Max macht Abitur

Sonntag - Die bessere Aufführung

10. März 2008 · Keine Kommentare

Vielleicht lag es ja daran, dass so viele vom Sozi/Geschichte-LK da waren (spontane Aufzählung: Melly, Sarah, Caro, Christina, …), vielleicht lag es auch daran, dass wir nach der mäßigen Premiere am Freitag nichts mehr zu verlieren hatten, vielleicht lag es aber auch daran, dass wir eben wegen der schlechten Premiere an der Ehre gepackt wurden. Völlig egal, was letztendlich der Grund ist: Unsere zweite Aufführung von Carlo Goldonis “Der Fächer” war einfach nur super!

Ich persönlich war unmittelbar vor dem Beginn überhaupt nicht nervös, was mich etwas beunruhigte. Ich war konzentriert, aber diese Anspannung, das innerliche Zerreißen war nicht da. Sollte das von Nachteil sein? Julia und Flo liefen hinter der Bühne herum und warnten alle, es nicht auf die leichte Schulter zu nehmen. Ich hatte Angst, das ich gerade das tun würde.

Dann der Prolog: Fehlerfrei und etwas weniger wackelig wie am Freitag. Und auf einmal: Alle Darsteller verbissen, es besser als bei der Premiere zu machen. Absolute Konzentration war angesagt und es klappte auch. Wir waren schnell, wir waren brutal schnell. Als ich von der Bühne ging, hatte ich irgendwie das Gefühl, dass es den Leuten nicht so gut gefallen würde. Wir funktionierten reibungslos, aber irgendwie schien es nicht anzukommen. Flo war genau gegenteiliger Meinung. Da saß ich nun hinter der Bühne, die Gummistiefel immer noch an den Füßen und lauschte nervös (ja, inzwischen war ich es!) auf den Text und die Reaktionen des Publikums. Langsam brach das Eis, Flo behielt Recht. Es war anfangs sehr still gewesen, aber mit der Zeit lachte das Publikum immer mehr und ging richtig mit dem Stück mit. Sie waren dabei, sie waren direkt bei uns - genial!

Die ersten beiden Akte waren fehlerfrei und enorm schnell, nach 75 Minuten gingen wir in die Pause, in der wir eine gelöste Frau May-David erlebten. Es wurde gewitzelt, wir waren sehr locker und mahnten uns doch immer wieder gegenseitig, jetzt nicht die Konzentration zu verlieren. Mund abputzen, weitermachen! Trotzdem waren alle äußerst locker; Andi schaffte es auch noch, das Klo zu fluten und damit zur allgemeinen Erheiterung beizutragen. Mein größter Wunsch in diesem Moment war: Jetzt nur nicht einbrechen, jetzt nur nicht den dritten Akt in den Sand setzen.

Aber es lief weiterhin, das Publikum ging wieder mit, klatschte beim eingespielten “Azzuro” im Takt und gab uns ein gutes Gefühl, aber auch den Ansporn, jetzt noch eine Schippe draufzulegen und noch extremer zu spielen. Besonders bemerkenswert: Damaris, die Marktplatzstatue, wurde dieses Mal verstanden, bekam immer wieder Applaus und auch ein Mal die lange ersehnten Lacher.

Wir schafften es tatsächlich, das Stück so gut wie fehlerfrei zu beenden und wurden vom Publikum wirklich abgefeiert. Tolle Zuschauer, das! Danach war Feiern und Aufräumen angesagt (bei den meisten viel feiern und wenig aufräumen, aber egal ;-) ). Unglaublich, wie lange sich das noch mal hinzieht, die ganze Bühne abzubauen. Ich musste ja fahren, blieb also nüchtern und sah den anderen zu, wie sie Sekt vernichteten. Um kurz nach 12 ging ich dann mit Astrid, Nadine und Christiane, die ich alle noch schnell heimgefahren habe, bevor ich schließlich um halb eins zuhause ankam und mich ins Bett schmiss. Kurzes Fazit: Geniale Aufführung, geiler Tag! Ich freu mich schon auf die DVD…

Kategorien: Daily News
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