Das Motto der re:publica 2009 lautet „Shift happens“ (ja, das ist ein f dabei, das man gerne überliest) und bezieht sich auf ein YouTube-Video, das inzwischen mehrfach in aktualisierter Form erschien und sich mit dem Wandel in der Welt beschäftigt. Hört sich langweilig an, ist aber genau das Gegenteil.
Was mich am meisten beeindruckt hat: Schätzungen zufolge wird ein Computer im Wert von 1000$ im Jahr 2049 über mehr Leistung verfügen (also auch in Sachen „Denken“) als die gesamte menschliche Spezies.
Hier das Video:
A propos Shift happens: Ich hab neulich aus Zufall gesehen, dass Schülerlizenzen für das Microsoft-Office-Paket relativ günstig sind. Im Moment befinden sich 3 Lizenzen für zusammen knapp 70€ auf dem Weg zu mir…
Man liest dieses Blog. Aaaah! WordPress hat ziemlich gute Zugriffsstatistiken und in den letzten Tagen ging’s gut nach oben. Ist schon irgendwie ein gutes Gefühl, wenn man weiß, dass so viele Menschen auf einen stoßen – aber ich bin ganz froh, nicht so genau zu wissen, welches Bild dabei im Kopf entsteht.
Meine Schlüssel geb ich nie mehr her. Vor allem nicht der Yara. Großer Fehler, sehr großer Fehler. Einmal die Klappe aufgerissen und schon war man genötigt, den Schlüsselbund auf den Tisch zu legen. Und kurz darauf zu gehen. Für etwa eine halbe Stunde. Nicht gut. (Aber schon mal viel Spaß, Guddl und Yara, wenn ihr mit dem angefertigten Zweitschlüssel schon bald in meinem Zimmer stöbern geht. Soll ich euch noch schreiben, wann ich nicht da bin?)
Frühes Abgeben sorgt für Fragen. Heute in der Reli-Klausur hab ich als erster abgegeben und wurde angeschaut wie ein Auto. Ich hoff mal, die hatte keine Rückseite Alle anderen, die nach mir rauskamen: „Wieso warst du denn so schnell fertig?“ (Beste Grüße an Marc, ja, ich schreibe von der Reli-Klausur…)
Meine Handhaltung beim Schreiben ist eher suboptimal. Heute nachmittag hab ich mir den Geschichtsstoff für die letzte Sozi/Geschichte-Klausur zusammengeschrieben. Die Fingerkuppen sahen danach nicht mehr schön aus, irgendwie drück ich den Stift da schön rein. Nicht gut…
Zeiten einschätzen ist nicht mein Ding. Ich hab mit der Chris in einer Freistunde „unsere“ Szene fürs Vorspielen am Samstag geprobt. Hatte mit eher zwei Durchgängen gerechnet, am Ende waren’s geschätzte acht. Aus den 10 Minuten, die ich im Kopf hatte, wurden 40. Siehe auch: Schlüssel. Argh! Heute in der Kategorie „doofe Versprecher“: Solarium statt Terrarium. Ein unvermitteltes „Interessiert Sie ein Solarium?“ hat was von schlechtem Porno…
Lesen können während Andere reden ist hilfreich. Und ich kann’s nicht. Eine Mittagspause lang versucht, sechs Seiten in der Literaturgeschichte zu lesen. Grad noch so geschafft, weil’s am Ende leiser wurde.
Drittletzte Klausur vor Weihnachten erledigt, Mathe ist vorbei. Die Aufgaben an sich waren nicht mal so extrem schwer (ich hatte vorher was anderes erwartet). Den neuen Stoff konnte ich eigentlich ziemlich gut und dementsprechend sauber lief ein Großteil der Klausur. Bis, ja bis kurz vor Schluss. Es ging um ein Drachenviereck und welche geometrische Bedeutung der Punkt E in diesem Beispiel hat (die Skizze musste man sich selbst hinbasteln, die gestrichelten Strecken hatte man vorher als Geraden ausgerechnet). Öhm, ja. Ich hab ewig hin- und herüberlegt, dachte am Anfang an den Schwerpunkt (was aber rechnerisch nicht passte), hab dann an irgendwelche Winkelhalbierenden gedacht. Am Schluss hab ich „Schnittpunkt der Lotgeraden“ reingeraten – ist Quatsch. Die Antwort wäre gewesen: Mittelpunkt der Strecke AD – aber so einfach haben wohl die wenigsten gedacht…
Ansonsten lief’s wie gesagt gut, ich hab nachher meine (etwas seltsamen) Ergebnisse mit dem alten Mathe-Checker Finz verglichen und wir hatten eigentlich überall das Gleiche. Yeeha!
Übermorgen ist Reli angesagt, ich freu mich schon auf deontologische und teleologische Ethik. Die Sache werd ich aber eher locker angehen, ich hab meine zwei Pflichteinbringungen eigentlich schon im Sack und alles was jetzt noch kommt ist im Prinzip egal – es sei denn, es ist besser…
Noch was ganz Anderes: Hab vorhin auf YouTube was gefunden. Stefan Raab hat im ZDF was gefunden: Kuppelshows mit extrem (!) seltsamen Leuten.
