Wäre ich Barack Obama, dann würde ich jetzt erklären: “I’m fired up, ready to go.” Bin ich aber nicht, tu ich deswegen auch nicht.
Heute hat das zweite Semester meines zwölften Schuljahres begonnen. Die Kollegstufe rauscht geradezu an einem vorbei (okay, ausgelutschte Formulierung). Das letzte halbe Jahr war mehr als ein Viertel meiner verbleibenden Schulzeit, 12/2 wird noch einmal ein längeres Stück und danach ist es auch schon bald aus. Irgendwie ein seltsamer Gedanke, ein seltsames Gefühl. Zu wissen, dass man dieses Gebäude, dass man in den vergangenen Jahren entdeckt und erkundet, kennen und lieben gelernt hat, dass man dieses Gebäude, diese Schule bald verlassen wird. Es werden dann neun Jahre voll mit Erinnerungen sein, neun Jahre, die einen geprägt haben. Man wird sehr viele Personen nicht wiedersehen, bei manchen ist das schön, bei vielen anderen nicht.
Ich überleg grad, wie ich von der sentimalen Schiene gerade einen eleganten Wechsel zu den “Fakten des Tages” hinbekomme und meine Lösung ist: Nicht. Also jetzt der harte Bruch, weiter mit der Max-Tagesschau.
Höchstadt. Chemie-Grundkurs-Leiter Rainer E. entschloss sich, seinen Kurs mit einer kleinen Ex zu überraschen. Es war nicht so schwer wie erwartet.
Höchstadt. Biologie-GK-Leiter Dr. Jürgen P. wurde krank. Sein Grundkurs musste dementsprechend nicht nachmittags antreten. Allgemeine Freude ob der reduzierten Stunden an diesem Tag.
Höchstadt. Sozialkunde/Geschichte-LK-Leiter Hans H. zauberte für seinen Praktikanten eine Stunde aus dem Lehrbuch in Sachen Methodik/Didaktik. Ansonsten gab’s Kuchen, die Ankündigung des gemeinsamen Betrachtens eines Filmes zu Russland und der 1929 gedrehten Version von “Im Westen nichts Neues”. Außerdem wichtige Tipps für den Schreiberling bezüglich des Stipendiums, das er erhalten hat.
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