gab es noch einen weiteren Stimmungsaufheller: Vielleicht können wir „Glaube Liebe Hoffnung“ noch einmal aufführen, auf den Bayerischen Theatertagen zum Beispiel. Ich wäre sofort dabei…

Zum Abschluss noch einige Zeilen aus dem bereits oben zitierten „Alegría“ vom Cirque du Soleil. Sie treffen ziemlich die Stimmung, in der ich mich am Sonntag befand, nachdem ich realisiert habe, dass jetzt meine Zeit mit dieser (Schul-)Theatergruppe vorbei ist, weil ich (Abitur-bedingt) gehen muss:

Alegria
I see a spark of life shining
Alegria
I hear a young minstrel sing
Alegria
Beautiful roaring scream
Of joy and sorrow,
So extreme
There is a love in me raging
Alegria
A joyous,
Magical feeling

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Sieben bis neun Werktage.

23. März 2009 · Kommentar schreiben

Schon seit mehr als einer Woche dient mir meine externe Festplatte nicht mehr als Handwärmer, sie hat einfach den Betrieb eingestellt.
Eigentlich wäre das nicht so schlimm, denn sie war von vornherein nur als ein großer Sammelplatz für Dateien gedacht, die ich nicht täglich brauche. Eine Art Archiv, teilweise aber auch mit aktuellem Bezug (zum Beispiel ist meine gesamte Musiksammlung aus Platzgründen dorthin ausgelagert).

Ich höre wenig Musik direkt am Computer, viel lieber betanke ich meinen iPod und stecke mir die zwei kleinen Plastikkopfhörer in die Ohren.  Dummerweise synchronisierte sich der iPod gerade zu dem Zeitpunkt mit dem Laptop, als die Festplatte aussetzte. Die Folge: iTunes fand die Musiksammlung nicht mehr und gab das auch so an den iPod weiter, der daraufhin seinen gesamten Inhalt löschte.
Jetzt hatte ich wirklich ein Problem.

Einen Tag später habe ich mir die Zeit genommen und mich durch die Support-Seiten von Western Digital (die haben meine externe Festplatte gebaut) gewühlt. Die Seite sah irgendwie seltsam aus, war vordergründig sehr modern, wirkte aber veraltet, sobald man in die Tiefe ging und außerdem musste man sich aufwändig registrieren, um überhaupt Support zu bekommen.
Das habe ich dann auch getan, wenn auch etwas zähneknirschend. Viel lieber wäre mir eine E-Mail-Adresse, an die ich einfach schreiben kann – und kein komisch verklausuliertes Formular mit vielen Pflichtfeldern.

Meine Musiksammlung ist mir lieb und teuer und es war schon nicht schön, kurzfristig auf den iPod verzichten zu müssen. Also habe ich brav alle Felder ausgefüllt und die Support-Anfrage abgeschickt. Und keine Antwort erhalten. Am Anfang habe ich mir nicht viel dabei gedacht, so eine Support-Anfrage wird ja sehr selten sofort beantwortet. Aber als nach einer Woche immer noch keine Antwort vorlag, erschien mir die Sache doch etwas Spanisch. Nun also doch Telefon-Support.

Im Vorfeld des Anrufs habe ich dann noch einmal den Status meiner Support-Anfrage gecheckt. Das System hatte sie einfach gefressen! Die ganzen Informationen über mich, die Festplatte, den Rechner – umsonst?!
Hoffentlich war wenigstens die Hotline kompetent. Am Anfang befürchtete ich das schlimmste: Eine einzige Nummer für Westeuropa und ich rief an – vier Minuten vor Feierabend im Callcenter. Ich hatte schon radebrechende Support-Mitarbeiter in meinem Hinterkopf. Sollte sich aber als übertriebene Befürchtung herausstellen, denn ich wurde relativ direkt (ich musste dem Sprachcomputer nur vermitteln, dass ich gerne deutsch sprechen würde) weitergeleitet an einen der Mitarbeiter. Kurz das Problem beschrieben, eine Rückfrage, dann die Bestätigung: Ist wohl das Netzteil (hatte ich auch vermutet) und auf die Platte wäre noch Garantie. Seriennummer diktieren, ein paar Fragen zur Person beantworten, fertig. So schön kann Telefon-Support sein!
Eine einzige Ungereimtheit blieb dann doch noch am Ende: Warum braucht so ein großer Laden wie Western Digital nach eigener Angabe sieben bis neun Werktage, um ein simples Netzteil zu verschicken?

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