Entries from Januar 2008
Nachdem es beim letzten Mal kleine Probleme mit schulfremden Gästen und deren Verhalten gegenüber der Polizei und große Probleme mit der anschließenden Berichterstattung in der örtlichen Presse (Boulevardjournalismus, here we come!) gab, hatte die Stadt Höchstadt beschlossen, die Mietverträge für ihre Örtlichkeiten drastisch zu verschärfen. Neben noch einigermaßen erfüllbaren Maßnahmen wie etwa eine striktere Türpolitik wurde aber vor allem das von der Stadt so verordnete Ende der Veranstaltung um 24 Uhr als drakonisch empfunden.
Der geneigte K-Party-Besucher weiß: Um 12 geht’s erst richtig los, das wäre blanker Blödsinn, bei einem solchen Stimmungshöhepunkt die versammelte Meute vor die Tür zu setzen - zumal nicht davon ausgegangen werden kann, dass die feierwütige Masse zehn Minuten später im heimischen Bettchen liegt und die Hände auf der Decke für ein Nachtgebet platziert.
Umso froher war dann die Schülerschaft des Gymnasiums, als der Stadtrat gestern in einer Sitzung beschloss, den “Um 12 ist Schluss”-Passus für die Vermietung des Jugendclubs (und dem noch nicht eröffneten neuen Jugendzentrum) aus dem Vertrag zu streichen. Gerade wegen dieser Klausel hatten die Kollegstufensprecher nämlich zuletzt beschlossen, das Phönix nicht mehr für Feiern zu mieten - Gründe siehe oben. Wie gesagt, diese Entscheidung des Stadtrates sorgt für Erleichterung unter den Schülern, waren die K-Partys doch schon als Institution bekannt und allseits beliebt. Außerdem finanzieren sie teilweise die Abi-Fahrt und die Abi-Zeitung, die zumindest teilweise vorfinanziert werden muss, bis die Einnahmen durch die Verkäufe sprudeln und leisten damit einen gewaltigen Beitrag, dass jeder bedenkenlos die seine Schullaufbahn abschließende Reise antreten kann, ohne mit bangem Blick nach dem Geldbeutel zu suchen.
Ob die Entscheidung der Politiker reine Wahlkampftaktik war (in wenigen Wochen ist Bürgermeisterwahl und so gut wie alle Kollegiaten sind 18 und damit stimmberechtigt, was in der eher kleinen Stadt Höchstadt die entscheidenden Stimmen ausmachen könnte) oder doch ein Ende der praktizierten Symbolpolitik in Aussicht ist (auf die bösen Jugendlichen zu schimpfen - am besten noch überzogen und unter Verdrehung der Fakten - ist sehr einfach gedacht, kommt aber bei weiten Teilen der älteren Bevölkerung gut an, die zwar die Party nicht am eigenen Leib erlebte, sich aber durch die örtliche Presse fälschlicherweise korrekt informiert glaubte) oder am Ende gar die echte Einsicht steht - ich weiß es nicht. Aber auf die K-Partys, die jetzt wieder möglich sind, freu ich mich trotzdem wie ein Honigkuchenpferd.
Besonders schön an der ganzen Sache finde ich übrigens - das nur zum Abschluss -, dass unser Rektor, der unter der Schülerschaft nicht die enorme Beliebtheit seines Vorgängers genießt, sich klar und deutlich hinter seine Schüler stellte und auch keine Scheu hatte, die Presseberichte für überzogen und verfälscht zu erklären, nachdem er von den Kollegstufensprechern darüber informiert wurde.
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Gestern abend hatten wir Sozialkunde-Geschichtler unser erstes LK-Treffen. Wir hatten beschlossen, im Sportland Bowlen zu gehen. Um halb acht wollten wir anfangen, um dreiviertel sieben bin ich losgefahren und hab meine Mitfahrer eingesammelt.
Als dann Christina, Thomas, Caro und Gudrun endlich in meinem kleinen Ford Focus saßen, ging’s ab nach Erlangen (der erste Härtetest für den iPod-FM-Transmitter: auf der Autobahn wechseln die Frequenzen der Radiosender öfters und deswegen kam er auch öfter in Berührung mit benachbarten Radiostationen - was er aber super meisterte - und außerdem war das Radio ziemlich laut aufgedreht, man hätte also ein eventuell vorhandenes Hintergrundrauschen hören können - tat man aber nicht…). Direkt am Ortsschild wurden wir dann noch vom Thomas und vom Marc rechts überholt - ihr Schweine, da ist 50 und ich bin schon knappe 60 gefahren!!!!