Laut Aussage von Herrn Hagen ist der adidas-Slogan «Impossible is nothing» (ebenso wie das Toyota-Pendant «Nichts ist unmöglich») auf die Bibel zurückzuführen.
Ich hab’s nicht geglaubt und eine kurze Recherche ergab: So wirklich steht’s nicht drin. Im Matthäus-Evangelium heißt es mal, dass der Glaube Berge versetzen könne, die Luther-Übersetzung ist wörtlich «und euch wird nichts unmöglich sein». Aber: Das ist eine einzige Stelle in einem riesigen Buch, außerdem wird die vorliegende Geschichte ein paar Mal in anderen Evangelien parallel erzählt und da ist diese Redewendung nicht gebräuchlich. Also: Ein dickes Fragezeichen hinter der Aussage…
Ich verbringe im Moment möglichst viel Zeit stehend. Hab’s gestern abend geschafft, auf dem ersten Eis des Jahres auszurutschen und richtig schön auf den Hintern zu fallen. Schöner blauer Fleck, zum Glück nur eine Seite (man kann schön verlagern)…
Wir schreiben kommende Woche Mathe- (Dienstag) und Religion-Klausuren (Donnerstag), am Wochenende ist Theater und ein Theaterbesuch in Nürnberg (Orestie) angesagt, in der Woche darauf steht meine vorerst letzte Klausur an: Sozi/Geschichte.
Heute dann auch noch wichtiger Termin: Der Freundeskreis Höchstadt-Krasnogorsk hat das 5-jährige Bestehen gefeiert, ich sollte zusammen mit Silvie den Schüleraustausch dieses Jahres präsentieren. In den Herbstferien haben wir unsere Bilder zusammengestellt und waren eigentlich ganz zufrieden. Letzte Woche gab’s dann noch einen Spezialauftrag: bestimmte Bilder sollten eher nicht erscheinen (Inneneinrichtung von russischen Wohnungen – hatten wir eh nicht drin), bestimmte Bilder sollten unbedingt erscheinen (der russische Landrat, weil er auch zu Gast sein würde). Also noch einmal durchgesucht, Bilder rausgeschmissen, andere reingenommen, Seiten umstrukturiert und alles auf Hochglanz poliert.
Heute abend war’s dann so weit, nachdem sich der Rest des Programms etwas verzögert hatte, waren wir nach etwa zwei Stunden an der Reihe. Ich hatte mir ein paar Moderationskärtchen vorbereitet, aber musste gleichzeitig auch noch ein Mikrofon halten – etwas zu viel für Leute, die nicht unbedingt geborene Multi-Tasker sind. Ich hab dann größtenteils freestyle gehalten und hatte einige meiner vorbereiteten Sätzchen im Kopf. Es ging ziemlich flott durch, obwohl ich angeblich nicht mal so extrem schnell geredet habe (yeah!). Ich hab nicht auf die Uhr geschaut, aber Silvie und ich haben wohl so 6-7 Minuten gebraucht.
Danach haben wir Getränke ausgeschenkt (eigentlich Ivos Job, aber der war nicht da und hat auch auf meine SMS nicht reagiert – irgendwie scheiße [Anmerkung: Ivo sieht das anders und hat das in den Kommentaren auch so zum Ausdruck gebracht]) und noch dicke Lob abgestaubt. Eine ganze Reihe Leute hat uns gesagt, dass sie die Präsentation gut fand, so kurz, knackig, lebendig, so ein Kontrast zu gelegentlich langatmigeren Politikerreden. Geht natürlich runter wie Öl.
A propos „runter wie Öl“: Um den Russland-Klischees Rechnung zu tragen, gab es natürlich auch Wodka. Insgesamt waren zwei Flaschen da, weil man damit gerechnet hatte, dass viele keinen trinken würden. Naja, Silvie und ich haben einen Shot nach dem anderen gefüllt. Wasser, Apfelschorle und O-Saft gingen alle schleppend weg, aber mit dem Wodka kamen wir gar nicht nach. (Manche haben gleich vier Gläschen mitgenommen – ich denk mal, nicht nur für sich selber…) Ich hab keinen Überblick, wer da wie viel getrunken hatte, aber irgendwann war der Wodka alle und ich denke nicht, dass da der Bedarf schon gedeckt war. (Also nicht dass da der Eindruck entsteht, alle hätten gesoffen wie die Löcher, es hat einfach niemand damit gerechnet, dass da jeder im Schnitt einen bis zwei Wodka trinken würde. Dass uns dann so die Bude eingerannt wurde, war dann irgendwie lustig.)
(Kurzer Nachtrag: Herr Hagen forderte Erwähnung im Blog – „du schreibst doch so Tagebuch“ -, die soll er bekommen. Zum Beispiel könnte ich hier schreiben, dass er O-Saft forderte, während seine Frau Wasser trank. Oder dass er sehr diskret das letzte Teil vom Büffet mitnahm – sieht so aus, als würde er das öfter machen, sehr elegant )
- Currently listening: Tomte – Du bringst die Stories (Ich bring den Wein). „Lass es ruh’n, lass es sein, du bringst die Stories, ich bring den Wein.“ Gutes Ding!