Das mit Überblick über die Facharbeit wird heute nix mehr, ich war vorhin im Fitness-Studio und bin jetzt erstens frisch geduscht und zweitens platt – und außerdem schaue ich gerade den Stream vom aufgezeichneten Tomte-Konzert auf 3sat. Den gibt’s hier in der 3sat-Mediathek zu sehen und ist nur zu empfehlen. Da kommen Erinnerungen auf an einen genialen Konzertabend im November (hier nachzulesen)…
By the way, Theresa, wenn du das hier liest: Die Sache mit den Beatsteaks-Live-DVDs ist mir gestern wieder eingefallen, ich bring sie mal irgendwann mit (hoffentlich!).
… war gestern. Mir ist heute früh erst aufgefallen, dass ich irgendwann so um die Zeit herum vor einem Jahr dieses Blog aufgemacht habe. 28.12.2007 war’s genau, happy birthday und so…
Bin momentan eher mit Facharbeit beschäftigt, Details gibt’s vielleicht morgen.
Beim Schreiben der Facharbeit hat man ziemlich lange das Gefühl, noch nicht annähernd fertig zu sein, selbst wenn man bereits 20 Seiten Text im Laptop mit sich durch die Gegend trägt. Heute habe ich mich daran gemacht, am dritten Block der FA zu arbeiten. Dass ich Probleme hatte, mich für ein Thema zu entscheiden, habe ich ja hier bereits einmal geschrieben; ich habe zwischen dem Weg zur KSZE und dem Erfurter Gipfeltreffen geschwankt. Als Option stand da auch noch der Kniefall von Warschau zur Verfügung, aber das Fachbuch, das ich dazu vorliegen hatte, war schwierig zu lesen und war auch nicht von einem Historiker, sondern von einem Soziologen verfasst und beschäftigte sich zunächst einmal ausführlich mit der Bedeutung des Geschichtenerzählens…
Bei Perlentaucher.de heißt es dazu:
[Aus der taz:] In seiner Analyse ziehe der Konstanzer Soziologe sämtliche Register seines Faches, weshalb der Rezensent auch von „schwerer Kost“ spricht und Zweifel anmeldet, ob ihm jeder Leser auf dieses hohe Niveau werde folgen können.
[...]
[Aus der Frankfurter Rundschau:] Andererseits hält sie Schneider vor, mit einem Übermaß an Theorie und wortreichen Erläuterungen das Ereignis selbst zu überlagern. Die akademische Beschäftigung mit der Materie wird zum eigentlichen Thema. Und letztlich kann sich Rutschky nicht des Eindrucks erwehren, dass bei Schneider die Wirklichkeit der Theorie zu genügen hat und nicht umgekehrt.
Die zwei Stimmen und zusätzlich der heftige Schreibstil, der von KZ-Insassen über Bibelstellen zu Nietzsche und Goethes Faust springt, haben dann ihr Übriges getan, um mich den Text weglegen zu lassen. Interessanterweise ist der Autor, Christoph Schneider, Professor für Soziologie an der Uni Konstanz, wo ich vielleicht ab kommendem Herbst studieren werde, wahrscheinlich sogar eine Studienrichtung, in der ich mich teilweise mit Soziologie werde befassen müssen und damit die Möglichkeit habe, besagten Herrn Schneider einmal live kennen zu lernen…
Ich habe heute damit begonnen, einen Text über das Erfurter Gipfeltreffen zu lesen und bin positiv überrascht. Der Autor geht detailliert auf die Archive der BRD und der DDR ein und wenn die anderen Arbeiten auch so aussehen, dann dürfte der dritte Block wohl der inhaltlich beste werden. Ich habe mir überlegt, das Thema etwas weiter zu fassen und etwa den vorläufigen Titel „Vom Erfurter Gipfeltreffen zum Grundlagenvertrag“ zu wählen. Ich denke, ich werde noch auf die Suche nach Aufsätzen (v.a. zum Grundlagenvertrag) gehen und dann wird da mit Sicherheit ein guter Block zusammenkommen.
And now for something completely different: Musik und ich sind ein sehr spezielles Thema. Musik beschäftigt und beflügelt mich, aber ich muss sie sehr ausgewählt hören. Ich kann bei Musik nicht arbeiten (wenn ich konzentriert bin, darf man mich sowieso nicht durch eine Geräuschkulisse ablenken), ich höre manchmal wochenlang kaum Musik und dann innerhalb weniger Tage sehr viel. So war das auch in den letzten Tagen, wo ich gleich zwei Mal bei iTunes zugeschlagen habe. Zum einen The Times They Are A-Changin’ von Bob Dylan, zum anderen One von Johnny Cash (ein U2-Cover). Im Moment laufen beide in der Heavy Rotation, ich mag im Moment dieses etwas spröde Element in der Musik.
Irgendwie bin ich heute extrem lustlos, habe ständig kalte Füße, leichte Kopfschmerzen, nichts geht vorwärts. Für drei Seiten Bearbeitung an der Facharbeit habe ich drei Stunden gebraucht, immer wieder Pausen gemacht, bin ständig unkonzentriert gewesen und hab mich richtig in die Arbeit reinquälen müssen. Selbst Kaffee und gelegentliches Naschen von den Resten von gestern abend (Geflügel und Mango auf einem Feldsalatbett) haben da wenig gerissen.
Es hat ewig lang gedauert, am Ende gab es dann ein Ergebnis: Der zweite Block ist vorläufig fertig, alle Zitate sind drin, nur die Überlänge will noch bekämpft werden. Wie viel am Ende wegfällt, muss ja sowieso noch einmal ausdiskutiert werden, weil nach meinem Verständnis die Anmerkungen in den Fußnoten nicht in die Maximalseitenzahl fallen.