Bis ich das Ding durchhabe, ist wahrscheinlich schon die nächste Ausgabe draußen… Es ist total seltsam: Der Studienführer ist überhaupt nicht kompliziert geschrieben, aber trotzdem schaffe ich immer nur wenige Seiten zu lesen. Laune gemacht hat auf jeden Fall die Bilderstrecke zu ungewöhnlichen Studienorten (Schlösser etc.)…
Von dem Artikel, der das Bachelor-System mit seinen Credit Points usw. erklären will, hatte ich mir irgendwie mehr erhofft. Da fehlt irgendwie die Struktur und der Tiefgang… Ich hätte da lieber einen 10-seitigen Bericht gelesen, der wirklich von Anfang bis Ende - am besten an einem praktischen Beispiel - darstellt, wie so etwas abläuft. Aber nach drei Seiten (tatsächlich sind es etwas mehr, aber wenn man die Werbung und die Bilder rausrechnet, werden es wohl netto drei Seiten sein), die sich eher nach eineinhalb anfühlen, ist der Artikel auf einmal zu Ende und die Ratlosigkeit bleibt. Hmmm, irgendwie hatte ich mir so etwas wie die Anfangs-Reportage, die verschiedene Studienanfänger vorstellt, erwartet…
Viel besser fand ich da schon die “Irgendwas mit…”-Seiten, auf denen ganz einfach und in aller Kürze Studiengänge vorgestellt wurden. Es gab immer einen Überbegriff (z.B. “Irgendwas mit Menschen”) und dann eine ganze Reihe an möglichen Studiengängen, die damit zu tun haben (hier z.B. “Touristik”). Mir selbst geht es auch so, dass ich mich eher auf einen generellen Überbegriff als auf einen konkreten Studiengang einigen kann; die sechs Seiten waren also für mich sehr hilfreich. Und um noch eins draufzusetzen: Es gab “Irgendwas mit Medien”, was exakt meinem Wunsch entspricht. Die Vorschläge dazu habe ich natürlich besonders intensiv gelesen. Ich hab mir gedacht, ich stell sie hier einfach mal vor.
IRGENDWAS MIT MEDIEN
Bibliotheks- und Infomanagement Das Studium bringt Experten hervor, die Verwaltung und Präsentation kompletter Medienbestände wie Bibliotheken und Internetdatenbanken im Griff haben.
Finde ich jetzt eher nicht unbedingt interessant. Wahrscheinlich eher hoher Verwaltungs-Teil, der mir nicht so recht gefällt. Könnte ich mir nur mit einer sehr präzisen Spezifizierung vorstellen (z.B. das Verwalten des Gesamtwerks eines bestimmten Schriftstellers, der mich auch privat fasziniert).
Buchhandel und Verlagswirtschaft Mit juristischem und wirtschaftlichem Know-how sorgen die Absolventen dafür, dass ein Buch zum Bestseller wird. Sie wissen, wie man einen Verlag organisiert, aber auch, wie man einen Laden gestaltet.
Das wäre halt so die konventionelle Schiene. Klingt jetzt nicht unbedingt uninteressant, aber ich würde andere Sachen irgendwie lieber machen.
Dokumentar- und Fernsehpublizistik Professionelle Wahrheitssuche mit der Kamera, die in kleine Beiträge und große Reportagen mündet. Die Absolventen arbeiten als Regisseure, Redakteure und Autoren.
Ich mag politische Magazine im Fernsehen irgendwie nicht, sie wiederholen sich sehr oft in ihren Themen. Ich möchte nicht wissen, wie oft Frontal 21 und Konsorten “die Autobahnpolizei begleiten”, die “Opfer von Hartz IV” besuchen oder die “skandalösen Zustände in Altenheimen” aufdecken. Das politische Fernsehmagazin, für das ich gerne arbeiten würde, fehlt aber irgendwie auf dem Markt. Ich würde gern über Hintergründe berichten, mich auf wenige Themen konzentrieren, aber diese von allen Seiten detailliert ausleuchten. Irgendwas zwischen heute-journal und “Hart aber fair”…
Druck- und Medientechnik Druck- und Medientechniker bereiten Informationen mit verschiedenen Technologien für Print- und digitale Medien auf. Sie planen, organisieren, steuern und überwachen den Arbeitsprozess vom Testdruck bis zur Massenproduktion.
