Gestern nachmittag war ich in Erlangen, hab das vorerst letzte Buch für meine Facharbeit geholt. Danach ab in die Yoghurt Bar, in den Thalia (meine Mama wollte ein Buch für die Ferien, am Ende hab ich ihr „About a boy“ von Nick Hornby gekauft) und in die Arcaden, wo ich nach Klamotten gesucht habe (am Ende: ein grünes Langarm-Shirt, Socken, Boxer-Shorts).
Heute ging’s nach Nürnberg. Mit einem sehr lustigen und sehr lauten Mädels-Auto: Melly, Anne, Guddl, Katha – und ich als Fahrer. In Nürnberg etwas provokant gefahren, zwei Mal Hup-Konzert provoziert (einmal extrem ungeduldige Metaller, einmal ein komischer Laster-Fahrer, der mich eiskalt in die Baustelle hätte reinfahren lassen statt mir Platz auf seiner Spur zu geben). Ziel war das NS-Dokumentationszentrum, genauer gesagt die Ausstellung „Bilderlast“. Wir sind zuerst in die Hauptausstellung und haben uns dort wirklich lange aufgehalten (vor allem die Bilder und Filme hatten es uns angetan). Eine halbe Stunde bevor das Zentrum schloss wollten wir dann noch in die eigentlich von uns gewählte Sonderausstellung besuchen. Dort wurden wir allerdings nicht mehr hineingelassen, weil maximal eine Stunde vor dem Schließen des Gebäudes und überhaupt. Irgendwie Mist… Getröstet haben die zahlreichen Bilder aus Franken in der Hauptausstellung.
Heute abend geht’s nach Schornweisach, der zweite Wandertag der K12 steht an. Mein Essen ist vorbereitet, die Getränke liegen im Kühlschrank, kommen gleich in die Kühltasche und dann geht’s los, ich hole Robert ab und wir heizen in die Weltstadt Schornweisach.
Tomte-Content gab’s ja schon gestern im Blog, heute noch mal eine Schippe druff. Wie toll die Hamburger Band ist, hab ich ja schon gestern angedeutet. Um das noch einmal zu unterstreichen: Welche Gruppe kann solche Zeilen singen?
und der Wind steht gut denn es ist nicht zu spät
ich habe ein Gespür entwickelt
wie gut es mir geht
ein Kuss auf die Stirn
und danke für die Stunden
man fühlt sich als habe man die Liebe erfunden
(aus: Tomte – New York. Vom Album „Buchstaben über der Stadt“)
„Heureka“ heißt das neue Album, es kommt wie gesagt im Herbst in die Plattenläden und Tomte wird auch eine Tour spielen, um es vorzustellen. Und was durfte ich entdecken? Thees Uhlmann und Konsorten kommen am 19.11. nach Erlangen ins E-Werk. Meine Karte ist bestellt, mit an Bord ist auch ein Grand-Hotel-van-Cleef-Shirt (und als Geschenk des Labels zwei Singles und ein Poster vom Fest van Cleef 2007).
Heute wurde gewählt, das Abi-Motto stand zur Diskussion. Mir war schon im Vorfeld klar, dass es okay werden würde, denn Es eskABIert – 13 Jahre und die Hütte steht immer noch war schon im Vorfeld rausgeflogen und ich sehr froh (in meinen Augen das letzte Prolo-Motto). Zur Wahl standen:
Abi 09 – Na und?
Abi 09 – 13 Jahre warten auf Freitag (die Entscheidung war bewusst gegen rABInson Crusoe gefallen)
Westminster ABI – Der Adel dankt ab
ABIdas – Mit Stil zum Ziel
Piranha – Wo ist das ABI?!
noch ein Motto, das ich leider vergessen habe
In die Stichwahl kamen 13 Jahre warten auf Freitag und Westminster Abi. Die Stichwahl gewann schließlich Westminster ABI mit 66 zu 42 Stimmen bei 6 Enthaltungen. Im Nachhinein war die Entrüstung groß, einige wollten das Motto nicht und die ganze Diskutierei ging los.
Ich will an dieser Stelle nur sagen, dass ich es affig finde, über existierende Mehrheiten zu streiten, denn die Mehrheit hat entschieden und dementsprechend halte ich es nur für konsequent, diese Entscheidung zu akzep- und respektieren. Es war ja auch nicht so, dass der Liebling der K-Sprecher gewann… (Ich habe in beiden Wahlen für Westminster ABI gestimmt, deswegen war die Diskussion danach für mich kein Thema.) Irgendwie ist es doch komisch, sich über die Arroganz der Gymnasiasten aufzuregen (hallo Thomas!) und gleichzeitig gegen ein Motto zu stimmen, das genau diese Arroganz auf die Schippe nimmt…
Andere (hallo Claudia!) kritisierten, dass das Motto zu sehr ein „typisches Gymnasiasten-Motto“ wäre – ich kann bis jetzt nicht entdecken, was daran schlimm wäre.
Außerdem war für diese Abstimmungs-Vollversammlung auch noch Mia Karger angekündigt, die nach dem Abitur an unserer Schule die Hamburger Bucerius Law School studiert hat und jetzt Doktorandin der Ludwig-Maximilians-Universität München ist. Sie hat uns sehr locker, unterhaltsam und direkt über Möglichkeiten zur Studienförderung informiert, ihre Powerpoint-Präsentation war „3,5 rückblickende Ratschläge“ betitelt: 3,5 Ratschläge, was sie im Nachhinein empfehlen würde, welche Fehler sie gemacht hat usw. Ich fand’s einfach gut, meiner Meinung nach war sie die bislang beste Referentin an der Schule, wesentlich direkter als etwa die Beraterin vom Arbeitsamt und mit einer „amerikanischen Sichtweise“ ausgestattet: Macht, was ihr wirklich wollt, traut euch was zu, bewerbt euch – schlimmer als eine Absage wird’s nicht. Ich fand es auch sehr aufbauend zu hören, dass diese mutige und direkte Herangehensweise auch tatsächlich zum Erfolg führt.
Neulich bei Jojo Beetlebum gefunden: Thüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüüringen! Von Rainald Grebe! Ich komm zwar nicht von da, gut isses aber trotzdem…