Max macht Abitur

Bitte gehen Sie weiter…

21. August 2009 · 4 Kommentare

Vor knapp einem Monat erschien hier der letzte Beitrag. Dies hat einen simplen Grund: Ich habe mein Abitur. Aber: Das Studium, präziser mein Studium, steht vor der Tür. Am Mittwoch, den 19.8., habe ich um 21:33 meinen Zulassungsbescheid von der Uni Konstanz erhalten.

Auch dazu wird es einen Blog geben, benannt nach der Tätigkeit, der ich in den kommenden drei Jahren nachgehen werde: Max ist Student.
Dort geht es also weiter, unter anderem Namen und mit anderen Inhalten. Stay tuned!

(Zu allerletzt noch ein Dank an die 48.898 Leser, die bis zum heutigen Tag dieses Blog besucht haben. Eine Zahl, an die ich vor gut eineinhalb Jahren nicht zu denken gewagt hätte.)

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Harte Arbeit

23. Juli 2009 · 2 Kommentare

Mein letzter Beitrag hier ist schon über eine Woche alt. In der Zwischenzeit habe ich ein Wochenende in München verbracht und arbeite seit vergangenem Montag mal wieder für Siemens.

Eine 35-Stunden-Woche hört sich eigentlich harmlos an, aber wenn man das kombiniert mit einer halbstündigen Autofahrt zur Arbeit (nach Hause dauert es gerne auch mal doppelt so lange, weil auf der Autobahn ein Laster umkippt) und dem Ziel, hier und da Überstunden abzusammeln, die man in freie Tage umwandeln kann, sowie diversen anderen Terminen vor bzw. nach der Arbeit, dann ist das echt hart. Heute ist mein vierter Arbeitstag und ich war bereits zum zweiten Mal nicht vor 20 Uhr zu Hause.

Langweilig wird mir im Moment definitiv nicht. Im Büro gibt es viel zu tun (glücklicherweise ohne Zeitdruck), daneben versuche ich noch irgendwie, mein Leben zu gestalten. Den Plan, die Bewerbungen für zwei Studienstiftungen fertig zu machen, habe ich erst einmal auf Eis gelegt. Zu viel zu tun, keinen Nerv. Wird aber hoffentlich besser.

Wenn sich das jetzt alles schrecklich anhört, dann muss ich widersprechen: Die Arbeit macht Spaß. Na klar, als einfacher Ferienjobber bekommt man tendenziell die Aufgaben, auf die niemand anders Lust hat. Aber das war ja von vornherein klar und ich mache das auch nicht zum ersten Mal. Außerdem gibt’s ja immer noch nette Kolleginnen und Kollegen, die für sehr lustige Büro-Unterhaltungen sorgen. Und dann sind da noch solche „Goodies“ wie der Eiskaffee, den es heute im Büro gab, oder mein tolles Büro im fünften Stock (dem obersten des Gebäudes), in dem man wegen drei verglaster Seiten einen tollen Blick über die Stadt hat – vor allem, wenn’s gewittert.

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Was bisher geschah…

15. Juli 2009 · 5 Kommentare

Da sag noch einer, die Zeit nach dem Abi sei stressfrei! Ich kann mich jedenfalls nicht beschweren, dass ich nicht wüsste, wie ich nur den lieben langen Tag verbringe.

Im Moment bin ich dabei, die Bewerbung für verschiedene Studienstiftungen zu regeln. Jedes Mal eine Prozedur, die viel Aufmerksamkeit und Aufwand verlangt. Aber: Geht ja auch um viel.

Die Uni-Bewerbungen habe ich glücklicherweise schon hinter mich gebracht (heute ist die Deadline für zulassungsbeschränkte Studienfächer). Mein Favorit ist Konstanz, von wo ich auch eine Zusicherung habe (bedeutet: mit meinen Noten habe ich den Platz sicher, wenn meine Bewerbung fristgerecht eingeht und inhaltlich korrekt ist). Sicherheitshalber habe ich mich auch noch in Mannheim beworben, in Eichstätt ist mein Wunsch-Studiengang nicht zulassungsbeschränkt – das ist also meine Notfalllösung.

