Max macht Abitur

Meine Damen und Herren, das Abimotto!

29. Juli 2008 · 4 Kommentare

Heute wurde gewählt, das Abi-Motto stand zur Diskussion. Mir war schon im Vorfeld klar, dass es okay werden würde, denn Es eskABIert – 13 Jahre und die Hütte steht immer noch war schon im Vorfeld rausgeflogen und ich sehr froh (in meinen Augen das letzte Prolo-Motto). Zur Wahl standen:

  1. Abi 09 – Na und?
  2. Abi 09 – 13 Jahre warten auf Freitag (die Entscheidung war bewusst gegen rABInson Crusoe gefallen)
  3. Westminster ABI – Der Adel dankt ab
  4. ABIdas – Mit Stil zum Ziel
  5. Piranha – Wo ist das ABI?!
  6. noch ein Motto, das ich leider vergessen habe

In die Stichwahl kamen 13 Jahre warten auf Freitag und Westminster Abi. Die Stichwahl gewann schließlich Westminster ABI mit 66 zu 42 Stimmen bei 6 Enthaltungen. Im Nachhinein war die Entrüstung groß, einige wollten das Motto nicht und die ganze Diskutierei ging los.

Ich will an dieser Stelle nur sagen, dass ich es affig finde, über existierende Mehrheiten zu streiten, denn die Mehrheit hat entschieden und dementsprechend halte ich es nur für konsequent, diese Entscheidung zu akzep- und respektieren. Es war ja auch nicht so, dass der Liebling der K-Sprecher gewann… (Ich habe in beiden Wahlen für Westminster ABI gestimmt, deswegen war die Diskussion danach für mich kein Thema.) Irgendwie ist es doch komisch, sich über die Arroganz der Gymnasiasten aufzuregen (hallo Thomas!) und gleichzeitig gegen ein Motto zu stimmen, das genau diese Arroganz auf die Schippe nimmt…
Andere (hallo Claudia!) kritisierten, dass das Motto zu sehr ein “typisches Gymnasiasten-Motto” wäre – ich kann bis jetzt nicht entdecken, was daran schlimm wäre.

Außerdem war für diese Abstimmungs-Vollversammlung auch noch Mia Karger angekündigt, die nach dem Abitur an unserer Schule die Hamburger Bucerius Law School studiert hat und jetzt Doktorandin der Ludwig-Maximilians-Universität München ist. Sie hat uns sehr locker, unterhaltsam und direkt über Möglichkeiten zur Studienförderung informiert, ihre Powerpoint-Präsentation war “3,5 rückblickende Ratschläge” betitelt: 3,5 Ratschläge, was sie im Nachhinein empfehlen würde, welche Fehler sie gemacht hat usw. Ich fand’s einfach gut, meiner Meinung nach war sie die bislang beste Referentin an der Schule, wesentlich direkter als etwa die Beraterin vom Arbeitsamt und mit einer “amerikanischen Sichtweise” ausgestattet: Macht, was ihr wirklich wollt, traut euch was zu, bewerbt euch – schlimmer als eine Absage wird’s nicht. Ich fand es auch sehr aufbauend zu hören, dass diese mutige und direkte Herangehensweise auch tatsächlich zum Erfolg führt.

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4 Antworten bis hierher ↓

  • Flo // 29. Juli 2008 um 20:15

    Kurz zum Motto:

    Traurig, ich mag diese 0815 Mottos nicht, dies es schon sooooo oft irgendwo gab, wir ham uns deshalb was eigenes überlegt, aber die Abstimmerei war echt grauenvoll ….

    Zu der BLS:
    Lies dir mal den Wikipedia Eintrag zu dieser Privatuni durch, dort sind Studiengebühren im fünfstelligen Bereich an der Tagesordnung, sowie Durschnitte von 1,0 Standard im Abizeugnis.
    Über die Qualität lässt sich natürlich nicht streiten, da hat sie eine Vorbildfunktion, doch hängen die guten Examensleistungen auch stark von der Motivation der Studenten ab, die für ihr Studium so viel Geld bezahlen.

    Geschmackssache, meiner Meinung nach.

  • Max // 29. Juli 2008 um 20:28

    Es gibt tausende Gymnasien in Deutschland und es gibt abertausende Abiturjahrgänge. Wie groß ist da die Chance, ein individuelles Abi-Motto kreieren zu können? Am Ende sind es doch eh meistens die alten Vorschläge. (By the way: Was habt ihr denn als Abi-Motto gehabt?)
    Und: Die Abi-Mottos waren ja immerhin von den Schülern vorgeschlagen, wir haben keinen Katalog geblättert und uns für die Mottos der Seiten eins bis drei entschieden.

    Wegen Bucerius:
    Auch wenn das oben nicht so rauskam, die gute Dame hat nicht gesagt, dass wir alle unbedingt an die BLS müssen, sonst sind wir Dreck. Die Ratschläge waren universell anwendbar und keinesfalls daran geknüpft, was für ein Portemonnaie man hat. Und wegen Finanzierung: Sie hat das Modell des umgekehrten Generationenvertrags empfohlen, im Wikipedia-Artikel folgendermaßen beschrieben:

    Alternativ dazu bietet die Hochschule verschiedene Finanzierungsmodelle an, insbesondere den umgekehrten Generationenvertrag, der es dem Studierenden ermöglicht, zunächst völlig ohne finanzielle Belastung zu studieren; er muss sich aber verpflichten, nach dem Eintritt in das Berufsleben 10 Jahre lang jährlich 8 % des Einkommens (minus 20% Vorsorgepauschale) an die Bucerius Law School zu zahlen – bis maximal 75.000,- Euro insgesamt (BAföG-Berechtigte erhalten auch hier pro gefördertes Trimester 50% Erlass, d.h. maximal 37.500,- Euro).

    Außerdem kannte sie sich bei Studienförderungen und Eliteförderung ziemlich gut aus, hatte auch Praxis-Erfahrungen damit gesammelt und konnte Bedenken und Ängste in dem Bereich nehmen, einfach etwas die Scheu abbauen.
    Der Vortrag war auch kein Plädoyer für Privat-Unis, sondern eher eine Ermutigung zu Leistungsbereitschaft und Mut.

  • Flo // 29. Juli 2008 um 23:12

    Dann war der Vortrag sicher schön und informativ, wusste nur nicht, ob du von den Details weißt, die ich genannt hab in meinem Kommentar :)

    Wir hatten als ABimotto “Stadtname 08″ – s´AmBIente war gmiatlich soweit ich mich erinnern kann, grad zu Faul das Shirt zu suchen.
    Unser Motto war leider auch nicht sehr toll, jedoch hat der Jahrgang vor uns ein wirklich schönes motto gecopy/pasted :-/

  • Valentin // 8. August 2008 um 11:57

    tja, schade, dass es eigentlich schon einfach ist ein gutes Abimotto zu finden.. wir hatten dieses Jahr “Schmeiß’ das Abi aus dem Fenster, wir brauchen Platz zum dancen!”

    kommt da mal ran ;)

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