Im Sportland selbst stellte sich dann heraus, dass wir fünf + Marc + Thomas gnadenlos zu früh waren und erst mal unmotiviert rumsaßen und darauf warteten, dass der Rest so nach und nach reinschneite - mit Ausnahme von Domi, Nadine, Bastian und Johanna, die gar nicht kamen. Na gut… Ach ja, einer muss natürlich bei den fehlenden Leuten auch noch genannt werden: Herr Hagen! Unser heiß geliebter LK-Leiter kam eine halbe Stunde zu spät und hatte nur die billige Ausrede parat, er hätte keinen Parkplatz gefunden…
Wir hatten uns insgesamt vier Bowling-Bahnen reserviert und spielten auch ziemlich zackig los. Bei mir auf der Bahn waren noch der Thomas, die “Katrounsky”, die “Carou”, die “Elenou” und die “Christounsky”. Meinen “Namen” verschweige ich an dieser Stelle mal lieber. Ich hab mich an dem Abend übrigens durch drei Sachen hervorgetan:
- Der gnadenlos schlechteste Spieler der Bahn…
- Ich hab’s geschafft, eine Kugel nach hinten rauszulassen, leicht fettigen Pommes-Händen sei dank. Passiert ist nix, außer allgemeines Gelächter
- Ich hab’s geschafft, mir meinen Fingernagel vom rechten Daumen so nach und nach ins Nagelbett zu treiben. Hat schön weh getan, heute ist’s aber wieder besser. I will survive!
Im Zentrum des Abends stand aber natürlich nicht nur das Bowling, sondern eben auch das bessere Kennenlernen als LK und so… Hat auch richtig Spaß gemacht, mit den ganzen anderen Leuten aus diesem doch recht großen Kurs rumzusitzen, was zu essen, was zu trinken und eben zwischendurch mal eine Kugel in die Pins zu hämmern.
Der Abend war dann auch relativ bald zu Ende, wir sind so um halb zehn wieder heimgefahren (im Nachhinein hätte sich’s wohl doch noch gelohnt, eine Runde Billard zu spielen…). Ich denk mal, die ganzen anderen LK-Treffen werden definitiv länger dauern - also hoff ich jetzt zumindest…
Ach ja, eins hätte ich fast noch vergessen: Die Bowling-Schuhe waren ja mal total geil, die sahen zwar leicht nach Clown aus und hatten vorne, wo die Zehen anfangen, einen leichten Hubbel im Leder, aber ansonsten: Total elegant, ich hätte die am liebsten mitgehen lassen
Ansonsten scheint auch bei den anderen aus dem LK die Meinung vorzuherrschen, dass das Treffen total super war und wir das schnellstmöglich wiederholen müssen. Mal schauen, vielleicht klappt das ja sogar schon in den Faschingsferien…
Und selbst wenn nicht: Unmittelbar nach den Faschingsferien fahren wir drei Tage zu POL&IS auf Burg Wernfels, das werden mit Sicherheit auch einige gute Abende, die nicht damit enden werden, dass wir um 21 Uhr die Hände auf die Bettdecke legen und ein Gebet sprechen.
Also nach dem gestrigen Abend hat sich für mich einmal mehr bestätigt: Geiler LK, alles richtig gemacht! 
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Ich habe heute in der Schule erfahren, dass eine Mitschülerin sich in der Nacht vom Samstag auf den Sonntag umgebracht hat. Sie hieß Sonja, ging in die elfte Klasse, ihre Eltern waren geschieden, sie lebte bei ihrem Vater. Ich kannte sie nicht persönlich, die Trauer und die Fassungslosigkeit sind aber dennoch da.
Und das nicht nur bei mir. Ich kam erst zur dritten Stunde in die Schule, zu diesem Zeitpunkt hatte unser Rektor schon die traurige Nachricht bekannt gegeben. Ich erfuhr erst im Sozialkunde/Geschichte-Leistungskurs davon, wo wir den Fall thematisierten. Sarah kannte sie anscheinend näher, ihre Mutter hatte sich im letzten Jahr ebenfalls das Leben genommen, war von einem Hochhaus gesprungen. Seitdem lebte Sonja bei ihrem Vater, mit dem sie sich nicht verstand. Es hieß, sie hätte sich eigentlich ritzen wollen, sei dann aber ohnmächtig geworden, die Zunge sei in den Hals geklappt und habe diesen verschlossen, in der Folge sei sie erstickt.
Ich schreibe dies nicht aus Voyeurismus, sondern weil ich versuche zu begreifen, was diese Menschen bewegt hat. Aber letztendlich kann ich es nicht verstehen. Vor dem Wochenende lebte dieser Mensch, war einer von uns. Und jetzt ist er verschwunden. Das tut weh, auch wenn ich Sonja nicht kannte. Sie ging auf unsere Schule und war wahrscheinlich so wie viele andere auch. Und während wir am Wochenende feiern gingen, starb woanders ein Mädchen. Mein Chemielehrer hatte dieses Mädchen noch am Freitag lebendig vor sich sitzen, heute ist Montag und ihr Platz im Klassenzimmer wird leer bleiben.
Man schiebt den Tod von sich, man drängt ihn weg - aber in solchen Momenten kommt er mit aller Härte in das Leben. Sonjas Tod bleibt für mich unbegreiflich, egal ob er als Selbstmord geplant oder letztlich ein Unfall war.
Ruhe in Frieden, Sonja.