So viel zum Geschäftlichen, aber das ist nicht alles. Unmittelbar nach dem Abi lag ich im Prinzip nur auf der Terrasse oder im Garten, ein Buch in der Hand, die Sonne im Gesicht, leichten Wind im Haar. Oder so ähnlich. Tatsache ist jedoch: Ich hab in den zwei Wochen nach dem Abi mehr Bücher (privat) gelesen als während der vergangenen zwei Jahre.
Daneben hab ich noch irgendwie versucht, den Kontakt zur Schule nicht komplett abreißen zu lassen. Einerseits bin ich froh, dieses Kapitel hinter mir lassen zu können und in einen neuen Lebensabschnitt aufzubrechen. Andererseits bin ich eigentlich immer ganz gerne zur Schule gegangen, habe sie nicht gehasst oder so. Ich komme mit den Lehrern gut klar, ich kam mit meinen Mitschülern gut klar – wieso sollte ich das jetzt auf einmal alles einfach so vergessen? (Ach ja, große Abschiedsparty ist natürlich auch angedacht.)

Daneben sind noch verschiedene andere Sachen in Gang, z.B. werde ich das kommende Wochenende in München verbringen, außerdem muss/darf ich ab nächster Woche mal wieder für Siemens arbeiten. Und ganz nebenbei bin ich auch noch damit beschäftigt, so viel Zeit wie möglich mit meiner Freundin zu verbringen. (Dem geneigten Leser ist es vielleicht noch nicht aufgefallen, aber ein Thema habe ich bislang ausgespart: Love-Content. Kleine Ausnahme jetzt.)

Wie geht es hier weiter? Ich weiß es nicht. Mit mir geht es jedenfalls weiter, so viel ist sicher. Das Abitur ist beendet und damit auch das „Ziel“ dieses Blogs. Seit Ende Dezember 2007 habe ich hier geschrieben, also gut eineinhalb Jahre. Eine schöne Zeit, ich habe sie genossen. Ist das das Ende? Vielleicht. Ich durfte hier in den Kommentaren und per E-Mail einige nette Menschen kennenlernen, mit denen ich teilweise auch heute noch Kontakt habe. Aber natürlich habe ich mich selbst bis zu einem gewissen Punkt „gläsern“ gemacht. Das ist immer reizvoll – auch für mich selbst -, aber nicht risikolos. Deswegen kann ich nicht versprechen, dass es eine „Fortsetzung“ geben wird. Aber zumindest denke ich darüber nach. (Und in jedem Fall wird es noch mindestens einen weiteren Artikel hier geben, und sei es nur, um mitzuteilen, dass das Projekt beendet ist.)

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So benutzt man Powerpoint!

6. Juli 2009 · Kommentar schreiben

Langweilige Powerpoint-Präsentationen kennt jeder. Zahlenwüsten, Textblöcke, fehlende Struktur. Wer wirklich einmal lernen will, wie man Powerpoint wirklich benutzt (wenige Schlagworte, Übersicht, …) und dazu noch einen eloquenten, überzeugenden, flüssigen und vor allem stimmigen Vortrag hält, der sollte sich folgende Präsentation einmal ansehen. Doug Zongker erzählt im Jahr 2007 etwas von Hühnern – hört sich langweilig an, fesselt aber ungemein. Wie er es dann noch spontan schafft, auf die Nachfragen einzugehen – genial!
Leider werden manche Teile des Vortrags verschluckt, weil das Publikum ab und an mal etwas lauter wird – kann man nix machen…


DirektPowerpoint

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Dieses Gefühl, wenn alles auseinander geht

5. Juli 2009 · 1 Kommentar

Im Vorfeld hört man ja viel von diesem berühmten Loch, in das man nach dem Abi angeblich fallen soll. Hatte ich nicht. Bis heute.

