Nachdem gestern nicht so schlimm war, kam es heute knüppeldick. Ich habe heute morgen noch schnell die Geschichte-Hausaufgabe gemacht und versucht, Chemie zu verstehen (mit mäßigem Erfolg).
In Geschichte dann der erste Tiefschlag: laut Herrn Hagen hätten wir das Referat am besten am Mittwoch halten sollen. Unser aktueller Stand: Wir haben noch nichts gemacht. Wir haben ihn dann auf Donnerstag hochgehandelt, aber schön ist das trotzdem nicht. Irgendwie artet das im Geschichte-LK langsam aus: Wir haben begonnen mit zwei Seiten Abfragestoff, inzwischen sind wir drei Seiten plus X. Uns wurden zwei bis maximal drei Referate pro Woche versprochen, jetzt sind wir bei vier, besser noch fünf. Und das in einer Zeit, in der Stress pur angesagt ist. Wenn keine Klausuren wären, hätte ich kein Problem damit, das Referat auf übermorgen vorzubereiten - aber wenn ich parallel für drei Klausuren lernen muss, dann ist ein Referat nebenher ein Ding der Unmöglichkeit! Und dann als Lehrer leicht pampig zu werden, nur weil wir den Mittwoch als Termin nicht einhalten können (der uns außerdem heute zum ersten Mal mitgeteilt wurde, bis dahin gingen wir von Donnerstag aus), halte ich dann für etwas übertrieben. Wenn ich die Wahl habe zwischen einem Referat im LK und drei Klausuren (zwei Mal Grundkurs, ein Mal Leistungskurs), dann muss ich nicht lange nachdenken, für was ich mich entscheide!
Ich kam also schon stinksauer aus Geschichte und in Chemie wurde es auch nicht viel besser. Seit Wochen checke ich den Stoff maximal zur Hälfte und jetzt wurde uns für die kommende Klausur in zwei Wochen Aufgaben mit Abitur-Niveau angekündigt. Na dankeschön! Dass wir nichts geschenkt bekommen würden, war von vornherein klar, aber wieso ein so hohes Niveau ansetzen, wenn zwei, drei Leute aus dem Kurs damit klarkommen und der Rest irgendwie schauen muss, dass er hinterherkommt und das Niveau packt. Chemie wird für mich nicht lustig, das ist schon mal klar. Ich hab mir vorhin ein Buch, das eigentlich aufs Abitur vorbereiten soll, bestellt, da sollen die Inhalte eigentlich ganz gut zusammengefasst und mit Aufgaben versehen sein. Vielleicht bringt das ja für die Klausurvorbereitung etwas…
Schlimm war auch Bio, genauer gesagt der Stoff für die Klausur. 60 Seiten im Buch. Gut, Herr Paul will nicht alles auswendig gelernt haben, aber wir sollen eben die Hintergründe verstehen und den Inhalt vernetzen können. Heißt also: Wir müssen bei jedem Gebiet wissen, wozu es da ist, was es bezweckt und wie es abläuft. Auch nicht gerade schön, vor allem wenn es dabei um so ziemlich alles zwischen dem Aufbau der DNA und dem Tricarbonsäurezyklus geht… Bio wird auf jeden Fall noch ein harter Kampf…
Im Moment fühle ich mich definitiv wie ein Boxer, der allen Tiefschlägen ausweichen will und trotzdem in die Hälfte davon reinrennt. Und jede absolvierte Klausur ist nur eine neue Runde, es wird nicht besser oder schlechter, man hat nur mehr in den Knochen und immer im Blick, was noch alles kommen wird. Vorzeitiges KO gibt es nicht, ich muss über die volle Distanz und auf einen Punktsieg hoffen…
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