Finde ich auch interessant, allerdings mit dem Schwerpunkt eher auf Medien- als auf Drucktechnik. Mich interessiert “das hinter den Medien” wirklich - aber den Rest des Lebens an Druckmaschinen verbringen, das muss irgendwie nicht sein.
Informationsdesign Licht in den Faktendschungel bringen Informationsdesigner, indem sie Informationen für jedermann optisch verständlich aufbereiten. Sie gestalten Broschüren ebenso wie Displays von Fahrkartenautomaten.
Eine der Aufgaben, die ich am allerliebsten einmal ausprobieren würde. Insgesamt finde ich es spannend, aber eher wie einen Kampf gegen Windmühlen.
Kommunikationsdesign Von der Marmelade bis zum Gartenstuhl versuchen Experten, mit ausgefallenen selbst getexteten Slogans, Illustrationen und Bildern in Kampagnen, Broschüren und Printmedien alles zu einem Verkaufsschlager zu machen.
Ich glaub, hier ist Krativität alles und ich bin irgendwann mit meinem Latein am Ende…
Mediapublishing Damit Literatur kein Buch mit sieben Siegeln mehr ist, werden Studenten zu Verlagsspezialisten ausgebildet, die sich mit Herstellung, Vertrieb, Marketing, PR, Redaktion, Lektorat, Rechnungswesen und Werbung auskennen.
Halte ich für einen sehr interessanten Bereich, würde ich aber erst mal lieber ausprobieren, bevor ich mich da dauerhaft entscheide.
Media Management Selbst die tollste Filmidee wird nicht für den Oscar nominiert, wenn ihre Umsetzung schon an der Finanzierung scheitert. Darum haben Medienmanager nicht nur Ahnung von Gestaltung und Technik, sondern vor allem von Betriebswirtschaft.
BWL - nicht wirklich mein absolutes Lieblingsthema, vor allem in Kombination mit Betteln, wie hier.
Media Production Studenten werden zu Experten ausgebildet, die Magazinbeiträge fürs Fernsehen, Trailer, Dokumentationen, Animationen, Spiele und Soundtracks konzipieren, drehen, schneiden und vertonen. Ein absolutes Muss: Kreativität und Verständnis für technische Abläufe.
Auch wenn ich manchmal daran zweifle, ob meine Kreativität reicht: Das finde ich interessant und würde ich mir auch zutrauen.
Medieninformatik Gestalterisches Geschick plus Fachwissen in der Informatik und das Verständnis dafür, wie Medien ticken, garantieren Jobs in der Medientechnik, der Medienproduktion und der Entwicklung multimedialer Anwendungen.
Wieder einer der in meinen Augen interessantesten Bereiche. Nicht unbedingt an vorderster Front, sondern eher die unverzichtbare Unterstützung. Entspricht auch ziemlich meinen Interessen…
Technikjournalismus Technisches Grundwissen, verbunden mit journalistischem Handwerkszeug. Technikjournalisten können komplexe Sachverhalte verständlich erklären. Sie finden sich in Fernseh- und Radiostudios ebenso zurecht wie in Zeitungsredaktionen.
Halte ich für eine solide Ausbildung und - ganz wichtig! - traue ich mir auch zu. Am liebsten für irgendeine Zeitung über Technisches schreiben, bzw. Technik und ihre Verknüpfung mit unserer Kultur.
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1 response so far ↓
Damian // 12. Januar 2008 um 20:52
Hi Max,
ich will im WS 08 Medieninformatik studieren. In Berlin auf der TFH wird aber nicht so sehr der künstlerische Anteil gelehrt, sondern vielmehr wie man TV, Internet, Handy, Radio usw. kombiniert. Diesen Studiengang finde ich zudem noch interessant, weil mit diesem Wissen, u.a. auch in der Automobilbranche arbeiten kannst. Benutzerfreundlichkeit der Software oder sonst was im Auto alles über einem Display eingestellt werden kann wird programmiert. Sonst allgemein Software für alle Geräte, die ein Mensch bedienerfreundlich nutzen möchte (Mp3- und dvd player, IPTV, Handysoftware, usw.).
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