Ich weiß nicht, warum ich einfach nach dem Abi weitergemacht hab. Hab’s einfach gemacht. Es gab genügend Projekte, in die ich Zeit investieren konnte, ich hab die Schlagzahl ganz entspannt heruntergefahren und mache einfach so mein Ding. Bewerbung für Uni, Bewerbung für Stipendien, daneben einige andere Projekte und Ideen. Dass der gewohnte Kreis von Personen um mich herum in wenigen Wochen verschwunden sein wird, ist mir nicht wirklich bewusst. Ich treffe im Moment einige dieser Personen, unternehme etwas, versuche Kontakt zu erhalten (bei anderen hab ich’s noch nicht geschafft, aber das kommt wohl noch).

Aber heute hat sich eins verändert. Heute war Theater-Nachtreffen, also: gemeinsam essen, trinken, lachen und die Aufzeichnung der Aufführung auf DVD anschauen. Wir waren nur drei Abiturienten in der gesamten Truppe, alle anderen bleiben auf der Schule – und ich denke, ich kann für uns drei sprechen, dass wir verdammt wehmütig gehen.
Mein Verhältnis zu den Theater-Leuten zu beschreiben ist nicht leicht. Es sind nicht die Leute, mit denen ich normalerweise am Wochenende weggehe, es ist nicht mein engster Freundeskreis – was aber nicht heißt, dass ich die Leute nicht mag, im Gegenteil! Das ist einfach eine Mannschaft, die gut zusammen passt. Ein Haufen Extrovertierter, die sich gerne präsentieren. Das macht einfach Spaß, mit diesen Leuten herumzuhängen! Aber sie sind noch etwas anderes als „klassische“ Freunde, etwas, das darüber hinaus geht. Ich habe mit diesen Menschen etwa ein halbes Jahr lang die Wochenenden in der Schule verbracht, habe meine Zeit geopfert, um zusammen mit ihnen was auf die Beine zu stellen. Gerade am Aufführungswochenende schweißt das ungeheuer zusammen – das sind nicht einfach nur ein paar Leute, mit denen man weggeht, das ist etwas ganz anderes, immer pendelnd zwischen genialischem Witz und Wahnsinn.
Beim Theater kommen Leute zusammen, die ansonsten nicht unbedingt viel miteinander zu tun haben. Und das Schöne ist: Das ist ein lauter und redefreudiger Haufen! Da ist immer was los, da passiert immer etwas!

Heute haben Christiane, Robert und ich uns von diesem Haufen vorerst verabschieden müssen, schweren Herzens. Chris hat es wohl am härtesten erwischt, sie geht für ein Jahr in den Senegal. Robert bleibt in Höchstadt, studiert in Erlangen. Ich ziehe wahrscheinlich nach Konstanz, bin also etwa 4 Auto-Stunden von der Heimat entfernt.
Es war ein komisches Gefühl, sich mit den Theater-Leuten auch darüber zu unterhalten, was man im nächsten Jahr spielen könnte – und gleichzeitig zu wissen, dass man nur Zuschauer sein wird (bzw. ich habe angeboten, etwa beim Getränkeverkauf zu helfen). Dass diese Leute jetzt ihr Stück machen und man nicht dabei sein wird. Dass diese Leute, die irgendwie nicht Freunde sondern mehr sind, jetzt irgendwie verschwinden werden – oder besser: dass ich verschwinden werde. Das schmerzt. Natürlich versucht man, diese Lücke zu kompensieren, man schaut mal bei den Proben vorbei und kommt natürlich zur Aufführung. Aber man ist nicht mehr Teil der Truppe, man kennt all die internen Witze, all die Anspielungen nicht mehr, man ist nicht begeistert von diesem einen Lied, das alle während der Proben dauernd singen.

Heute ist mir zum ersten Mal nach dem Abi aufgefallen, dass ich eine ganz bestimmte Gruppe Menschen wirklich vermissen werde.

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