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Heute wollte ich eigentlich meinen Theater-Text lernen, aber ich bin kaum dazu gekommen. Lange geschlafen, dann ausgiebig die Süddeutsche und die Zeit online gelesen + noch ein paar andere Sachen gemacht. Nachmittags wollte ich mich dann eigentlich meinem Text widmen, doch da wurde auch wenig draus.
Meine Mutter hatte die Arbeitswut gepackt und sie wollte ihre Vision unseres neuen Esszimmers in die Tat umsetzen. Die passenden Stühle hatten wir schon seit einem Tag verpackt im Büro herumstehen, den passenden Tisch wollte sie nächste Woche kaufen (sie wusste schon genau, welchen sie haben will). Heute haben wir dann Schränke ausgetauscht: Der aus dem Esszimmer wurde ins Wohnzimmer verfrachtet, im Gegenzug kam einer der Wohnzimmerschränke ins Esszimmer. Also immer schön den Schrank leeren, dann den leeren Schrank tragen, bevor man das Zeug aus dem Schrank hinterher trägt und wieder reinräumt. Außerdem präsentierte mir meine Mom so nebenbei ihre Vorstellungen vom neuen Esszimmer: über eine Wandfarbe hatte sie sich schon Gedanken gemacht, eine Heizkörperverkleidung wollte sie individuell gestalten (eine schöne Idee, die außerdem noch mit unserer Familiengeschichte zusammenhängt; Details gibt’s, wenn’s fertig ist), die Position des neuen Tisches hatte sie schon im Kopf und die Stühle und den alten Tisch auch dementsprechend gestellt. Sieht im Moment alles sehr gut aus und ich liebe auch schon die neuen Stühle und ihr Aussehen (viel Leder, das aber meiner Meinung noch einen Tick brauner und dunkler hätte ausfallen dürfen, aber egal)!
Ich bin schon ganz gespannt, wie das ausschaut, wenn’s fertig ist. Außerdem brauchen wir ja noch einen neuen Boden fürs Esszimmer und wir fanden eigentlich alle einen richtig schönen Holzboden ideal. Problem ist nur, dass es dann zu Problemen mit der Stufenhöhe bei der Treppe kommt… Mal schauen, wo wir da am Ende landen.
Ach ja, ich hätte fast meinen Theater-Text vergessen. Den habe ich anschließend noch etwas gelernt, aber nicht wirklich viel. Muss ich eben unter der Woche und am Samstag richtig reinhauen, damit das mit den Proben in den Ferien alles klappt.
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Gestern abend war Facharbeitsabgabeparty - und ich habe es wirklich total genossen, endlich mal wieder ne Schulparty feiern zu können. Den Grund für diese lange Durststrecke kennen wohl alle, die an die gleiche Schule gehen wie ich… Außerdem noch eine extrem aufgebauschte und verzerrte Berichterstattung in der Zeitung und schon war das Bild von saufenden und randalierenden Gymnasiasten perfekt (es kam nachher heraus, dass von den betroffenen Personen kein einziger aufs Gymnasium ging, die waren alle wegen dem Eishockey-Spiel zuvor dagewesen und hatten schon dort gut getankt)…
Es war also eigentlich eine längere Pause für K-Partys fällig, außerdem machte die Stadt Auflagen, die ein normales Feiern quasi nicht ermöglichten. Man hätte zum Beispiel die ganze Veranstaltung um 12 Uhr auflösen muss und dann auch die Über-18-Jährigen heimschicken müssen. Komplett ohne Schulpartys dem Abi entgegenzustreben konnte aber auch nicht der Weisheit letzter Schluss sein und dementsprechend groß waren die Erwartungen an diese eine Party. Gleichzeitig war aber auch klar, dass die Jugendschutzbestimmungen auf extreme Art und Weise durchgeboxt werden würden. Wobei ich aber sagen muss, dass das im Verlauf des Abends irgendwann nicht mehr auffiel. Zwar ließen die Bescheinigungen für längeres Wegbleiben von Noch-nicht-Volljährigen Böses ahnen (hatte ich noch nie gesehen, dass man da auch eine Kopie vom Personalausweis des Erziehungsberechtigten braucht…), aber das stellte sich insgesamt als unberechtigt heraus. Die Geschichte, dass Leute, die noch nicht 16 sind, überhaupt nicht eingelassen wurden, war zwar im Vorfeld hart und schloss einige der Kleineren aus, aber sorgte zumindest für keine Probleme mit dem Alkoholausschank. Und ein engagierter Security-Dienst tat sein Übriges, um dafür zu sorgen, dass die Veranstaltung zu keinem Zeitpunkt unkontrollierbar wurde (wobei ich echt sagen muss: so okaye Security-Leute hab ich selten erlebt, die haben das Ganze absolut professionell geregelt und sind dabei immer locker aufgetreten).
Die Party war eigentlich die beste Schulparty, an die ich mich erinnern kann! Lag mit Sicherheit auch an der Location, die keine ungepflegte Bretterbude, sondern eine ehemalige Disco war. Der Abend/die Nacht war ein genialer Mix aus allem, was eben zu einer Party dazugehört und ich habe es wirklich zu jedem Zeitpunkt völlig genossen.
Kategorien: Daily News · Völlig Nebensächliches
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